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© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
News
06. März 2023

Synodalität soll im Erzbistum konkret werden

Führungsebene des Erzbistums Paderborn spricht sich geschlossen für Synodalität als Grundprinzip auf dem Weg in die Zukunft aus

Noch ist offen, welche Ergebnisse der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland bringt und welche Früchte der von Papst Franziskus weltweite synodale Prozess trägt. Fest steht jedoch, dass im Erzbistum Paderborn Synodalität künftig eine grundlegende Rolle spielt. Auf ihrer jährlich stattfindenden Klausurtagung in der Benediktinerinnen-Abtei Herstelle waren sich die Verantwortlichen der Führungsebene im Erzbistum Paderborn schnell einig, als Diözese weiterhin und verstärkt synodal unterwegs sein zu wollen. Zusätzliche Motivation erhielten sie durch die Erkenntnis, dass schon seit langen Jahren zahlreiche positive synodale Erfahrungen im Erzbistum gemacht wurden. Auch wenn diese noch nicht explizit unter dem Stichwort „Synodalität“ standen.

Die Verantwortlichen der Führungsebene kamen vom 22. bis 24. Februar in Herstelle zusammen. Das Management-Team des Erzbischöflichen Generalvikariats, der Geistliche Rat sowie die Leitung des diözesanen Strategieprozesses 2030+ setzten sich dabei unter Anleitung von Gastreferent Professor Dr. Jan Loffeld (Tilburg University) zunächst mit dem Grundverständnis von Synodalität auseinander. Dabei spielten der Brief von Papst Franziskus an das pilgernde Volk Gottes aus dem Jahr 2019 sowie das Arbeitsdokument für die kontinentale Etappe der Bischofssynode aus dem Jahr 2022 eine besondere Rolle.

Synodale Erfahrungen und Strukturen im Erzbistum

Mit Hilfe von Schlüsselthemen, die in letztgenanntem Text als entscheidend für das Verständnis von Synodalität genannt wurden, identifizierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klausur die bereits vorhandenen synodalen Erfahrungen und Strukturen im Erzbistum. Wo zum Beispiel wird eine Grundhaltung des Zuhörens erkennbar? Oder wo wird ein auf Teilhabe basierender Stil gelebt, der die Mitverantwortung der Getauften für die Kirche ernst nimmt?

Anhand solcher Fragen konnten die Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer zahlreiche Gremien im Erzbistum wie z.B. Geistlicher Rat, Priesterrat, Diözesanpastoralrat und Diözesankomitee als Beispiele für synodale Strukturen benennen, aber auch Gremien in den Pfarreien wie Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte. Dazu kommen zentrale Veranstaltungen mit synodalem Charakter wie Diözesane Foren, Tage des Pastoralen Personals oder Priesterkonvente.

Als explizit synodale Veranstaltung wurde zudem die mehrtägige Pastoralwerkstatt aus dem Juni 2013 gesehen. Dort waren 430 Hauptberufliche und Ehrenamtliche in Paderborn zusammen gekommen und formulierten gemeinsam Empfehlungen für die Pastoral, die dann ins Zukunftsbild und die weitere Bistumsentwicklung einflossen.

Auf dem eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen

„Auf diesem Weg gegenseitiger Verständigung müssen wir konsequent weitergehen und synodale Strukturen auf alle Fälle immer weiter intensivieren, unabhängig davon, vor welche Aufgaben uns die Ergebnisse des Synodalen Weges stellen werden“, sagte Diözesanadministrator Dr. Michael Bredeck im Kontext der Klausurtagung. Als aktuelles Beispiel einer synodalen Erfahrung im Erzbistum sei der Weg zu einem neuen Bild für die territoriale Seelsorge zu nennen. Der Entwurf dazu wurde in zahlreichen Gremien und vielen Veranstaltungen vorgestellt. Dabei konnten die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Reihe von Rückmeldungen sammeln und arbeiten diese nun in die Endfassung des Bildes ein. Auch weitere geplante Veranstaltungen sind synodal konzipiert, etwa im Mai ein Treffen jüngerer Priester und eine Veranstaltung zum Thema Leitung, wo es um neue Leitungsmodelle geht.

Synodalität soll grundlegend verankert werden

Die Männer und Frauen der Führungsebene sammelten in Herstelle aber auch Ideen, wie man das Thema Synodalität im Leben der Diözese grundlegender verankern könne. Es gab zum Beispiel die Idee, derzeitige und künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Führungs- und Leitungsfunktionen eigens zu Haltungen wie ‚Zuhören‘ oder ‚Ermöglichen von Teilhabe‘ zu schulen. Das Team zeigte sich zuversichtlich, dass „das Synodale“, das Zukunftsbild und Zielbild 2030+ in sich trügen, vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen weiter deutlicher hervortreten wird. In den Texten seien ja synodale Haltungen wie Aufeinanderhören, gegenseitiges Vertrauen und das Ermöglichen von Teilhabe schon grundgelegt und auch explizit angesprochen.

„Ich bin wirklich froh, dass die Verantwortlichen der Führungsebene im Erzbistum in diesen Fragen absolut einig sind und das gemeinsam vertreten. So wollen wir auf allen Ebenen Synodalität weiter vorantreiben und konkret werden lassen“, stellte Prälat Thomas Dornseifer, der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators, ein zentrales Fazit der Klausurtagung heraus. Dr. Bredeck brachte es abschließend so auf den Punkt: „Wenn unser kirchliches Leben eine Zukunft haben soll, dann geht das nur im ehrlichen Aufeinander hören und mit größtmöglicher Beteiligung, nur mit großer Wertschätzung und mit viel Respekt voreinander. Das zu vermitteln, ist jetzt unsere Aufgabe.“

Synodalität im Erzbistum Paderborn: So geht es weiter

03.03.2023 Vorbereitung der Synodalversammlung im Bischofsrat

09. bis 11.03.2023 Fünfte und letzte Synodalversammlung

16.03.2023 Gemeinsame Konferenz von Managementteam EGV und Geistlichem Rat mit Domkapitel

22.03.2023 Videokonferenz für das Pastorale Personal und Mitarbeitende

30.03.2023 Gemeinsame Konferenz von Managementteam EGV und Geistlichem Rat

24.04.2023 Ständiger Rat (Deutsche Bischofskonferenz)

29.04.2023 4. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn

02. bis 03.06.2023 Pfingstempfang und Vollversammlung des Diözesankomitees

02. bis 29.10.2023 Synodalversammlung der Weltsynode in Rom

Ein Beitrag von:
Redaktion

Dr. Claudia Nieser

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