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SewCream / Shutterstock.com

Auf dem Weg zur Immobilienstrategie des Erzbistums Paderborn

Wer schon einmal ein Haus aufgeben musste, weiß, welchen materiellen und ideellen Wert Gebäude haben können. Die Eltern sind gestorben, und nun müssen die Kinder das Haus verkaufen, in dem sie aufgewachsen sind. Oder: Die Kinder sind ausgezogen, und nun verkaufen die Eltern das Haus, weil es zu groß geworden ist. Da trennt man sich nicht nur von Steinen und in Geld zu bemessenden Werten. Man trennt sich von einem Teil seines Lebens.

Viele Verantwortliche in den Kirchengemeinden der Pastoralen Räume stehen gerade vor einer ähnlichen Frage wie das Ehepaar, dessen Kinder ausgezogen sind: Brauchen wir das große Haus noch? Übertragen auf kirchliche Immobilien bedeutet das: Können wir es verantworten, alle Immobilien unverändert zu behalten, die sich in unserem Besitz befinden? Wie soll es damit weitergehen?

Die Gestalt der katholischen Kirche als Gemeinschaft von Glaubenden verändert sich

Das sind keine einfachen Fragen, für niemanden. Auch kirchliche Immobilien sind nicht bloße Gebilde aus Stein, auch sie sind für viele wichtiger Bestandteil des Lebens. Jahre- oder jahrzehntelang gingen die verschiedensten Menschen ein und aus und haben die Gebäude mit Leben gefüllt. Zahllose Erinnerungen sind mit ihnen verbunden: die Taufe des Kindes, die eigene Hochzeit, Freundschaft in der Jugendgruppe, das sonntägliche Zusammentreffen, der Gemeindekarneval, das Pfarrfest und vieles mehr.

Dieses bunte Leben in kirchlichen Gebäuden gehört vielerorts der Vergangenheit an; die Gestalt der katholischen Kirche als Gemeinschaft von Glaubenden verändert sich. Die Wirklichkeit sieht oft so aus: Der Betrieb des Pfarrheims läuft auf Sparflamme, im Pfarrhaus wohnt kein Priester mehr, nur eine Handvoll Menschen kommt in die große Kirche zum Gottesdienst. Die Gründe dafür sind bekannt. In der Folge verringert sich auch die Zahl der Engagierten und der Angebote, für die die Gebäude eigentlich da sind.

Daneben gibt es vielerorts noch deutlich motivierte Ehrenamtliche. Auch deren Einsatz ist von den derzeit stattfindenden Veränderungen betroffen. Es entwickeln sich auch neue Initiativen und Gemeinschaften, Einrichtungen der Kirche, die ganz andere Anforderungen an Gebäude haben. Kurz: Die Situation in den Pastoralen Räumen wird in den nächsten Jahren einem fortlaufenden Wandel unterworfen sein. Damit steht der heutige Immobilienbestand der Kirchengemeinden mit seinen derzeitigen Nutzungsmöglichkeiten in einem Missverhältnis zu den zukünftigen Anforderungen.

 „Kirchliche Immobilien sind sichtbare Zeichen für die Präsenz der Kirche in der Gesellschaft und damit missionarische Orte.“
Leitfaden „Die Aufgabe von Gebäuden“ im Erzbistum Paderborn, Seite 16.

Immobilien machen den dafür Verantwortlichen viel Arbeit und Sorgen

„Es ist erkennbar, dass dauerhaft nicht alle heute vorhandenen Immobilien zu halten sind und Umnutzungen bestehender Immobilien notwendig werden.“
Anlage 1 zum Zukunftsbild

Hinzu kommt, dass Immobilien den dafür Verantwortlichen viel Arbeit und Sorgen machen. Die Hilferufe ehrenamtlich Engagierter, dass ihnen die Unterhaltsarbeiten rund um die Immobilien und die Verantwortung über den Kopf wachsen, werden lauter. Man kann die Augen nicht davor verschließen: Die heutige Immobilienausstattung der Kirchengemeinden passt nicht mehr.
Das Haus ist zu groß.

Wie geht es weiter?

Was aktuell geschieht

Aktuell werden die Prozesse und Werkzeuge erarbeitet, die Grundlage sein werden für die Erstellung von konkreten Immobilienkonzepten vor Ort. In diesem Zusammenhang werden auch die Abläufe für die Beratungsleistungen und Antragstellung entwickelt. Im Moment ist daher noch keine Beantragung oder Beratung zu Immobilienkonzepten möglich.

Bis Frühjahr 2022

Bis einschließlich Frühjahr 2022 erfolgt die Beratung und Freigabe in den Gremien, u.a. der entsprechend überarbeiteten Förderrichtlinien.

Juli 2022

Inkraftsetzen und Start der Beratung in den Pastoralen Räumen und Pfarreien.

Weitere detailliertere Informationen zum Zeitplan sowie zur Anmeldung für die Beratungsprozesse werden Sie künftig auf dieser Webseite finden, die wir fortlaufend und transparent aktualisieren.

Kontakt

Haben Sie zwischenzeitlich weitere Fragen? - Wenden Sie sich gerne an die Projektgruppe Immobilienstrategie:
 
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generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0
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