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Kulturwandel Blog
26. März 2024
Paderborn

Von Zukunfts-Zuversicht und Hoffnungs-Perspektiven

Blog-Beitrag von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz

Knapp zwei Wochen ist es her, seit ich mein Amt als neuer Paderborner Erzbischof angetreten habe. Es war ein wundervoller Tag mit vielen bleibenden Eindrücken und noch mehr beeindruckenden Menschen. All jenen, die den Tag vorbereitet haben, die in Paderborn oder bei den Übertragungen mitgefeiert oder für mich gebetet haben, sage ich von Herzen „Danke!“ Ich gebe zu: Rational begreifen kann ich das alles eigentlich noch nicht. Noch zu Beginn der Adventszeit hätte ich nicht erwartet, dass ich heute Erzbischof der Ortskirche von Paderborn sein würde. Doch dann kam dieser Tag im Dezember, als es galt, eine Entscheidung zu treffen – eine echte Lebensentscheidung, die meinen bisherigen Alltag grundlegend umgekrempelt hat.

Erzbischof für alle Menschen sein

Nun bin ich also hier. Und ich kann sagen: Ich stehe hinter dieser Entscheidung fürs Leben, die mich zu Ihnen ins Erzbistum Paderborn geführt hat. Ich spreche sehr bewusst vom Erzbistum. Natürlich gründet mein Amt auf dem Bischofsstuhl im Hohen Dom – das hat die Amtseinführung ja sichtbar gemacht. Aber der Dom ist die Kathedralkirche des gesamten Erzbistums, der Erzbischof soll Hirte für die gesamte Ortskirche sein. Für dieses Erzbistum, für alle Menschen, die hier leben, will ich Erzbischof sein.

 

Meine Besuche in allen Dekanaten in den Sommermonaten werden dafür nur ein Anfang sein. Vorher freue ich mich Ende April auf viele Begegnungen beim Zukunftskonvent in Werl. Ich habe als Erzbischof mein Amt angenommen, um in Austausch und Beziehung zu treten. Ich bin ins Erzbistum Paderborn gekommen, um zuzuhören. Ich bin gekommen, um zu lernen und kennenzulernen. Ich bin gekommen, um Ihre Wege mitzugehen.

Gott vertrauen

Ich könnte meinen Dienst für das Erzbistum Paderborn nicht tun, wenn ich mich nicht selbst begleitet wüsste von Gott. Ich habe Gott in meinem bisherigen Leben so erfahren, dass er immer neue Perspektiven schenkt oder Hoffnungs-Horizonte manchmal auch ganz unerwartet öffnet. Manchmal hat Gott mich auch vor Herausforderungen gestellt, von denen ich zunächst nicht wusste, ob ich ihnen wirklich in aller Konsequenz gewachsen bin – so ging es mir im vergangenen Dezember. Aber Teil meiner Entscheidung war auch, Vertrauen zu Gott zu haben: Vertrauen darauf, dass Gott mitwirkt. Darauf zu vertrauen, dass dieser Weg für mich im Erzbistum Paderborn eine neue Chance ist: in einem großen Flächenbistum, an vielen verschiedenen Orten, mit vielfältigen Menschen die Zukunft von Kirche zu gestalten.

 

In diesen Gedankengang fügt sich für mich das Kirchenlied „Vertraut den neuen Wegen“ von Klaus Peter Hertzsch wunderbar ein. Insbesondere die dritte Strophe rührt mich in unserer aktuellen Situation des Aufbruchs an: „Vertraut den neuen Wegen, / auf die uns Gott gesandt! / Er selbst kommt uns entgegen. / Die Zukunft ist sein Land. / Wer aufbricht, der kann hoffen / in Zeit und Ewigkeit. / Die Tore stehen offen. / Das Land ist hell und weit.“

 

Mit diesen Liedversen im Rücken dürfen wir – trotz aller Herausforderungen – gemeinsame Zukunfts-Zuversicht haben. Insbesondere mit der größten Hoffnungs-Perspektive, die uns als Christinnen und Christen geschenkt ist: Gott hat uns zum Leben und zur Hoffnung berufen, durch alles Dunkel und sogar durch den Tod hindurch. Diese hoffnungsvolle Blickrichtung will ich gemeinsam mit Ihnen immer wieder einnehmen – zum Osterfest und auf unserem gemeinsamen Weg im Erzbistum Paderborn.

 

Ihr
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz

Der Erzbischof soll Hirte für die gesamte Ortskirche sein. Für dieses Erzbistum, für alle Menschen, die hier leben, will ich Erzbischof sein.

Ich habe als Erzbischof mein Amt angenommen, um in Austausch und Beziehung zu treten. Ich bin ins Erzbistum Paderborn gekommen, um zuzuhören. Ich bin gekommen, um zu lernen und kennenzulernen. Ich bin gekommen, um Ihre Wege mitzugehen.

 

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz

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