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Synodaler Prozess: Eine Frage nach dem Stil des Kirche-Seins

Andrea Jansen, im Erzbistum Paderborn Koordinatorin für den Synodalen Prozess der Weltkirche, informierte im Diözesanpastoralrat
© NicoElNino / shutterstock.com
News
01. Dezember 2021

Synodaler Prozess: Eine Frage nach dem Stil des Kirche-Seins

Andrea Jansen, im Erzbistum Paderborn Koordinatorin für den Synodalen Prozess der Weltkirche, informierte im Diözesanpastoralrat

Am 9. und 10. Oktober 2021 hat Papst Franziskus in Rom den synodalen Prozess der Weltkirche eröffnet. Alle Gläubigen sind eingeladen, sich zu beteiligen – zunächst innerhalb ihrer jeweiligen Diözesen. Wie man sich im Erzbistum am Prozess beteiligen kann und was in den kommenden Monaten geplant ist, darüber informierte Andrea Jansen auf der jüngsten Sitzung des Diözesanpastoralrates. Seit Kurzem ist Jansen Koordinatorin für den Prozess im Erzbistum.

Die Leiterin der Abteilung „Pastoral in verschiedenen Lebensbereichen“ im Generalvikariat verwies auf die Internetseite, mit der das Erzbistum über den synodalen Prozess der Weltkirche informiere. „Dort haben wir ein Feedbackformular zur Verfügung gestellt, mit dem man zu den von Papst Franziskus aufgerufenen zehn Themen Stellung nehmen kann“, erklärte sie. „Alle können das Formular nutzen.“

„Gemeinschaft – Teilhabe – Sendung“

Die Themen drehten sich um die Schlagworte „Gemeinschaft – Teilhabe – Sendung“, mit denen der synodale Prozess überschrieben sei. „Der Papst will von den Teilnehmenden zum Beispiel erfahren, wie sie die Fähigkeit des Zuhörens, den kommunikativen Stil oder die Bedeutung von Gebet und Liturgie in der Kirche erleben“, so Andrea Jansen. „Auch der Dialog mit der Gesellschaft, Ökumene oder die Ausübung von Autorität sind wichtige Themen.“ Dankbar sei sie dafür, dass eine Initiative im Bistum Münster die zehn Thesen in leichte Sprache übersetzt habe. Auch diese Version stehe auf der Seite des Erzbistums zur Verfügung.

„Wir sammeln die eingehenden Statements bis zum 28. Februar 2022. Dann erstellen wir aus ihnen ein etwa zehnseitiges Papier, das bis zum 6. Mai an die Deutsche Bischofskonferenz geschickt wird“, so Andrea Jansen zu dem weiteren Vorgehen. „Die DBK macht aus allen Rückmeldungen der Diözesen wieder eine zehnseitige Zusammenfassung. Diese wird spätestens bis zum 15. August an das Generalsekretariat der Bischofssynode weiter geleitet.“

„Jede Rückmeldung ist wertvoll für uns.“

Mit dem Thema „Synodaler Prozess“ beschäftigt sich Andrea Jansen übrigens nicht allein. Inzwischen hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die gemeinsam mit ihr die Statements sichtet und die Zusammenfassung für die DBK erstellt. „Darin sitzen Kolleginnen und Kollegen aus dem Diözesan-Caritasverband, dem Priesterrat sowie aus den Bereichen Schule und Hochschule, Kommunikation, Kindertageseinrichtungen und Orden im Generalvikariat“, so Andrea Jansen. „Sie sind zugleich auch Multiplikatoren, um in ihrem Arbeitsumfeld für eine breite Beteiligung am synodalen Prozess zu werben.“

Mehrere Gruppen im Erzbistum seien auch gezielt angesprochen worden, über das Feedbackformular ein Statement abzugeben. Andrea Jansen nannte hier die scheidenden Pfarrgemeinderäte, deren Legislaturperiode gerade zu Ende gehe, die Leiter der Pastoralen Räume, die muttersprachlichen Gemeinden sowie alle Seelsorgerinnen und Seelsorger, die sich gerade in Ausbildung befänden. Auch in den Weihnachtsbriefen von Erzbischof Hans-Josef Becker an die pastoralen Berufsgruppen werde darüber informiert. „Zur Beteiligung eingeladen sind aber alle Menschen“, betonte Andrea Jansen. „Jede Rückmeldung ist wertvoll für uns.“

Andrea Jansen lud die Mitglieder des Diözesanpastoralrates herzlich dazu ein, in ihren jeweiligen Strukturen für ein Mitwirken am Synodalen Prozess zu werben. „Das Erzbistum soll im weltweiten Prozess seine Stimme erheben“, sagte sie. Es sei im Übrigen nicht notwendig, alle Fragen des Feedbackformulars zu beantworten. Das könne jede und jeder für sich selbst entscheiden. „Wir wünschen uns übrigens auch ausdrücklich eine Beteiligung von Gruppen, die nicht zum ‚inneren Kern‘ der Kirche gehören.“

Feedbacks sind auch für Diözesanen Weg 2030+ wichtig

Auch Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Pastorale Dienste, warb um eine möglichst intensive Beschäftigung mit den von Papst Franziskus aufgeworfenen Themen. „Es geht hier um den Stil, wie wir Kirche sein wollen, um unsere Kultur. Das ist auch jenseits des Papiers, das wir an die DBK schicken, von größter Bedeutung. Die Beschäftigung damit darf nicht enden, wenn wir dieses Papier abgeschickt haben. Vor allem die neu gewählten Gremien, Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, sind gut beraten, sich damit auseinanderzusetzen.“ Die Feedbacks seien auch für den Diözesanen Weg 2030+ des Erzbistums wichtig: „Wir werden sie an der passenden Stelle einbringen“.

Zum Abschluss der Beratungen des Diözesanpastoralrates kündigte Andrea Jansen an, die zehnseitige Zusammenfassung der Statements öffentlich zu machen. „Außerdem wollen wir denjenigen, die das Feedbackformular genutzt haben, eine Rückmeldung geben, was mit ihren Angaben passiert.“

Ein Beitrag von:
Redaktion

Dr. Claudia Nieser

 
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