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© Felix Lipov/Shutterstock
News
29. Januar 2024

Interessiert mich die Bohne

Misereor-Fastenaktion 2024 - Informationen, Materialien, Ansprechpersonen

Bei der diesjährigen Fastenaktion des Hilfswerks Misereor dreht sich alles rund ums Thema „Bohne“.  Die Fastenzeit, also die Zeit von Aschermittwoch bis zur Osternacht, soll dazu einladen, gemeinsam zu handeln und sich mit Aktionen und Spenden gegen globale Ungerechtigkeit und die Zerstörung der Schöpfung einzusetzen.

Die Fastenaktion steht jährlich unter einem anderen Leitwort und rückt damit ein Land des globalen Südens und ausgewählte Projektpartner Misereors in den Fokus. Unter dem Leitwort „Interessiert mich die Bohne“ steht in diesem Jahr Kolumbien mit dem Thema Ernährung ganz im Fokus der Fastenaktion. Mit diesem Leitwort lädt Misereor dazu ein, genauer hinzuschauen, indem es das Sprichwort „Interessiert mich nicht die Bohne“ aufgreift und verändert. Aus der Negativformulierung wird:

Interessiert mich die Bohne

Die Bohne ist wichtig. Auch, wenn sie noch so klein und leicht zu übersehen ist. Denn eine Bohne bedeutet Nahrung. Bedeutet Wachstum. Bedeutet Zukunft.

Die Bohne ist als eines der wichtigsten Nahrungsmittel Kolumbiens bekannt – und das gleich in zweierlei Hinsicht: als Kaffeebohne und als Lebensmittel. Die Herkunft des Sprichwortes „nicht die Bohne“ rührt daher, dass eine einzelne Bohne nicht von Belang ist. Schließlich braucht es eine Vielzahl von Bohnen, um ein Gericht zu kochen. Misereor hingegen geht es um die einzelne Bohne, jeden einzelnen Menschen. Gemeinsam mit den Projektpartnerinnen und Projektpartnern will Misereor die lokale Bevölkerung Kolumbiens stärken und Ernährungssouveränität ermöglichen. Der Projektpartner Landpastoral der Diözese Pasto setzt sich durch Stärkung der Gemeinschaft und alternative Anbaumethoden für die Verbesserung der Lebensbedingungen kleinbäuerlicher Familien ein.

Eine gute Ernährung für alle braucht Vielfalt vom Acker bis auf den Teller und eine gerechtere Verteilung. Deshalb geht es bei der Fastenaktion darum, das Bewusstsein für den Wert der landwirtschaftlich erzeugten Lebensmittel und eine gesunde Ernährung zu schärfen. Dazu gehört auch die Agrar-Produktion und den eigenen Konsum in Deutschland zu hinterfragen.

Liturgie zum Thema

Wer die Liturgie in der Fastenzeit mit Inhalten der Fastenaktion gestalten möchte, findet eine Vielfalt an fertig ausgestalteten Inhalten auf der Misereor-Sonderseite. Dort finden sich Gottesdienste, Lieder, Gebete oder Fürbitten, die vollständig oder in Teilen verwendet werden können.

Liturgie zur Fastenaktion

Zu Gast aus Kolumbien

Jedes Jahr lädt Misereor zur Fastenaktion zudem Gäste aus dem Partnerland nach Deutschland ein. Diese besuchen Gemeinden, Gruppen oder Schulen. Zur Fastenaktion 2024 sind vom 14. Februar bis zum 30. März Gäste aus Kolumbien aus dem Projekt Landpastoral der Diözese Pasto eingeladen worden.

Lisandro Rafael Jurado Díaz

Zu Gast im Erzbistum Paderborn wird vom 24. bis zum 27. Februar Lisandro Rafael Jurado Díaz, Koordinator der Landpastoral in Pasto, sein. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Rafael Jurado bei der Sozialpastoral. Aktuell koordiniert er den Programmbereich der Landpastoral, hat ein Diplom im Bereich Organisationsentwicklung für ein gutes Leben und ist Spezialist für pastorale Planung, kirchliche Soziallehre, Menschenrechte, Konflikttransformation, psychosoziale Unterstützung und regionale Nachhaltigkeit mit dem Schwerpunkt auf der Erstellung sogenannter „Lebenspläne“ (Planes de vida).

Die Arbeit der Landpastoral setzt sich dafür ein, dass die Bäuerinnen und Bauern ein Bewusstsein für ihre Rechte, für gesunde Ernährung und klimafreundlichen Anbau erlernen.

Im Erzbistum wird Rafael Jurado daher die Solidarische Landwirtschaft in Scharmede und die Landvolkshochschule in Hardehausen als landpastorales Zentrum besuchen.

Weitere Gäste und Projektpartner

Materialien für die Schule

Auch für die Schule und den Unterricht ist die Misereor-Fastenaktion ein wichtiges Thema. Daher bietet das Hilfswerk kostenlose Unterrichtsvorlagen und Stundenvorschläge an, die Kinder und Jugendliche motivieren, sich für eine gerechte Welt zu engagieren.

Unterrichtsvorlagen

Das Misereor-Hungertuch 2023/2024

Das Hungertuch für die Misereor-Fastenaktionen gestaltete in diesem Jahr der Künstler Emeka Udemba. Er widmet sich dem Thema Schöpfung und damit der Klimaveränderung als zentraler Frage des Überlebens auf der Erde. Udembas farbenstarkes Bild ist als Collage aus vielen Schichten ausgerissener Zeitungsschnipsel, Kleber und Acryl aufgebaut: Nachrichten, Infos, Fakten, Fakes – Schicht um Schicht reißt und klebt der Künstler diese Fragmente und komponiert aus ihnen etwas Neues. Er versucht damit einen tieferen Einblick in die Art und Weise zu gewinnen, wie wir Menschen miteinander kommunizieren, wie wir über uns selbst und die Schöpfung sprechen, wie wir mitteilen, was für uns unantastbar oder heilig ist.

Doch was ist ein Hungertuch überhaupt? Hier erfahren Sie alles über Ursprung und Bedeutung dieses alten Fastenbrauchs.

Das Hungertuch – Fasten mit den Augen

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Eröffnung der Fastenaktion in Ludwigshafen

Das Bistum Speyer und Misereor eröffnen am 18. Februar 2024 die Fastenaktion. Dazu wird um 10 Uhr ein Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Ludwig in Ludwigshafen gefeiert, der live in der ARD gesendet wird. Hauptzelebrant ist der Speyrer Bischof Karl-Heinz Wiesemann.

Programmübersicht der ARD

Ansprechpartnerin aus dem Team Weltkirche

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Porträt Nathalie Pieper

Nathalie Pieper

Team Weltkirche - Fachstelle für globale Gerechtigkeit und interkulturelle Begegnung

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