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© Vadim Georgiev / Shutterstock.com

Gute Ideen sollen an Geld nicht scheitern

Beim Online-Forum in der Reihe „Kultur im Wandel“ erhielten die Teilnehmenden umfassende Informationen zum Fonds „Neue Projekte zur Umsetzung des Zukunftsbildes und Zielbildes 2030+“

Finanzielle Fördermöglichkeiten des Erzbistums standen im Mittelpunkt des jüngsten Online-Forums in der Reihe „Kultur im Wandel“. In der vom Bildungs- und Tagungshaus Liborianum am 27. Mai angebotenen Veranstaltung stand der Fonds „Neue Projekte zur Umsetzung des Zukunftsbildes und des Zielbildes 2030+“ im Mittelpunkt. Dieser unterstützt gute und innovative Ideen mit Fördermitteln von bis zu 50.000 Euro. „Gute Ideen sollen nicht am Geld scheitern“, sagte Moderatorin Dr. Katharina Lammers, Referentin im Prozessteam 2030+, zu Beginn des Abends.

Neue Impulse für Pastorale Räume und Einrichtungen

„Wir wollen die Menschen ermutigen, sich mit ihren Ideen vorzuwagen, um so neue Impulse für den eigenen Pastoralen Raum oder die eigene Einrichtung zu setzen“, erklärte Tobias Heinrich, im Erzbistum tätig als Referent für Pastorale Planung und Entwicklung und Mitglied im Vergabeausschuss des Fonds. Begrüßt würden alle Ideen, die auf die eine oder andere Weise neue Akzente setzten und vielleicht sogar eine ganz neue Sichtweise auf Glauben und Kirche in der heutigen Zeit bieten würden, so Heinrich.

„Die Menschen zu informieren und zu inspirieren“, dafür sei der Veranstaltungsabend gedacht, und dementsprechend bekamen die Teilnehmenden zunächst einen umfassenden Überblick über die Intentionen und die Rahmenbedingungen des Fonds. Zugrunde liegen dem Förderangebot das Zielbild 2030+ sowie das Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn. Die Förderdauer ist angelegt auf drei Jahre, es besteht aber die Möglichkeit bei besonders gelungenen Projekten eine Folgeförderung als „Pastoraler Ort“ oder „Pastorale Gelegenheit“ zu beantragen, mit entsprechend höherer Fördersumme und dann angelegt auf maximal fünf Jahre. Gefördert werden unter anderem Projekte, die „in der Alltagspraxis der Pastoralen Räume neue und wirksame Formen und Wege des Kirchenseins aufzeigen und differenzierte Zugänge zum Glauben ermöglichen“, sowie die „vorrangig von den Lebens- und Glaubensthemen sowie den Bedürfnissen der Menschen in ihren jeweiligen Sozialräumen her gedacht werden.“

Vier Handlungsfelder zur Orientierung

Für alle, die sich mit ihrem Projekt um Fördermittel bewerben wollen, bieten vier konkrete Handlungsfelder eine entsprechende Orientierung:

  • Lernen aus der Taufbedeutung zu leben
  • Engagement aus Berufung
  • Missionarische Kirche sein. Pastorale Orte und Gelegenheiten
  • Caritas und Weltverantwortung. Diakonisch handeln

Der Vergabeausschuss entscheidet dann final, ob das eingereichte Projekt gefördert wird.

Beispiele für erfolgreiche Projekte

Um allen Interessierten einen praktischen Eindruck zu geben, stellte Andrea Keinath aus dem Labor E, ebenfalls Mitglied im Vergabeausschuss, eine Reihe bereits geförderter und erfolgreich etablierter Projekte und Ideen vor.

Ein gelungenes Projekt sei der alternative St. Martinszug. Die Idee hierzu entstand während der Corona-Pandemie, als normale Umzüge nicht möglich waren. Bunte Laternen wurden dazu in der Kirche quer durch den Raum unterhalb der Decke aufgehängt, und die Menschen hatten die Möglichkeit mit ausreichend Abstand einem etwas anderen St. Martinsumzug beizuwohnen. Ein anderes gutes Beispiel für eine solche innovative Idee ist die sogenannte Lichterkirche, in der der Kirchenraum besonders stimmungsvoll ausgeleuchtet wird und den Besuchenden Raum für Impulse bietet. „Mittlerweile gibt es zehn bis zwölf solcher Kirchen mit großartiger Resonanz“, freut sich Andrea Keinath.

Zeltkirchen und mehr

Zeltkirchen seien ebenfalls ein gutes Beispiel dafür, wie sich aus anfänglichen Ideen etwas Großes entwickeln kann. Mithilfe des Fonds sei zum Beispiel von einer Gemeinde ein eigenes Zirkuszelt angeschafft worden, in dem besondere Gottesdienste aber auch Workshops und die Firmvorbereitung stattfänden. Die Rollende Kirchenbank als Offenes Gesprächsangebot (alternativ auch als Trauerbank auf dem Friedhof) sei ebenfalls ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kirche durch die Implementierung neuer Projekte die Menschen auf ganz neuen Wegen erreichen könne. Bei solchen Projekten, in denen auch und vor allem in den Städten Präsenz gezeigt werden werde, böten sich zudem „wunderbare Chancen, bisher kirchenferne Menschen zu erreichen und für den Glauben zu begeistern“, ist sich Andrea Keinath sicher.

Gute Ideen lohnen sich

„Die Beispiele zeigen, dass es sich lohnt und man keine Scheu vor der Beantragung von Fördermitteln zur Umsetzung der eigenen Ideen haben muss“, wandte sich Tobias Heinrich zum Abschluss des Abends noch einmal an die Teilnehmenden. Innovation sei wichtig und man solle sich vor der Bewerbung folgende Fragen stellen: Was steckt aus pastoraler Sicht wirklich Neues in meinem Projekt? Hat die Idee schon die nötige Reife, um auch in die Umsetzung zu kommen? „Der Vergabeausschuss steht auch beratend zur Seite und beantwortet alle Fragen, um etwaige Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen“, ermutigt Heinrich die Interessierten, ihre Projektideen einzureichen.

Alle Informationen und Anträge zum Fonds und den entsprechenden Vergabemodi finden Sie hier:

 

Reihe "Kultur im Wandel"

Die Online-Reihe „Kultur im Wandel“ möchte interessierte Menschen in den Austausch bringen und Anregungen zur Umsetzung im eigenen Umfeld bieten. Das nächste Online-Forum findet am 24. Juni 2024, dieses Mal von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr statt.

Der Abend steht unter dem Titel: Familie gelingt – vielfältig!

Die Teilnahme ist kostenfrei. Herzliche Einladung!

Ein Beitrag von:
freie Mitarbeiterin

Anna Petri

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