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Generalvikariat für familienfreundliches Engagement ausgezeichnet

Lisa Kaißer vom Team Personalgewinnung über Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Foto: Jelena Zelen / Shutterstock.com
News
06. Oktober 2021

Generalvikariat für familienfreundliches Engagement ausgezeichnet

Lisa Kaißer vom Team Personalgewinnung über Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 

Als „Familienfreundliches Unternehmen“ zeichnete der Paderborn Landrat Christoph Rüther jetzt 74 Unternehmen und Institutionen aus dem Kreis Paderborn aus. Mit dabei in der Werfthalle am Flughafen Paderborn-Lippstadt war auch das Erzbischöfliche Generalvikariat. Hier ist Lisa Kaißer aus dem Team Personalgewinnung im Bereich Personal und Verwaltung für das Thema Beruf und Familien zuständig.

 

Redaktion

Kürzlich wurde das Erzbischöfliche Generalvikariat mit dem „audit berufundfamilie“ gewürdigt. Jetzt gibt es die Auszeichnung als „Familienfreundliches Unternehmen im Kreis Paderborn“. Macht Sie das stolz?

Lisa Kaißer

Natürlich macht es uns stolz, dass die Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur von unseren eigenen Mitarbeitenden geschätzt werden, sondern unser Angebot auch von externer Seite ausgezeichnet wird. Sowohl die Jury des audits berufundfamilie, als auch die des Kreises Paderborn sind mit Experten und Expertinnen auf dem Gebiet der familienbewussten Personalpolitik besetzt. Wenn unsere Angebote durch diese ausgezeichnet werden, freut uns das sehr und bestätigt uns auf unserem Weg. Zudem zeigt uns die Auszeichnung als Familienfreundliches Unternehmen im Kreis Paderborn, dass wir uns auch in der Region Paderborn nicht vor anderen Unternehmen auf dem Markt verstecken müssen – ganz im Gegenteil!

Redaktion

Was muss das Erzbistum als Dienstgeber dafür tun, um diese Auszeichnung vom Kreis Paderborn für das Generalvikariat zu erhalten?

Lisa Kaißer

Wir haben uns um die Auszeichnung beworben. Egal ob Erst- oder Re-Zertifizierung, das Verfahren ist für alle gleich. Zuerst haben wir in einem Bewerbungsformular alle Angebote der familienfreundlichen Personalpolitik zusammengetragen. Abgefragt wurden zum Beispiel Angebote zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, Information und Kommunikation, Service- und Unterstützungsangebote aber auch Fragen zur Unternehmenskultur oder zur Personal- und Organisationsentwicklung. Im zweiten Schritt wurden wir dann zu einer Unternehmenspräsentation eingeladen. Hier haben wir uns und unsere Angebote der Fachjury nochmals persönlich vorgestellt. Im Rahmen der Rezertifizierung war es dieser besonders wichtig zu erfahren, was sich seit der letzten Auszeichnung im Jahr 2019 konkret verändert und weiterentwickelt hat. Zu guter Letzt durften wir dann die Auszeichnung vom Landrat entgegennehmen.

Redaktion

Manchen Siegeln oder Auszeichnungen sagt man nach, sie seien mehr Schein als Sein. Ist das Generalvikariat wirklich so familienfreundlich?

Lisa Kaißer

Das kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Uns wird es immer dann ganz besonders deutlich, wenn man im Rahmen eines Auszeichnungsprozesses alle Angebote komprimiert zusammenfasst. Da kommt schon einiges zusammen. Vieles davon ist mittlerweile so fest implementiert, dass unsere Mitarbeitenden es als selbstverständlich ansehen können. Das ist natürlich gut, denn das war unserer Ziel, als wir uns 2008 das erste Mal haben zertifizieren lassen. Die regelmäßige Auseinandersetzung mit der Thematik, die Vernetzung mit anderen Institutionen und Unternehmen, aber insbesondere auch das Feedback der Jury zeigen uns jedoch auch, dass die Angebote eben nicht selbstverständlich sind, sondern wir uns dadurch von anderen Arbeitgebern abheben.

Seit letztem Jahr gibt es ja auch die Broschüre „Ein Erzbistum. Viele Benefits.“, in der wir für alle unsere Mitarbeitenden das Angebot nochmals zusammengefasst haben.

© Timo Gliem
Redaktion

Wie ist das mit den Mitarbeitenden in der Fläche des Erzbistums, beispielsweise in den Einrichtungen oder Pastoralen Räumen? Profitieren diese auch?

Lisa Kaißer

Uns ist es wichtig, dass alle Mitarbeitenden von unseren Angeboten profitieren können und nicht nur die im Schatten den Domes. Vor kurzem wurde im wir.desk die Gruppe OLAW eingerichtet, in der wir hilfreiche Informationen zu ganz verschiedenen Themen bereitstellen – unter anderem auch zu den Angeboten im Rahmen von Beruf und Familie. Wir hoffen, dass wir über diesen Informationskanal auch unsere Mitarbeitenden in der Fläche erreichen können.

Redaktion

An wen können sich Mitarbeitende wenden, wenn Sie Vorschläge für noch mehr Familienfreundlichkeit haben?

Lisa Kaißer

Für Vorschläge und kreative Ideen sind wir immer dankbar. Als Themenverantwortliche für Beruf und Familie bin ich jederzeit ansprechbar und freue mich über den Austausch.

Redaktion

Wie werden Führungskräfte für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sensibilisiert?

Lisa Kaißer

Das Thema Beruf und Familie findet sich an vielerlei Stellen wieder. Zum Beispiel in verschiedenen Führungskräfte-Seminaren. Außerdem hat das Thema Vereinbarkeit einen festen Platz im jährlichen Mitarbeitergespräch.

Redaktion

Wird in Bewerbungsgesprächen das Thema angesprochen?

Lisa Kaißer

Ja, von beiden Seiten. Als Dienstgeber informieren wir Bewerberinnen und Bewerber über unsere Angebote und geben ihnen auch immer die bereits genannte Broschüre „Ein Erzbistum. Viele Benefits.“ mit. Aber viele sprechen unsere Familienfreundlichkeit auch proaktiv an. Entweder bereits im Rahmen ihrer Motivation zur Bewerbung oder wenn wir über vertragliche Rahmenbedingungen sprechen. Bewerberinnen und Bewerbern ist es sehr wichtig, Beruf und Familie gut unter einen Hut zu bekommen. Sie wählen bewusst aus, wer als potenzieller Arbeitgeber in Betracht kommt. Das zeigt uns, dass es sich gelohnt hat, Arbeit in die Zertifizierungen zu stecken – wir werden auch von Externen als familienfreundlicher Arbeitgeber wahrgenommen und geschätzt.

Redaktion

Sind Sie mit dem Ist-Stand zufrieden oder gibt es schon Planungen, wie an der Familienfreundlichkeit weitergearbeitet werden soll?

Lisa Kaißer

Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir schon erreicht haben. Das ist aber kein Grund, sich darauf auszuruhen. Die Gesellschaft und die Anforderungen entwickeln sich stetig weiter – da dürfen wir Trends und Bedürfnisse nicht ignorieren oder verschlafen. Wir arbeiten weiter strategisch daran, unsere Angebote kontinuierlich auszubauen und zu optimieren. Die Corona-Pandemie hat uns beispielsweise deutlich gemacht, dass das bisherige Modell der alternierenden Telearbeit nicht mehr zeitgemäß ist und wir arbeiten hier bereits an einem moderneren Modell. Ein weiteres Thema, an dem wir in den nächsten Jahren verstärkt arbeiten werden, ist die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen sowie das Thema der Frauenförderung, insbesondere mit Blick auf Führungspositionen.

Redaktion

Vielen Dank für das Gespräch.

Ein Beitrag von:
Redaktionsleiter

Dirk Lankowski

 
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