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© Sabrina Voss / Erzbistum Paderborn
News
10. März 2024
Paderborn

Erzbischof setzt auf Leitungskultur des gemeinsamen Verantwortens

Fragen und Antworten zur neuen Bistumsleitung und den veränderten Gremien- und Kommunikationsstrukturen

In einer seiner ersten Amtshandlungen hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zwei Generalvikare ernannt. Prälat Thomas Dornseifer und Monsignore Dr. Michael Bredeck sind ab sofort Stellvertreter des Erzbischofs von Paderborn in allen Verwaltungsaufgaben. Fragen und Antworten zu den anstehenden Veränderungen (Stand 10. März 2024) finden Sie hier.

Der Codex des kanonischen Rechtes (CIC, Kirchenrecht) regelt die Ernennung und die Aufgaben eines Generalvikars. In can. 475 § 2 CIC heißt es: „In aller Regel ist nur ein Generalvikar zu ernennen, es sei denn, die Größe der Diözese, die Zahl der Einwohner oder andere pastorale Gründe legen etwas anderes nah.“

Alle bekannten Trends, Entwicklungen oder Prognosen deuten darauf hin, dass in den nächsten Jahren tiefgreifende Transformationen des kirchlichen Lebens bevorstehen, die weit über die bisherigen eher linearen Veränderungsprozesse hinausgehen. Die erforderliche Transformation der Arbeit sowohl in der kirchlichen Verwaltung wie auch in der pastoralen Entwicklung wird so einschneidend und umwälzend sein, dass es in den nächsten Jahren einer intensiven Prozessbegleitung und -steuerung bedarf. Dafür will Erzbischof Bentz mehr Ressourcen zur Verfügung stellen. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist Erzbischof Bentz das „gemeinsame Verantworten“, so dass er auch in der Leitung der Diözesanverwaltung eine Doppelspitze einsetzt.

Der Erzbischof leitet das Erzbistum und trägt die Gesamtverantwortung für die Kirche von Paderborn. Ihm obliegt die strategische und inhaltliche Ausrichtung von Pastoral und Verwaltung („Richtlinienkompetenz“).

Die Generalvikare sind verantwortlich für das Erzbischöfliche Generalvikariat und damit für die Verwaltung des Erzbistums. Sie arbeiten mit an den Strategien für die Pastoral und die kirchliche Verwaltung im Erzbistum. Sie bereiten mit den Bereichen und Abteilungen des Generalvikariates die Strategieentwicklung vor, steuern und koordinieren das Tagesgeschäft. Die Generalvikare stellen die bereichsübergreifende Zusammenarbeit, die Steuerung des Transformationsprozesses, die Operationalisierung des Zielbildes, der strategischen Ziele und deren Umsetzung sicher.

Jedem der beiden Generalvikare steht kraft Amtes gemäß can. 479 § 1 CIC in der ganzen Erzdiözese die dem Generalvikar zukommende Exekutivgewalt (potestas ordinaria vicaria exsecutiva) in vollem Umfang zu. Hinzu kommen die Sondervollmachten, soweit sie vom Erzbischof mitübertragen werden (can. 134 § 3 CIC). Jeder Generalvikar ist in vollem Umfang Ortsordinarius (can. 134 § 1 CIC) und zur rechtsgeschäftlichen Vertretung der Erzdiözese befugt. Im Innenverhältnis erfolgt eine Geschäftsverteilung, die von den Generalvikaren einvernehmlich festgelegt wird und der Zustimmung des Erzbischofs bedarf. Grundlage ist die Unterscheidung der beiden Arbeitsfelder Dienste und Ressourcen. Im Innenverhältnis üben die beiden Generalvikare ihre Leitungsbefugnis, abgesehen vom Vertretungsfall, nur in ihrem Zuständigkeitsbereich aus. Sie stimmen sich regelmäßig untereinander und mit dem Erzbischof ab.

Dr. Michael Bredeck wird als Generalvikar das Arbeitsfeld Dienste verantworten. Dazu gehören im Generalvikariat die Bereiche Pastorales Personal, Pastorale Dienste, Caritatives und Soziales (Diözesan-Caritasverband), Schule und Hochschule sowie die Abteilungen Kommunikation und Entwicklung und das Diözesanmuseum. Generalvikar Dr. Bredeck wird Leiter des Managementteams Dienste und leitet bzw. wirkt in folgenden Gremien mit: Medienrunde, Interventionsstab, Beratungsgruppe Bistumsentwicklung, Personalkonferenz, Führungskräftetagung, Priesterfortbildungskonferenz, Versetzungs- und Einsatzkonferenzen. Darüber hinaus ist er beratender Teilnehmer im Diözesanvermögensverwaltungsrat (DVVR) und im Kirchensteuerrat. Von Amts wegen gehört er dem Priesterrat, dem Diözesanpastoralrat, dem Diakonenrat und der Dechantenkonferenz an. Er nimmt die Funktion des Dienstgebers für das Pastorale Personal wahr.

Thomas Dornseifer wird als Generalvikar das Arbeitsfeld Ressourcen verantworten. Dazu gehören im Generalvikariat die Bereiche IT und Datensicherheit, Recht, Bauen, Personal und Verwaltung sowie Finanzen. Ihm zugeordnet sind die Teams Revision, Intervention, Prävention und Beschwerdemanagement sowie künftig das Erzbistumsarchiv und der Tax Compliance Manager. Generalvikar Dornseifer wird Leiter des Managementteams Ressourcen und leitet bzw. wirkt in folgenden Gremien mit: Interventionsstab, Personalkonferenz und Führungskräftetagung. Er übernimmt als Generalvikar den Vorsitz des Kuratoriums des Erzbischöflichen Stuhls. Außerdem ist er beratendes Mitglied im Diözesanvermögensverwaltungsrat (DVVR) und im Kirchensteuerrat. Von Amts wegen gehört er dem Priesterrat, dem Diözesanpastoralrat, dem Diakonenrat und der Dechantenkonferenz an. Er nimmt die Dienstgeberfunktion für das sonstige Personal wahr.

Der Erzbischof hat sich bewusst dafür entschieden, Dr. Michael Bredeck und Thomas Dornseifer mit der Leitung des Erzbischöflichen Generalvikariats zu betrauen, weil sie das Erzbistum während der Sedisvakanz übergangsweise geleitet und in der Vergangenheit in vielfältiger Weise Verantwortung für das Erzbistum übernommen haben. Erzbischof Dr. Bentz hat dafür viele positive Rückmeldungen erhalten. Die Förderung von Frauen in kirchlichen Diensten und Leitungspositionen ist ihm ein wichtiges Anliegen und er setzt auf eine Leitungskultur des gemeinsamen Verantwortens. In der Diözese Mainz hat Erzbischof Bentz zuvor als Generalvikar gewirkt und dort gemeinsam mit einer Bevollmächtigten, Ordinariatsdirektorin Stephanie Rieth, die Diözesanverwaltung geleitet und verantwortet. Er hatte die Idee zu diesem Amt und seine Entwicklung vorangetrieben. Mit den Bereichsleiterinnen Carmen Matery-Meding (Bauen) und Esther van Bebber (Diözesan-Caritasverband) sowie der Kommunikationsleiterin Heike Meyer sind in der jetzigen erweiterten Bistumsleitung im Erzbistum Paderborn drei Frauen vertreten. Ebenso ist mit Dr. Annegret Meyer eine Frau in der Prozessleitung für den „Diözesanen Weg 2030+“.

Neben dem fortbestehenden Bischofsrat wird es künftig eine wöchentliche Konferenz des Erzbischofs und der beiden Generalvikare geben, um sich gegenseitig zu informieren, Inhalte, Strategien und Themen weiterzuentwickeln und operative Fragen abzustimmen. Des Weiteren wird es monatlich eine „Konferenz der Bistumsleitung“ geben. Hier treffen sich der Erzbischof, die Generalvikare, die Weihbischöfe, der koordinierende Leiter Generalvikar, die Bereichsleitungen, die Abteilungsleitung Kommunikation und der Referent des Erzbischofs zur Beratung grundsätzlicher strategischer Fragen und übergreifender Themen. Das bisherige Managementteam des Erzbischöflichen Generalvikariates tritt nur noch im Bedarfsfall zusammen, wenn es um die Klärung grundsätzlicher operativer Fragen geht, die das Generalvikariat insgesamt betreffen. Die bisherigen Managementteams Dienste und Ressourcen bleiben in ihrem Zweiwochenrhythmus erhalten und werden in ihrer Entscheidungsverantwortung für das operationale Tagesgeschäft gestärkt. Dazu werden sie künftig direkt von Generalvikar Dr. Bredeck (Managementteam Dienste) und Generalvikar Dornseifer (Ressourcen) geleitet. Die Umsetzung der Veränderungen erfolgt sukzessiv in den kommenden Wochen und Monaten.

Die Bistumsleitung möchte auch ein äußeres Zeichen für die notwendigen Veränderungen einerseits und für das Modell der geteilten Verantwortung andererseits setzen. Sie möchte mehr Ressourcen für den anstehenden Prozess der Kirchenverwaltung der Zukunft einerseits und für die Entwicklung übergreifender pastoraler Zukunftskonzepte andererseits bereitstellen. Sie erhofft sich eine konsequente Weiterverfolgung von Absprachen und Vereinbarungen und damit eine Erhöhung der Umsetzungsgeschwindigkeit. Sie will die übergreifende Zusammenarbeit weiter fördern, um den Anforderungen gemeinsam und abgestimmt zu begegnen. Die getroffenen Vereinbarungen sollen konsequent weiterverfolgt werden.

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