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12
November
2019
12.November.2019

Belastungen Stand halten

Warum auch kleine Situationen belastend sein können – Gesundheitstag 2019

Haushalt, Job und Kindererziehung – für manche Menschen nur eine Frage der Organisation, andere empfinden es als tägliche Belastung Job und Familie unter einen Hut zu bekommen. Diejenigen, die Beruf und Familie gut vereinbaren können, spüren aber vielleicht eine immense Belastung, wenn ihr Schreibtisch im Büro nicht perfekt aufgeräumt ist, was anderen Menschen gar nichts ausmacht.

In welchen Situationen Menschen eine Belastung spüren ist sehr individuell und kommt oftmals auf das Zusammenspiel einzelner Situationen an. „Es gibt nicht die eine Situation, die für einen Menschen belastend ist, und wenn sich diese Situation ändert, ändert sich das gesamte Leben“, verdeutlicht Nicola Spilker, Diplom-Pädagogin und Systemischer Coach. „Es ist meist die Kombination einzelner Situationen, die auf Menschen belastend wirkt.“ Spilker hat auf dem Gesundheitstag des Erzbistums Paderborn zwei Workshops zum Thema „Resilienz in Zeiten der Veränderung“ gegeben und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wertvolle Tipps an die Hand gegeben.

Nicola Spilker
Nicola Spilker, Diplom-Pädagogin und Systemischer Coach.
Nicola Spilker, Diplom-Pädagogin und Systemischer Coach.

Körperliche Beschwerden können eine Folge sein

Wichtig sei es, für sich persönlich herauszufinden, was konkret als störend empfunden wird. Im nächsten Schritt gelte es sich der Ursache bewusst zu werden, aus der diese Empfindung rührt. „Vielmals liegt die Angewohnheit in einer Verhaltensweise, die uns unsere Eltern in der Kindheit mit auf den Weg gegeben haben. Sie sind uns nicht bewusst, aber beeinflussen, wie wir unsere Umwelt bewerten und auf neue Ereignisse reagieren“, erläutert Spilker. Sobald das verankerte Denkmuster bewusst sei, könne man klären, ob der Grund auch heute im Erwachsenenalter noch von Bedeutung sei.

„Es gibt Personen mit einem Hang zum Perfektionismus. Wenn diese an eine neue Aufgabe herangehen, hilft es beispielsweise sich vorzunehmen, am Ende nur mit 80 Prozent zufrieden zu sein.“ Dieser positive Glaubenssatz helfe den Stress und die Belastung, die das Erreichen von 100 Prozent der gesetzten Aufgabe verursachen, zu mindern.

Wer sich zu lange einer psychischen Belastung aussetze, würde über Kurz oder Lang körperliche Beschwerden spüren. „Häufig merken Betroffene erst, dass es so nicht mehr weitergehen kann, wenn der Körper nicht mehr das macht, was der Geist will“, verdeutlicht Nicola Spilker. Ein Tinnitus oder Bandscheibenvorfall seien häufige körperliche Beschwerden. Um es nicht soweit kommen zu lassen, sei es wichtig, sich selbst kennenzulernen und sein Verhalten zu reflektieren. Resilienz ist demnach kein Thema, welches erst in den vergangenen Jahren aufgetreten ist, sondern bereits vor 50 Jahren dagewesen ist. „Die heutige Gesellschaft ist schlicht viel reflektierter und das Thema hat ein Forum bekommen.“

Motiviert nach Hause

Auf dem Gesundheitstag des Erzbistums hat Nicola Spilker in ihren zwei Workshops mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen gearbeitet. „Ich hatte das Gefühl, dass die Teilnehmer mit einem neuen Bewusstsein und individuellen Handlungsimpulsen den Workshop verlassen haben. Ich hoffe, dass sie zukünftig gestärkt in für sie belastenden Situationen agieren können“, resümiert Spilker.

Insgesamt haben über 100 Personen den Gesundheitstag in den Räumen der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung an der Giersmauer besucht. „Die Angebote wurden gut angenommen und ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages. Vor allem die Küche, wo es gesunde und ein wenig außergewöhnliche Snacks gab, war ein beliebter Treffpunkt. Es ging stets betriebsam zu“, berichtet Elisabeth Bannenberg, die den Gesundheitstag federführend vorbereitet hat. „Mein Wunsch ist, dass alle Besucher ein Stück Motivation mit nach Hause genommen haben. Es soll sie dazu veranlassen sich vermehrt um sich selbst zu kümmern und sich öfter einmal etwas Gutes zu tun.“

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