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Erzbischof bittet um Entpflichtung von Aufgaben

Persönliche Erklärung von Erzbischof Hans-Josef Becker zu seiner Bitte an Papst Franziskus um Entpflichtung von seinen Aufgaben

Sehr geehrte Damen und Herren, Schwestern und Brüder, Wegbegleiterinnen und -begleiter, liebe Mitbrüder,

nach Eintritt in mein 75. Lebensjahr habe ich nunmehr Papst Franziskus in einem Brief um die Entpflichtung von meinen Aufgaben als Erzbischof von Paderborn gebeten und hoffe, dass er dieser Bitte stattgibt.

In den vergangenen Monaten habe ich intensiv über diesen Schritt nachgedacht und im Gebet Kraft für diese Entscheidung gesucht. Ich spüre, dass der Zeitpunkt einer verantwortungsvollen Übergabe meines Amtes und der damit verbundenen Aufgaben nun gekommen ist.

„Die großen Aufgaben und Herausforderungen, die unserer Kirche auf ihrem Weg in die Zukunft bevorstehen, sollen von den jüngeren Generationen nicht nur getragen werden. Sie sollen von ihnen auch in Leitungsverantwortung gestaltet werden können.“

Wozu bist du da, Kirche von Paderborn? Meine Amtszeit habe ich der Aufgabe verschrieben, dieser Frage nachzugehen. Dabei habe ich versucht, die verschiedenen Antworten auf diese Frage aufzuspüren. Die Frage, wofür unsere Kirche steht, welche Relevanz sie im Heute besitzt und welche Rolle der Glaube für die Menschen spielen kann, wurde mit den Jahren von Vielen immer dringlicher gestellt. Viele dieser Suchenden brachten sich mit großem Engagement und Ideenreichtum in den auf dieser Grundlage angestoßenen diözesanen Entwicklungsprozess ein. Für diesen nicht immer einfachen, aber stets fruchtbaren und fairen Dialog bin ich sehr dankbar.

„Die Frohe Botschaft muss Bestand haben in einer Phase epochalen Wandels“

Mit unserem Zukunftsbild und dem daraus abgeleiteten Diözesanen Weg 2030+ versuchen wir, für unser Erzbistum die Weichen zu stellen. Im Kern steht unser fortwährender Auftrag, mit unserem Herrn Jesus Christus zu gehen und seine Frohe Botschaft von der Liebe Gottes zu verkünden. Die Frohe Botschaft muss Bestand haben in einer Phase epochalen Wandels. Sie muss die tragende Säule aller Veränderungsprozesse in der Kirche sein. Und sie muss in Zeiten einer Pandemie, eines Kriegs mitten in Europa und des immer deutlicher werdenden Klimawandels mit lauter und kraftvoller Stimme verkündet werden.

Die großen Aufgaben und Herausforderungen, die unserer Kirche auf ihrem Weg in die Zukunft bevorstehen, sollen von den jüngeren Generationen nicht nur getragen werden. Sie sollen von ihnen auch in Leitungsverantwortung gestaltet werden können. Ich bin voller Zuversicht, dass sie auf dem Weg, den die katholische Kirche in Deutschland mit dem Synodalen Weg und unser Erzbistum mit seinem Diözesanen Weg für das nächste Jahrzehnt eingeschlagen haben, mutig vorangehen und unserer Kirche starke Führung geben können. Vieles für diesen Weg ist von meiner Generation geordnet und angelegt. Doch die jüngeren Generationen mögen den Weg nun weiter ausbauen und das pilgernde Volk Gottes mit neuer Kraft, mit Gottvertrauen und Glaubensfreude in die Zukunft führen. Dafür bitte ich um Gottes Hilfe und Seinen reichen Segen.

Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn

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