logocontainer-upper
Wir-Portal
logocontainer-lower
© Claudia Nieser / Erzbistum Paderborn
© Claudia Nieser / Erzbistum Paderborn

Mit Kompetenz und Leidenschaft für Gott und die Menschen

Am Tag der pastoralen Laienberufe machten die Teilnehmenden deutlich, dass sie den Prozess der pastoralen Transformation mittragen – trotz noch offener Fragen und Unsicherheiten

Mit dem Tag der pastoralen Laienberufe endete am Donnerstag eine Reihe von mehreren Veranstaltungen für die verschiedenen pastoralen Berufsgruppen. Ihnen gemeinsam war das Thema: die pastorale Transformation und die Bedeutung dieses Prozesses für das eigene berufliche Engagement. Zuvor hatten bereits der diözesane Priestertag, der Diözesantag der ständigen Diakone sowie das U40-Forum für junge Seelsorgerinnen und Seelsorger stattgefunden.

Zu den rund 180 Teilnehmenden, die in der Aula des Erzbischöflichen Priesterseminars zusammenkamen, zählten Gemeindereferentinnen und -referenten, Pastoralreferentinnen und -referenten sowie pastorale Mitarbeitende, aber auch Frauen und Männer in Ausbildung zu einem pastoralen Laienberuf sowie im Praktikum.

Herz und Bauch brauchen oft länger als der Kopf

Nach einer Übung zu den Themen Umgang mit Unsicherheit und Stärkung im Miteinander wartete ein ausführlicher Informationsblock zur pastoralen Transformation auf die Anwesenden. „Uns war die Botschaft wichtig, dass wir von den Unsicherheiten wissen, die ein solcher Prozess auslösen kann“, sagte Julia Fisching-Wirth aus dem Team Pastorale Laienberufe. „Auch wenn der Kopf es versteht, kommen Herz und Bauch oft nicht so schnell mit.“

Häufig erschwerten persönliche, existentielle Fragen die Möglichkeit, sich inhaltlich auf die Transformation einlassen zu können: Werde ich dann versetzt? Muss ich sogar den Wohnort wechseln? „Hier haben wir deutlich signalisiert, dass niemand gegen seinen Willen versetzt wird, sondern dass wir die Dinge gemeinsam entwickeln“, so Fisching-Wirth. Klar sei aber auch, dass neben den Anliegen der Seelsorgerinnen und Seelsorgern auch die Bedarfe der künftigen Seelsorgeräume sowie der Auftrag, den Kirche zu erfüllen habe, im Blick sein müssten.

Viel Zustimmung zu den Inhalten der Transformation

Der Infoblock zur Transformation umfasste mehrere Inhalte, etwa das Verfahren für die Umschreibung der Seelsorgeräume, künftige Leitungsmodelle, die neuen Stellen für Engagementförderung in jedem Seelsorgeraum oder die künftigen Pastoralteams der Seelsorgeräume (ausführliche Informationen zum Informationsblock im Bericht zum diözesanen Priestertag). Nach jeder Inhaltseinheit hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, mit den Karten grün – gelb – rot ihre Zufriedenheit oder Haltung mit dem vorgestellten Thema zu signalisieren. Die grünen und damit „zufriedenen“ Wortmeldungen überwogen deutlich bei allen Abfragen.

Rückfragen zu unterschiedlichen Themen

Außerdem gab es nach jeder Infoeinheit die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen und Anmerkungen zu machen. Gefragt wurde etwa, ob auch pastoralen Berufsgruppen die Möglichkeit offenstehe, sich auf die neuen Stellen für Engagementförderung zu bewerben. Dies wurde bejaht, Voraussetzung seien jedoch bereits vorhandene Erfahrungen und Kenntnisse in diesem Feld, die sich nicht nur auf die normale Arbeit mit Ehrenamtlichen beschränkten. Entsprechende Fortbildungsmodule seien in Vorbereitung. Eine weitere Frage bezog sich auf die Kategorialseelsorge und ihre künftige Einbindung in die Seelsorgeräume. Hier wurde auf Teilprojekte innerhalb der Programmstruktur der pastoralen Transformation verwiesen, die sich solcher Fragen annehmen würden. Aus dem Kreis der Teilnehmenden kam außerdem die Empfehlung an den Bereich Pastorales Personal, alle Mitarbeitenden in der Pastoral nachdrücklich zum Ausfüllen des angekündigten Fragebogens zu bewegen. Die Fragebögen dienen zur Vorbereitung kommender Personaleinsatzgespräche und geben Mitarbeitenden die Möglichkeit, eine aktuelle Selbsteinschätzung zu formulieren.

Wichtiges auf den Punkt gebracht

Zum Abschluss der Veranstaltung waren alle zu einem Gallery Walk eingeladen, der sie durch mehrere auf Stellwänden präsentierte Resonanzen zum Transformationsprozess führte. Diese waren vom Runden Tisch der Gemeindereferentinnen und -referenten erarbeitet worden und wurden nun durch kurze Stellungnahmen der Teilnehmenden auf den Punkt gebracht. Diese waren vielfältig: „Es ist wichtig, dass alle Menschen im Pastoralteam eine wertschätzende, offene, respektvolle und demokratische Grundhaltung haben.“ Oder: „Um verlässliche Orte zu gestalten, müssen wir Menschen zurüsten, damit sie religiöses Leben gestalten können. Als Seelsorgende brauchen wir den Mut, uns rar zu machen.“ Oder: „Bei der Entwicklung der Seelsorgeräume müssen Jugend und Jugendverbände einbezogen werden.“  Oder: „Die künftigen Leitungstrios der Seelsorgeräume brauchen eine hohe Teamfähigkeit und eine hohe Kompetenz in Kommunikation und Konfliktmanagement. Sie brauchen auch eine gute Begleitung bzw. Supervision.“

90 Prozent tragen Transformationsprozess mit

„Wir bitten Sie, dass Sie sich mit Kompetenz und Leidenschaft einsetzen für Gott und die Menschen.“ Mit diesen Worten schloss Julia Fisching-Wirth den Tag der pastoralen Laienberufe. Dass diese Bereitschaft grundsätzlich vorhanden ist, zeigte ein abschließender Stimmungstest: Der Aussage „Ich trage den Transformationsprozess mit“ stimmten 90 Prozent der Teilnehmenden zu.

Die Veranstaltung wurde vorbereitet vom Team Pastorale Laienberufe aus dem Bereich Pastorales Personal im Generalvikariat, bestehend aus Julia Fisching-Wirth, Maren Gödde, Christopher Dietrich und Cordula Picht. Von Seiten der Leitung nahm Domvikar Dr. Rainer Hohmann als stellvertretender Bereichsleiter an dem Tag teil.

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn
Redaktion

Dr. Claudia Nieser

Weitere Einträge

© Team Weltkirche

News Auf der Suche nach neuen vielfalts- und inklusionssensiblen Räumen.

Team Weltkirche des Erzbistums startet zu Pfingsten „global spirit - digitale Liturgie-Reihe für Weltverbundene“
© DocRB_PhotoDesign/Shotshop.com

News „Stärkung des Zusammenhalts und der Demokratie in der Gesellschaft“

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zu Ehrenamts- und Engagemententwicklung
© Heiko Appelbaum

News Fachtag in Paderborn widmete sich queersensibler Arbeit in der Kirche

Ein Fachtag im Liborianum Paderborn widmete sich queersensibler Arbeit in der Kirche
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0
Barrierefreiheit