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Junge Menschen brauchen Zukunfts-Hoffnung

Junge Menschen brauchen Zukunfts-Hoffnung

Blog-Beitrag von Dompropst Monsignore Joachim Göbel

Seit Beginn der Corona-Krise vor über einem Jahr stehen Schulen als potenzielle Infektionsorte immer wieder im Fokus politischer Entscheidungen und öffentlicher Debatten. Auch in den zwanzig Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn erleben Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern das Lernen unter Pandemie-Bedingungen schon im zweiten Schuljahr hintereinander.

Das Homeschooling stellt Kinder, Jugendliche und ihre Familien vor neue Herausforderungen. Foto: Shutterstock
Das Homeschooling stellt Kinder, Jugendliche und ihre Familien vor neue Herausforderungen. Foto: Shutterstock

Junge Menschen mit ihren Ängsten nicht allein lassen

Natürlich geht es dabei darum, optimale Bedingungen für eine gute Wissensvermittlung zu schaffen – denn Bildung bedeutet Zukunft. Eine katholische Schule will aber mehr, als nur Wissen zu vermitteln. Die Schule ist ein Ort, wo Kinder und Jugendliche dem Evangelium begegnen, seinem Zuspruch, aber auch seinem Anspruch, das Leben nach den Maßstäben Jesu zu leben und aktiv zu gestalten. Katholische Schulen wollen zur Freiheit erziehen, in Verantwortung für das eigene Leben und die Mitmenschen die richtigen Entscheidungen zu fällen. Eine so verstandene Bildung soll Kinder und Jugendliche darauf vorbereiten, Verantwortung in Gesellschaft und Kirche zu übernehmen.

Dieser Anspruch gilt natürlich auch in Corona-Zeiten. Aber die Pandemie macht den Schulalltag schwer: Die Seelsorgerinnen und Seelsorger in unseren Schulen berichten mir immer wieder, wie belastend das vergangene Jahr für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lehrkräfte und Eltern war. In dieser Situation, die wir alle so noch nicht erlebt haben, machen auch die Seelsorgenden noch stärker als sonst die Erfahrung, dass der Glaube eine tragende Kraft inmitten all dieser Unsicherheit sein kann.

Für junge Menschen ist der Glaube an ihre Zukunft besonders wichtig, um ihren Weg zu finden. Derzeit scheint dieser Zukunfts-Weg für viele Jugendliche nur schwer erkennbar zu sein, weil die Corona-Krise Chancen schlichtweg gefährdet oder vielleicht sogar verbaut. Da entstehen Zukunfts-Ängste statt Zukunfts-Hoffnung. Wir dürfen Kinder und Jugendliche mit diesen Ängsten nicht allein lassen! Wir müssen als Lehrende und als Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie als Eltern mithelfen, dass junge Menschen sich nicht als abgehängte „Generation Corona“ fühlen. Hören wir zu, gehen wir mit und beten wir miteinander und füreinander, um gemeinsam mit den jungen Menschen neue Wege und Perspektiven zu finden. Unser Oster-Glaube verheißt uns dazu den Mut und die Zuversicht, die wir in dieser Situation dringender brauchen denn je.

 

Ihr Dompropst Monsignore Joachim Göbel

„Für junge Menschen ist der Glaube an ihre Zukunft besonders wichtig, um ihren Weg zu finden. Derzeit scheint dieser Zukunfts-Weg für viele Jugendliche nur schwer erkennbar zu sein, weil die Corona-Krise Chancen schlichtweg gefährdet oder vielleicht sogar verbaut. Da entstehen Zukunfts-Ängste statt Zukunfts-Hoffnung. Wir dürfen Kinder und Jugendliche mit diesen Ängsten nicht allein lassen! Wir müssen als Lehrende und als Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie als Eltern mithelfen, dass junge Menschen sich nicht als abgehängte Generation Corona fühlen.”

 

Dompropst Monsignore Joachim Göbel
Leiter des Bereiches Schule und Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn