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2
März
2020
2.März.2020

Innovationen fördern

Unter dem Motto »Wackeln. Wagen. Wachsen« haben sich am vergangenen Samstag rund 50 Teilnehmende über innovative Projekte und Ideen für die Gemeindearbeit im Erzbistum Paderborn im Technologiepark ausgetauscht. Ziel war es Erfolgsfaktoren für die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen zu sammeln und ebenso Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe zu identifizieren.

Der Projekttag war gleichzeitig auch Abschluss der »Gründerwerkstatt«, eine Initiative, die im Dezember 2018 gegründet worden ist und richtete sich besonders an die Lotsinnen und Lotsen, sowie ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende aus dem Bereich »Neue Projekte« und »Besondere Initiativen«.

Alina Brinkmann, Frank Tripp, Barbara Hucht und Barbara Knoppe. (Foto: Alexandera Pöhler)
Alina Brinkmann, Frank Tripp, Barbara Hucht und Barbara Knoppe. (Foto: Alexandera Pöhler)

StartUp-Unternehmer neugierig

Zu den Organisatorinnen zählten unter anderem Alina Brinkmann, Barbara Hucht und Barbara Knoppe vom Erzbischöflichen Generalvikariat, die die Teilnehmenden als Moderatorinnen durch den Tag führten. Nach einem kurzen Kennenlernen folgte ein Interview mit Frank Tripp – StartUp-Unternehmer aus Paderborn, der mit drei Freunden aus dem Informatik-Studium eine Agentur für individuelle Software Entwicklung gegründet hat. “Ehrlich gesagt, habe ich mich etwas gewundert als ich ‚Innovation‘ und ‚Kirche‘ in einem Satz gelesen habe. Aber da es auch meine Kirche ist, wollte ich unbedingt zu diesem Termin.« Der Unternehmer erzählt den Teilnehmenden von der anfänglichen Idee einer App, die Nutzern bei der Freizeitgestaltung helfen soll. “Mit diesem Produkt hat alles begonnen. Mittlerweile arbeiten wir als Dienstleister und entwickeln unter anderem Apps für unsere Kunden. Wir haben also eine starke Wende durchgemacht – auch das gehört dazu, wenn man neue Dinge wagt”, sagt Frank Tripp.

Heute ist er froh über den Mut und die Innovationsbereitschaft, die er zusammen mit seinen drei Freunden aufgebracht hat – trotz aller Hindernisse und Rückschläge. “Es wird immer Personen geben, die sagen ‚Das wird nicht funktionieren.‘ oder Kunden, mit denen man im Nachhinein nicht noch einmal zusammenarbeiten würde. Wer aber etwas erreichen will, was es noch nicht gibt, der muss die Dinge aber selbst in die Hand nehmen und einfach etwas wagen. Natürlich sollte man auf konstruktive Kritik eingehen, Entscheidungen gemeinsam besprechen und Dinge abwägen.”

Teamarbeit stärken und Netzwerken fördern

Durch die Erzählungen des Unternehmers motiviert, sollten die Teilnehmenden anschließend selbst über aktuelle oder vergangene Projekte sprechen. Am Ende wurde zusammengetragen, welche Projekte bereits gut verlaufen sind und bei welchen es noch Verbesserungen bedarf. Als wichtige Erfolgsfaktoren stellten sich unter anderem Aspekte wie eine gute Teamarbeit und das Bilden von Netzwerken heraus. Aber auch eine innere Begeisterung, Kommunikation auf Augenhöhe sowie Flexibilität und Gestaltungsfreiheit sind essenzielle Faktoren, die zum Gelingen eines Projektes beitragen.

Bisherige Hindernisse sahen die meisten in mangelnder Kommunikation und im verengten Kirchenbild. Dabei wurde besonders auf starre Hierarchien und die Engführung auf Pfarrei- und Gemeindegrenzen verwiesen. Nach Meinung der Teilnehmenden des Projekttages sollte der Fokus zukünftiger Projekte auf Zusammenarbeit und Netzwerken liegen. Die Lebensbedürfnisse der Menschen in den Gemeinden sollten der Mittelpunkt stehen und nicht der Blick auf große Zahlen – die Qualität von Angeboten vor Ort sollte gefördert werden.

Interview mit Frank Tripp

Redaktion

Was bedeutet für Sie Innovation?

Frank Tripp

Wenn man etwas tut und sich danach etwas verändert und anders ist als vorher, dann ist das für mich Innovation. In meiner Branche ist damit gefühlt alles Innovation. Aber darum geht es auch: Wir feilen stetig an unseren Ideen und Entwicklungen und scheuen uns auch nicht vor fremden Dingen, an die sich andere vielleicht nicht heranwagen.

Redaktion

Welche Gedanken oder Empfehlungen bezüglich Innovation haben Sie an die Kirche?

Frank Tripp

Man kann schon sagen, dass die Strukturen von außen festgefahren und starr wirken. Aber wenn ich heute die vielen Menschen sehe, die sich hauptamtlich oder ehrenamtlich für neue Ideen stark machen, dann möchte ich gerne viel mehr davon sehen. Ich denke, dass besonders die technischen Möglichkeiten – Menschen zu erreichen – nicht ausgeschöpft sind. Das wäre ein Ansatz, wo Veränderungen wichtig wären.

Redaktion

Welche Tipps haben Sie für engagierte Menschen, die an diesem Projekttag teilnehmen?

Frank Tripp

Dialog und Austausch ist wichtig und gut. Vielleicht sollten auch im kirchlichen Bereich mehr Dinge einfach ausprobiert und gewagt werden.

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