„In vielen unserer Partnerländer beobachten wir eine besorgniserregende Entwicklung“, erklärt Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Thomas Schwartz. „Polarisierung, Chancenungleichheit und Populismus beschädigen das Vertrauen in demokratische Institutionen.“ Gleichzeitig verunsicherten Herausforderungen wie Migration und Globalisierung viele Menschen in den Ländern Osteuropas – aber auch im eigenen Land. Das zusammen_wachsen solle dieser Entwicklung entgegenstehen. In seiner alljährlichen Pfingstaktion rückt Renovabis daher bewusst Projekte in den Mittelpunkt, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
So zeigt das Plakat der Aktion eine junge Mutter, die mit ihren beiden Töchtern aus ihrer Heimat Bergkarabach vor aserbaidschanischen Truppen fliehen musste. Ihren Schwager hat sie in dem Konflikt verloren. Nun muss die Familie in Armenien ein neues Zuhause finden – und stößt in dem Projekt eines Renovabis-Partners auf Unterstützung bei der Wohnungs- und Jobsuche und findet in Tanz- und Malkurse neuen Anschluss. Mit dem Professor für Religionswissenschaft Dr. Harutyun Harutyunyan reist ein Vertreter der Partner-Organisation zur Eröffnung der Renovabis-Aktion nach Augsburg, um von dem erfolgreichen Integrationsprogramm zu berichten.
Dort wird auch die ukrainische Studentin Anna Sobolevska sprechen, die sich neben ihrem Studium ganz konkret für den Zusammenhalt in ihrem Heimatland einsetzt, indem sie Mahlzeiten für ihre bedürftigen Mitmenschen kocht. In Augsburg wird sie beschreiben, wie sie ihr soziales Engagement mit den täglichen Herausforderungen in dem kriegsgebeutelten Land verbindet. Über 20 Millionen Euro hat Renovabis seit Kriegsbeginn bereits für Projekte in der Ukraine aufgewendet. Aktuell unterstützt es überlebenswichtige Projekte zur Winternothilfe mit weiteren 500.000 Euro.
Mit seiner Pfingstaktion lädt Renovabis dazu ein, das ermutigende Engagement der Menschen im Osten Europas für ein zusammen_wachsen bei Gottesdiensten und in der Gemeindearbeit aufzugreifen, durch Spenden solidarisch mitzutragen und im persönlichen Alltag zu leben.