„Kirche geht raus“: Sichtbarkeit durch Nähe und Kooperation
Bettina Tönnesen‑Hoffmann, Pastoralreferentin auf der dynamischen Stelle in Dillenburg, legte den Fokus auf sozialräumliches, interkulturelles und zivilgesellschaftliches Arbeiten. Statt sich hinter Gemeindetüren zurückzuziehen, zieht ihr Team mit niedrigschwelligen Aktionen in den öffentlichen Raum. Umgesetzte Projekte sind hier beispielsweise die Tauschgarage, „Aus den Töpfen dieser Welt“, der Pop-Up-Spielplatz oder der Mitmachgarten. „Einfach mal anfangen und gut, wenn man das gemeinsam tun kann“, sagt Tönnesen‑Hoffmann. Es klingt wie ein Leitmotiv: nicht auf das perfekte Konzept warten, sondern gemeinsam ausprobieren.
Sichtbarkeit gelingt dabei durch Nähe: Die Projekte in Dillenburg erreichen bei einzelnen Veranstaltungen bis zu 300 Personen und erzeugen so Beziehungen. Kooperationen mit lokalen Vereinen und Initiativen sind dabei die entscheidende Ressource. Dort, wo das kirchliche Angebot Hand in Hand mit bestehenden lokalen Netzwerken auftritt, öffnen sich Zugänge zu neuen Zielgruppen und es entstehen echte Lernräume für pastorale Innovation.