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© Erzbistum Paderborn
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„Wir sind Dienstleister für den Glauben an Gott“

Das Erzbistum Paderborn heißt 33 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter willkommen

Wie viele hauptamtliche Mitarbeitende beschäftigt das Erzbistum Paderborn? Wie viele Ehrenamtliche engagieren sich bistumsweit? Und wie viele Schulen in Trägerschaft der Erzdiözese gibt es? Die neuen Mitarbeitenden des Erzbistums Paderborn durften beim Willkommenstag direkt ihr Wissen auf die Probe stellen. Obwohl es jeweils drei Antwortmöglichkeiten gab, war die richtige in den meisten Fällen verblüffend: Beim Erzbistum arbeiten 2.700 Hauptamtliche, es engagieren sich etwa 70.000 Ehrenamtliche und die Erzdiözese verwaltet 20 Schulen. Gerade beim letzten Punkt hört man kollektive Überraschung in der Aula des Liborianums aufbranden.

Auch Generalvikar Dr. Michael Bredeck teilte in seiner Begrüßungsrede spannendes Hintergrundwissen. „Heterogenität ist ein Merkmal unseres Erzbistums“, sagt er. Schließlich reichen die Grenzen vom Siegerland bis nach Bad Oeynhausen, vom tiefen Ruhrgebiet bis ins hessische Korbach. „Die Menschen unseres Erzbistums leben in verschiedenen Kontexten, das müssen wir uns immer wieder bewusst machen“, sagt der gebürtige Dortmunder. Was in seinen Augen aber noch viel wichtiger ist: „Wir sind ein Dienstleister für den Glauben an Gott, und wir müssen uns immer fragen: Merkt man das?“ Mit Gottes Segen für ihren Dienst entließ er die Gruppe der neuen Mitarbeitenden in das weitere Programm.

Speed-Dating unter den neuen Mitarbeitenden

In einem Infoblock gab Lisa Kaißer aus der Abteilung Personalentwicklung einen Überblick über die Strukturen des Erzbistums und stellte Förderprogramme und Benefits des Arbeitsverhältnisses vor. Im Anschluss kamen die 33 neuen Mitarbeitenden mit einem Speed-Dating wieder in Schwung. Zwei umeinander rotierende Kreise sorgten dafür, dass nach zwei Minuten ein neues Gesicht vor einem stand. Dabei traf die neue Mitarbeiterin des Erzbischofs auf einen Kirchenmusiker, die Theologische Referentin der Generalvikare auf einen neuen Finanzexperten des Bereichs Finanzen im Generalvikariat. Nicht immer ganz ernst gemeinte Gesprächsanstöße gab es durch das Organisationsteam des Willkommenstags: Wer trinkt lieber Kaffee, wer lieber Tee? Wer arbeitet im Homeoffice auch mal im Schlafanzug? Oder: Was haben Sie für Tipps für neue Kolleginnen und Kollegen?

Weiter ging es im Haupthaus des Erzbischöflichen Generalvikariats. Dort stellte sich die Kommunikationsabteilung vor. Thomas Kuhr gab einen Einblick in die Ausspielwege des Erzbistums, darunter die Online- und Printmedien sowie die Social-Media-Kanäle. Simone Yousef schloss einen kurzen Vortrag zum Bistumsprozess an, in dem sie unter anderem auf den Newsletter hinwies, der regelmäßige Updates zu den Entwicklungen rund um die Transformation gibt.

Ein geistlicher Impuls schaffte einen Punkt der Ruhe

Auch der Arbeitsbereich Intervention stellte sich vor und erklärte, wie das Erzbistum mit der Meldung von sexuellem und geistlichem Missbrauch umgeht und wer die Ansprechpersonen in entsprechenden Fällen sind. Sarah Held-Diesel ging in ihrer Präsentation auch auf die Kernergebnisse der Missbrauchsstudie der Universität Paderborn ein, die am 12. März erschienen ist, und betonte, dass Prävention essenziell ist, um Missbrauchsfälle zu verhindern und zu erkennen.

Einen Punkt der Ruhe und Besinnung bot der geistliche Impuls in der Krypta des Paderborner Doms, zu dem auch Kolleginnen und Kollegen sowie Führungskräfte der neuen Mitarbeitenden eingeladen waren. Diakon Stefan Nagels lenkte in der Wort-Gottes-Feier den Blick auf die Bergpredigt Jesu: „Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt.“ Nagels betonte, dass jede und jeder neue Mitarbeitende, egal welchem Arbeitsfeld er oder sie angehöre, einen Teil dazu beitrage, Gottes Geist in die Welt zu tragen. Die innere Haltung mache den Unterschied: „Eine Prise Salz kann ein Gericht verändern, eine einzige Kerze die Dunkelheit erhellen.“

Die Kirche ist und bleibt ein Segen, weil Gott in ihr wirkt.

Diakon Stefan Nagels

Gleichzeitig mahnte er, dass die Kirche keine blinde, sondern eine kritische und wache Loyalität brauche. Es sei wichtig, die Schattenseiten der Kirche zu benennen und Licht ins Dunkel zu bringen, egal wie schmerzhaft das sein mag. Nagels schloss seine Predigt mit dem Gedanken: „Die Kirche ist und bleibt ein Segen, weil Gott in ihr wirkt.“ Am Ende des Gottesdienstes bekamen die neuen Mitarbeitenden die Gelegenheit, sich einen persönlichen Segen für ihre Aufgabe zusprechen zu lassen. Der Willkommenstag klang mit einem gemeinsamen Mittagessen im Liborianum aus.

Die neuen Mitarbeitenden auf einen Blick

© Jasmin Lobert / Erzbistum Paderborn

Marisa Grummich, Referentin Diözesanstelle Berufungspastoral und Referentin für den Diözesanpastoralrat und Synodalität

Ich bin schon lange in kirchlichen Kontexten unterwegs und freue mich die Kirche nun auch im Hauptamt mitgestalten zu können. Meine neuen Kolleginnen und Kollegen sind ganz fantastisch und ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit. Mit meinen Stellen möchte ich auf verschiedene Art und Weise das Erzbistum unterstützen und in die Zukunft bringen.

 

 

 

Dr. Johannes Alexander Kudera, Gefängnisseelsorger in Attendorn

Als laisierter Priester habe ich eine lange Geschichte mit der Erzdiözese, zu der Licht und Schatten gehört. Zuletzt habe ich beim Diözesanen Caritasverband gearbeitet und wollte wieder zurück in die Seelsorge. Zu meinem großen Erstaunen habe ich festgestellt, dass ich in der JVA richtig Seelsorge leisten kann – im ganz ursprünglichen Sinn: Einzelgespräche, Gottesdienste und Bildungsveranstaltungen. Ich bin froh, dass ich in dieser Aufgabe weiterhin für das Erzbistum tätig sein darf.

 

 

 

Schwester M. Klara Arnolds, Referentin der BVB-Gründerkirche

Ich gehöre zu den Franziskanerinnen von Sießen in Baden-Württemberg und bin seit Dezember vergangenen Jahres in Dortmund. Ich bin für die BVB-Gründerkirche in Dortmund beauftragt und es macht mir total Spaß, in so einem neuen innovativen Projekt mitzuarbeiten. Aktuell ist die Kirche noch wegen des Umbaus geschlossen, aber wir haben ein Zelt, in dem wir erste Angebote ausprobieren. Ansonsten arbeiten wir an einem Schutzkonzept und suchen nach Ehrenamtlichen. Dass ich Fußball spielen kann, war keine Voraussetzung für diese Stelle – zum Glück.

 

 

 

Julian Schweer, Referent im Team Weltkirche

Im Team Weltkirche kümmere ich mich um die Themen Schöpfungsverantwortung, antirassistische Bildung und globales Lernen. Ansonsten bin ich Vorstandsmitglied im mundus Eine Welt e.V., der vom BDKJ und dem Erzbistum Paderborn getragen wird und internationale Freiwilligendienste organisiert. Ich glaube, dass das Erzbistum mir als studierter Soziologe eine große Chance bietet, Themen zu platzieren, die mir wichtig sind und alle etwas angehen.

 

 

 

Ein Beitrag von:
Team Redaktion

Jasmin Lobert

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