Junge Paare haben den Bezug zur Kirche nicht verloren
Der Sonntagsgottesdienst spielt bei den wenigsten Paaren eine Rolle. „Die jungen Brautpaare haben heute in der Regel keinen ganz so engen Bezug mehr zur Kirche“, sagt Roland. Und doch hätten die Paare den Bezug zur Kirche nicht vollständig verloren. „Sei es der Gottesdienst an Ostern und Weihnachten oder Erfahrungen als Messdiener oder als Gruppenleiter in der Ferienfreizeit – viele haben eine Verbindung zur Kirche oder wurden durch sie geprägt.
Viele Paare begründen die kirchliche Trauung mit dem Wunsch, ihre Ehe unter den Segen Gottes zu stellen. „Die Paare wollen mit und vor Gott Ja zueinander sagen“, sagt Roland. In den Traugesprächen habe er bisher immer die Erfahrung gemacht, dass das Paar weiß, worauf es sich da einlässt. „Ich erkläre im Laufe des Gesprächs, was ein Sakrament ist und was explizit das Sakrament der Ehe ausmacht. Da merke ich oft, dass das Paar sich dessen bewusst ist.“ Dazu gehört auch das katholische Verständnis einer unauflöslichen Ehe sowie die Offenheit für Kinder und deren Erziehung im katholischen Glauben.