Zum vierten Mal hatte das Institut für christliche Organisationskultur Interessierte ins Liborianum eingeladen. Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig der Austausch über moralische Fragestellungen im Gesundheits und Sozialwesen geworden ist.
Was vor einigen Jahren als Initiative zur Bündelung ethischer Expertise begann, hat sich inzwischen als feste Größe etabliert. Das Ethik-Netzwerk wird vom Institut für christliche Organisationskultur getragen, koordiniert und begleitet. Zu den Partnern gehört unter anderem der Verbund katholischer Altenhilfe Paderborn e. V. Die steigenden Teilnehmendenzahlen zeigen deutlich: Der Bedarf an praxisnaher ethischer Orientierung wächst angesichts komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen weiter.
Praxis im Mittelpunkt
Im Fokus des diesjährigen Treffens stand die Arbeit des Kooperationspartners VKA. Sabine Breimann, Dr. Mechthild Herberhold und Ulrike Molitor stellten ethische Leitlinien sowie Beratungsstrukturen vor und gaben damit wertvolle Impulse für die Praxis.
Mehrere Aspekte prägten die Veranstaltung:
- Die Gemeinschaft wächst weiter. Hannes Groß, Direktor des Instituts, begrüßte Vertretende aus Pflege, Medizin und Seelsorge, die das Treffen intensiv zur Vernetzung nutzten.
- Praxisnahe Impulse standen im Zentrum. Die Vertreterinnen des VKA zeigten auf, wie ethische Fragestellungen im Alltag der Altenhilfe nicht nur diskutiert, sondern systematisch bearbeitet werden können.
- Der Austausch erfolgte auf Augenhöhe. In Workshops wurden konkrete Fallbeispiele diskutiert, die die Bedeutung fundierter ethischer Fallbesprechungen unterstrichen.