MESCHEDE / ERZBISTUM PADERBORN – Die katholische Kirche im Erzbistum Paderborn befindet sich in einer Phase der tiefgreifenden Neuausrichtung, die weit über rein organisatorische Anpassungen hinausgeht. In der Schützenhalle Meschede kam am vergangenen Dienstag die Verbandsvertreterversammlung des GemeindeVerbandes Mitte zusammen, um über die drängenden Fragen der Zukunft zu beraten. 240 Kirchenvorstände aus über 250 katholische Kirchengemeinden zwischen Hamm und Siegen nahmen in Präsenz teil, während sich weitere 95 Teilnehmer digital zuschalteten. Das dominierende Thema des Abends: Die „Transformation im Erzbistum“.
Die Diskussionen in Meschede wurden intensiv und hochgradig emotional geführt, blieben dabei jedoch in einem konstruktiven Rahmen. Im Zentrum stand der unter dem Leitwort „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ gestartete Bistumsprozess. Dieser Prozess ist eine Antwort auf massive gesellschaftliche Umbrüche wie sinkende Mitgliederzahlen und schwindende personelle Ressourcen. In der Versammlung wurde deutlich, dass dieser Wandel bei vielen Beteiligten Ängste auslöst – insbesondere die Sorge um den Verlust der vertrauten Identität vor Ort.