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Starker Austausch, klare Signale und ein Blick in die Zukunft

Die Delegiertenversammlung der Paderborner Ordenskonferenz bot intensive Workshops und Einblicke in aktuelle Herausforderungen.

Ein Auftakt voller Tiefgang: Impulse für eine Zeit des Wandels

Zentrale Fragen in Zeiten des Umbruchs standen im Mittelpunkt der diesjährigen Delegiertenversammlung der Paderborner Ordenskonferenz. Unter der Leitung von Pater Siegfried Modenbach, dem Vorsitzenden der POK, trafen sich rund 30 Ordensschwestern und -Brüder im Haus Maria Immaculata zur Beratung und zum Austausch. Die Versammlung begann mit einem Impulsvortrag von Volker Mauß, Diözesan-Ökonom, der unter dem Titel „Zwischen Besitz und Berufung“ zentrale Fragen der Orden in einer Zeit des Umbruchs stand. Er machte deutlich, dass die aktuellen Herausforderungen – vom Umgang mit Immobilien über die Versorgung älterer Ordenschristen bis hin zur Rolle der Orden im Transformationsprozess des Erzbistums – immer sowohl praktische als auch zutiefst geistliche Dimensionen haben. Sein Blick auf die „Prophetie der Orden“ bildete den Auftakt zum gemeinsamen Austausch.

Drei Workshops drei Schlüsselthemen für die Zukunft

Im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung standen dann drei vertiefende Workshops, die jeweils von Expertinnen und Experten aus dem Erzbistum geleitet wurden. Die Gesprächsrunde zu Immobilien & Liegenschaften wurde moderiert von Carmen Matery-Meding, Diözesanbaumeisterin, und Raimund Eilebrecht, Geschäftsführer der kirchlichen Immobiliengesellschaft Consolido. Der Workshop behandelte Nutzungskonzepte, Nachnutzungen und die Frage, wie Ordensimmobilien heute spirituell, sozial und strukturell sinnvoll gestaltet werden können.

Die Gesprächsrunde zu Pflege & Vorsorge, geleitet von Florian Lüdeke, Abteilungsleiter Einrichtungen, externe Rechtsträger im Bereich Finanzen, und Stephanie Heinekamp, Mitarbeiterin im Team Soziale Einrichtungen in der Abteilung Einrichtungen, externe Rechtsträger, stützte sich auf eine aktuelle Befragung der Ordensgemeinschaften. Themen waren u. a. Pflegebedarfe, denkbare Wohnmodelle, organisatorische Herausforderungen sowie die Bereitschaft zu ordensübergreifender Zusammenarbeit.

Der dritte Workshop zum Sendungsauftrag & Pastoral, moderiert von Thomas Klöter, Bereichsleiter Pastorale Dienste, und Gunther Landschütz, Leiter der Beratungsdienste, widmete sich der Frage, welche Rolle Orden in der zukünftigen pastoralen Landschaft des Erzbistums 2040 spielen können – etwa als verlässliche Orte des Gebets, als spirituelle Zentren oder als Häuser mit besonderer Ausstrahlung für bestimmte Zielgruppen. Besonders positiv aufgenommen wurde das Rotationsprinzip: Die Moderierenden wechselten nach jeder Runde den Raum, sodass alle Teilnehmenden sämtliche Inhalte mitbekamen.

Aufbruch und Identität: Wie Orden ihre Rolle neu definieren wollen

Die Diskussionen orientierten sich stark an den Impulsen aus dem Vortrag von Volker Mauß, Diözesan-Ökonom, der den Bogen zwischen praktischen Fragen und geistlicher Identität gespannt hatte. Im Austausch erinnerte er daran, dass Ordensleben immer ein Gegenentwurf zu gesellschaftlichen Trends sei: Armut statt Konsum, Gehorsam statt Selbstoptimierung, Gemeinschaft statt Vereinzelung. Diese Lebensform werde zwar gesellschaftlich weniger wahrgenommen, sei aber gerade dadurch ein kraftvolles Zeichen. Viele Teilnehmende betonten, dass sie sich in der Vergangenheit zu wenig eingebunden fühlten – sowohl im Bistumsprozess als auch in pastorale Überlegungen. Gleichzeitig formulierten sie klar ihre Bereitschaft, künftig stärker mitzuwirken, etwa als verlässliche Orte des Gebets und der Begegnung.

Mitgestalten statt Randrolle: Ein klares Signal an das Erzbistum

Thomas Klöter, Bereichsleiter Pastorale Dienste, stellte heraus, wie wichtig der Beitrag der Orden für die pastorale Zukunft des Erzbistums bleibt. Seine Ermutigung – „Nutzen Sie die Dinge, die Sie können, um sich einzubringen“ – öffnete bei vielen Teilnehmenden den Blick für neue Formen der Beteiligung. Der Vorstand kündigte zudem an, zeitnah das Gespräch mit der Bistumsleitung zu suchen, um die Rolle der Ordensgemeinschaften im Bistumsprozess präzise zu klären. Auch der Blick in den Jahresbericht zeigte große Aktivität: gut besuchte Veranstaltungen, ein erfolgreicher Klostermarkt während Libori und vorbereitete Termine für 2026.

Ein Schluss voller Dankbarkeit und neuer Verbundenheit

In der gemeinsamen Abschlussrunde wurde deutlich, wie wertvoll dieser Tag war. Viele Ordenschristen berichteten, dass sie sich „gesehen“, „verstanden“ und in ihrem Lebenszeugnis ernst genommen fühlten. Besonders hervorgehoben wurde die geistliche und partnerschaftliche Atmosphäre, die die Veranstaltung prägte – und ausdrücklich nicht als finanziell motiviert wahrgenommen wurde. Volker Mauß, Diözesanökonom, brachte diese Stimmung auf den Punkt: „Ich bin sprachlos, weil ich nicht geglaubt hätte, dass der Tag so partnerschaftlich, emotional und empathisch abläuft.“ P. Siegfried Modenbach, Vorsitzender der Ordenskonferenz, dankte allen Mitwirkenden und schloss den Bericht mit einem klaren Aufruf: das Ordensleben im Erzbistum aktiv mitzugestalten und die Zukunft nicht nur zu erwarten, sondern mitzugestalten.

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