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© Dr. Claudia Nieser / Erzbistum Paderborn
© Dr. Claudia Nieser / Erzbistum Paderborn

Priesterrat diskutiert Transformation

Die Mitglieder des Priesterrates schilderten ihre Eindrücke aus den Pastoralen Räumen und diskutierten mit der Bistumsleitung über den aktuellen Stand im Bistumsprozess

Unterschiedliche Resonanzen auf den Transformationsprozess prägten die Sitzung des Priesterrates am Mittwoch im Liborianum in Paderborn. Im Mittelpunkt standen die Rückmeldungen, die die Mitglieder des Rates aus den Pfarreien und Pastoralen Räumen mitgebracht hatten. Besonders die im Mai bekanntgegebenen Konkretisierungen zur künftigen Struktur der Seelsorgeräume wurden intensiv diskutiert.

Zwischen Zuversicht und Verunsicherung

Dabei zeigte sich ein differenziertes Bild. Einige Ratsmitglieder berichteten von Zustimmung und Aufbruchsstimmung. „Wir freuen uns auf das, was kommt“, sei etwa von jungen Menschen auf einem Studientag zu hören gewesen; von Seiten der Verwaltungsleitungen gebe es Stimmen, die die mit der Transformation verbundene Verschlankung der Verwaltung begrüßten.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Menschen die Entscheidung, einen Seelsorgeraum als eine Pfarrei zu errichten, verunsichert. Mitglieder des Rates berichteten von Enttäuschung, Wut und der Sorge, Heimat und Identität zu verlieren. Einige befürchteten, dass sich Ehrenamtliche mit den neuen Strukturen nicht identifizieren könnten und ihr Engagement aufgäben.

Resonanz der Bistumsleitung

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz bestätigte, dass auch ihn sehr unterschiedliche Rückmeldungen erreichten. Er äußerte die Hoffnung, dass viele Ängste gemildert werden können, sobald es genauere Informationen zu den Substrukturen in den Seelsorgeräumen gebe. Diese machten das Gesamtbild des Seelsorgeraums erst vollständig und könnten dazu beitragen, Sorgen vor einem Verlust von Nähe und Identität aufzufangen.

Generalvikar Dr. Michael Bredeck kündigte an, dass sowohl das Gesetz zur Errichtung der Seelsorgeräume und zur Gestaltung der Übergangsphase als auch die Liste mit den Übergangsleitungen noch vor Libori veröffentlicht würden. Er hoffe, dass dies mehr Transparenz schaffe und den Engagierten vor Ort mehr Sicherheit gebe.

Weitere Themen der Sitzung

Weitere Themen der Sitzung waren die künftigen Rollen verschiedener Berufsgruppen im Transformationsprozess sowie das geistliche Leitbild, das zum Beginn der Ankerzeit am ersten Advent veröffentlicht werden soll. Die Mitglieder des Priesterrates regten an, dabei stärker auf verständliche Sprache und anschauliche Bilder zu setzen. Als gelungenes Beispiel wurde die jüngste Enzyklika von Papst Leo XIV. genannt.

Außerdem beschäftigte sich der Priesterrat mit der Gesundheitsfürsorge für aktive Priester. Vorgestellt wurden bestehende Unterstützungsangebote des Erzbistums. Darüber hinaus wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die mitbrüderliche Sorge unter Priestern weiter stärken soll.

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn
Redaktion

Dr. Claudia Nieser

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