Zwischen Zuversicht und Verunsicherung
Dabei zeigte sich ein differenziertes Bild. Einige Ratsmitglieder berichteten von Zustimmung und Aufbruchsstimmung. „Wir freuen uns auf das, was kommt“, sei etwa von jungen Menschen auf einem Studientag zu hören gewesen; von Seiten der Verwaltungsleitungen gebe es Stimmen, die die mit der Transformation verbundene Verschlankung der Verwaltung begrüßten.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Menschen die Entscheidung, einen Seelsorgeraum als eine Pfarrei zu errichten, verunsichert. Mitglieder des Rates berichteten von Enttäuschung, Wut und der Sorge, Heimat und Identität zu verlieren. Einige befürchteten, dass sich Ehrenamtliche mit den neuen Strukturen nicht identifizieren könnten und ihr Engagement aufgäben.
Resonanz der Bistumsleitung
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz bestätigte, dass auch ihn sehr unterschiedliche Rückmeldungen erreichten. Er äußerte die Hoffnung, dass viele Ängste gemildert werden können, sobald es genauere Informationen zu den Substrukturen in den Seelsorgeräumen gebe. Diese machten das Gesamtbild des Seelsorgeraums erst vollständig und könnten dazu beitragen, Sorgen vor einem Verlust von Nähe und Identität aufzufangen.
Generalvikar Dr. Michael Bredeck kündigte an, dass sowohl das Gesetz zur Errichtung der Seelsorgeräume und zur Gestaltung der Übergangsphase als auch die Liste mit den Übergangsleitungen noch vor Libori veröffentlicht würden. Er hoffe, dass dies mehr Transparenz schaffe und den Engagierten vor Ort mehr Sicherheit gebe.