logocontainer-upper
Wir-Portal
logocontainer-lower
© Marcel Clasen / Erzbistum Paderborn
© Marcel Clasen / Erzbistum Paderborn

Priesterrat berät über Aufarbeitung von Missbrauch

Zweite Sitzung im Erzbischöflichen Priesterseminar im Gespräch mit Betroffenen-Vertreter

Der Priesterrat des Erzbistums Paderborn hat sich am Donnerstag im Erzbischöflichen Priesterseminar zu seiner zweiten turnusmäßigen Sitzung in der aktuellen Amtszeit getroffen. Im Mittelpunkt stand die für Frühjahr erwartete Veröffentlichung der Missbrauchsstudie der Universität Paderborn. Der Priesterrat ist ein zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs und unterstützt ihn in Fragen der Leitung, der Pastoral und der Strukturentwicklung.

Betroffenenvertreter Reinhold Harnisch appelliert an Priester

Reinhold Harnisch stand für einen offenen Austausch bereit und formulierte einen Appell: „Es reicht nicht, in der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen gut zu sein, sondern besser.“ Bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle stehe das Erzbistum Paderborn aus seiner Sicht zwar auf dem ersten Platz, dennoch müsse kontinuierlich für das Thema sensibilisiert werden. Besonders hob Harnisch das Engagement von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz sowie des zuständigen Generalvikars Dr. Michael Bredeck hervor.

Reinhold Harnisch berichtete, dass er regelmäßig auch in der Priesterausbildung zu Gast sei. Durch Gespräche mit jungen Geistlichen in den vergangenen fünf Jahren schöpfe er Hoffnung, dass Prävention von Missbrauch und Aufarbeitung eine gute Zukunft habe: „Ich bange nicht um die Zukunft der Kirche, wenn ich die Einstellung junger Priester sehe.“ Es gelte, Priester zu gewinnen, die Betroffenen zuhören und sie bestärken.

 

 

Zusammen mit Kinderschutz-Experten Pater Hans Zollner arbeiten 

Erzbischof Dr. Bentz berichtete ergänzend, dass zukünftig mit dem angesehenen Kinderschutz-Experten Pater Hans Zollner von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom zum Thema „Safeguarding“ auf verschiedenen Ebenen kooperiert werden.

Priesterrats-Vorsitzender Pfarrer DDr. Markus Jakobs betonte, wie wichtig der offene Dialog für den Priesterrat mit den Betroffenenvertretern sei, auch wenn nach dem Vortrag von Reinhold Harnisch erst Schweigen herrschte: „Im Schweigen geschieht Gutes“, ordnete Jakobs das Nachdenken ein. Nach und nach stellten die anwesenden Priester Rückfragen und diskutierten, wie sie mit der Thematik im pastoralen Alltag umgehen können. Reinhold Harnisch betonte, dass es offenes Zuhören brauche, die Bereitschaft sich dem Thema zu stellen. Er selbst bezeichnete diese Einladung und Gelegenheit als einen Teil seiner eigenen Traumabewältigung und dankte dem Vorstand des Priesterrates.

Bistumsprozess: Vision für den gemeinsamen Weg entwickeln

Erzbischof Udo Markus Bentz und die Mitglieder des Priesterrates thematisierten auch die Wirkung des am 1. Advent veröffentlichen „Wortes des Erzbischofs“. Der Erzbischof ging auf Nachfrage auf die im Bischofswort angedeutete Zukunftsvision für das Erzbistum ein. „Eine große Aufgabe in den nächsten Wochen ist es, dieses Bild zu entwerfen und mit unseren Gremien weiterzuentwickeln“, so der Erzbischof.

Weitere Einträge

© furustic / Shutterstock.com

News wir.desk jetzt mit eigenem App-Auftritt

Die wir.desk-App erhält einen eigenen Auftritt. Bislang wurde das zentrale Intranet der hauptberuflich Mitarbeitenden über die App des technischen Anbieters Viadesk genutzt.
© Nadja Ikonomopoulos / Erzbistum Paderborn

News Ankertag für Leitungsverantwortliche: Was trägt in der Veränderung?

Wie lässt sich Kirche verändern, wenn noch nicht alle Antworten feststehen? Beim Ankertag in Paderborn suchten Leitungsverantwortliche nach dem, was sie im Wandel trägt. Impulse kamen von Bukal ng Tipan, einem Zentrum für kirchliche Gemeinde- und Pastoralentwicklung auf den Philippinen.
© Hartmut Salzmann

News Gemeinsam die Bibel entdecken mit Kopf, Herz und Händen

Neue Kinderbibel lädt zum Lesen, Mitmachen und Staunen ein
Kontakt
| |
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de
+49 (0)5251 125-0
Barrierefreiheit