Der Priesterrat des Erzbistums Paderborn hat sich am Donnerstag im Erzbischöflichen Priesterseminar zu seiner zweiten turnusmäßigen Sitzung in der aktuellen Amtszeit getroffen. Im Mittelpunkt stand die für Frühjahr erwartete Veröffentlichung der Missbrauchsstudie der Universität Paderborn. Der Priesterrat ist ein zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs und unterstützt ihn in Fragen der Leitung, der Pastoral und der Strukturentwicklung.
Zusammen mit Kinderschutz-Experten Pater Hans Zollner arbeiten
Erzbischof Dr. Bentz berichtete ergänzend, dass zukünftig mit dem angesehenen Kinderschutz-Experten Pater Hans Zollner von der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom zum Thema „Safeguarding“ auf verschiedenen Ebenen kooperiert werden.
Priesterrats-Vorsitzender Pfarrer DDr. Markus Jakobs betonte, wie wichtig der offene Dialog für den Priesterrat mit den Betroffenenvertretern sei, auch wenn nach dem Vortrag von Reinhold Harnisch erst Schweigen herrschte: „Im Schweigen geschieht Gutes“, ordnete Jakobs das Nachdenken ein. Nach und nach stellten die anwesenden Priester Rückfragen und diskutierten, wie sie mit der Thematik im pastoralen Alltag umgehen können. Reinhold Harnisch betonte, dass es offenes Zuhören brauche, die Bereitschaft sich dem Thema zu stellen. Er selbst bezeichnete diese Einladung und Gelegenheit als einen Teil seiner eigenen Traumabewältigung und dankte dem Vorstand des Priesterrates.