Schutzkonzepte, Leitlinien und verbindliche Regeln sind unverzichtbar. Doch Prävention gelingt erst dann, wenn sie im Alltag gelebt wird: in Gruppenstunden und Beratungsgesprächen, in Schulen und Kitas, in Pastoral, Verwaltung, Verbänden und Einrichtungen. Genau darum ging es jetzt beim Fachtag Prävention 2026 des Erzbistums Paderborn in der Kommende Dortmund.
Unter dem Leitmotiv „Verantwortung leben – Schutz gestalten. Zwischen Haltung, Struktur und gelebter Prävention“ kamen Präventionsfachkräfte, Schulungsreferenten und Verantwortliche zusammen, um die nächste Etappe der Präventionsarbeit in den Blick zu nehmen. Nachdem in den vergangenen Jahren vielerorts Schutzkonzepte entwickelt und umgesetzt wurden, stand nun die Frage im Mittelpunkt, wie daraus eine dauerhaft wirksame Kultur des Schutzes entstehen kann. Eingeladen hatte dazu die Koordinierungsstelle für Prävention unter der Leitung von Vanessa Meier-Henrich und den Mitarbeitenden Stefan Beckmann, Anna Meermeyer-Decking und Matthias Kornowski.
Den Hauptvortrag hielt Prof. Pater Hans Zollner SJ, Direktor des Institute of Anthropology – Interdisciplinary Studies on Human Dignity and Care (IADC) an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und Professor an der Gregoriana. In seinem Vortrag „Safeguarding² – Was über Leitlinien hinaus wichtig ist“ machte der international anerkannte Kinderschutzexperte deutlich: Safeguarding ist mehr als ein Verfahren. Es ist eine Haltung.
Zollner würdigte ausdrücklich die Arbeit der anwesenden Präventionsfachkräfte und Schulungsreferenten. Sie seien für das Erzbistum Paderborn „ein unglaublicher Schatz“. Auch Vanessa Meier-Henrich, Präventionsbeauftragte des Erzbistums Paderborn, betonte, dass Prävention weit mehr sei als das bloße Einhalten formaler Vorgaben: „Ein Dokument im Aktenordner schützt niemanden.“