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© Besim Mazhiqi
© Besim Mazhiqi

Ort des Glaubens, der Begegnung und des Aufbruchs: Neuer Leocampus Paderborn eröffnet

Der Campus vereint künftig Studierende und Auszubildende verschiedener kirchlicher Berufsfelder – ein Ort, an dem Vielfalt, Berufung und Zukunft wachsen.

Ein neuer Aufbruch für Ausbildung und Gemeinschaft

Mit dem Start ins Wintersemester 2025/26 beginnt auf dem Gelände des Leokonvikts ein neues Kapitel: Der Leocampus Paderborn wird zu einem Ort, an dem junge Menschen verschiedener kirchlicher Berufsfelder und Lebenswege gemeinsam leben, lernen und glauben. Was früher vor allem von der Ausbildung künftiger Priester geprägt war, wächst nun zu einer vielfältigen Campusgemeinschaft heran – offen für Priesteramtskandidaten, Studierende der Katholischen Hochschule und der Theologischen Fakultät, Teilnehmende des christlichen Orientierungsjahres COME und andere junge Erwachsene.

Am letzten Donnerstag wurde dieser neue Abschnitt feierlich eröffnet – mit einer Eucharistiefeier, einem offiziellen Begrüßungsabend und einem kreativen Austausch. Das Leitungsteam des Leocampus, bestehend aus Stefan Kendzorra (Regens des Priesterseminars), Michaela Welling (Direktorin des Pauluskollegs und Ausbildungsleiterin der pastoralen Laienberufe) und Johannes Schäfers (Leiter der Diözesanstelle Berufungspastoral), stellte dabei nicht nur sich selbst vor, sondern auch die ersten beiden Teilprojekte des Campus.

„Die Freude des Berufenen ist das Lächeln Gottes in seinem Gesicht“

Den Auftakt des Abends bildete eine feierliche Eucharistiefeier in der Kirche des Leokonvikts, die Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zelebrierte. In seiner Predigt ging der Erzbischof auf das Leitwort der Feier „Keiner lebt sich selber – wir leben dem Herrn“ (Röm 14,7–8) ein. Berufung, so Bentz, sei „kein spirituelles Karriereprojekt“, sondern eine Antwort auf Gottes Suche nach dem Menschen. „Die Freude des Berufenen ist das Lächeln Gottes in seinem Gesicht“, sagte er und betonte, dass Berufung immer in Beziehung wachse – in Offenheit, Gemeinschaft und gegenseitiger Verantwortung.

Der Leocampus, so Bentz weiter, sei ein starkes Zeichen gegen Engführung und Abgrenzung: „Glaube darf kein Insiderprojekt sein. Berufung muss aus der Mitte des Lebens heraus geschehen – in Berührung mit den Fragen, Zweifeln und Hoffnungen unserer Zeit.“ Damit beschrieb er die Grundidee des neuen Campus: ein Ort, an dem verschiedene Berufungen und Lebensentwürfe gemeinsam wachsen dürfen.

Musikalisch wurde die Feier festlich begleitet – mit Orgelklängen von Tobias Leschke, Gesang der Popkantoren um Nils Kollmeier und der Mitwirkung vieler Studierender als Messdienerinnen, Lektorinnen und Sänger. Am Ende spendete Erzbischof Bentz den Anwesenden den Segen – als Zeichen für den gemeinsamen Aufbruch.

Ein Leitungsteam mit gemeinsamer Mission

Nach der Messe ging es in die Aula, wo die Gäste von Alexandra Thätner (Referentin im Bereich Pastorales Personal, Abteilung Personalentwicklung) und Ann-Kristin Idzik (Referentin für Spirituelle Angebote im Pauluskolleg) herzlich begrüßt wurden. Sie eröffneten den Abend, bedankten sich für das große Interesse und stimmten die Anwesenden auf das Thema des Abends ein.

In ihren Beiträgen machten Michaela Welling, Stefan Kendzorra und Johannes Schäfers vom Leitungsteam deutlich, dass sie den Leocampus als gemeinsames Projekt verstehen – getragen von unterschiedlichen Charismen, Perspektiven und Aufgaben. „Gemeinsam tragen wir die Verantwortung, die Entwicklungen auf dem Campus zu gestalten und zu steuern“, sagte Regens Kendzorra. Die Vision: ein Miteinander von Studierenden und Auszubildenden in verschiedenen kirchlichen Berufen, das früh einübt, was kirchliches Handeln heute braucht – Teamgeist, Verantwortung und geistliche Tiefe.

Zwei erste Teilprojekte werden bereits umgesetzt: das christliche Orientierungsjahr COME, in dem sechs junge Erwachsene im Altbau des Konvikts wohnen und ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, sowie eine neue Wohngemeinschaft, in der Theologiestudierende, KatHo-Studierende und Seminaristen zusammenleben. „Hier entsteht ein Labor des Glaubens“, sagte Welling. „Ein Ort, an dem man ausprobieren darf, wie gemeinsames Leben, Lernen und Glauben in Vielfalt gelingt.“

Auch Johannes Schäfers betonte den spirituellen Auftrag: „Wir wollen, dass der Leocampus ein Ort ist, an dem sich junge Menschen von Gott finden lassen – und entdecken, welche Idee er für ihr Leben hat.“

„Setzen Sie sich einen anderen Hut auf!“ ein Abend voller Kreativität

Der Abend endete mit einem interaktiven und humorvollen Teil, der zum Mitdenken und Mitgestalten einlud. Unter dem Motto „Setzen Sie sich einen anderen Hut auf!“ waren alle Gäste eingeladen, in verschiedene Rollen zu schlüpfen: die einer Marketingagentur, einer Architektin, eines Coaches, einer Finanzberaterin oder eines Landschaftsgärtners.

Auf jedem Tisch lagen kleine Karten mit Aufgaben – und sogar kleine Hüte, die sich manche Gäste tatsächlich aufsetzten. Die Fragen reichten von „Wie würden Sie den Leocampus öffentlich präsentieren?“ über „Wie lässt sich das Gebäude für Studierende noch attraktiver gestalten?“ bis hin zu „Welche Schwerpunkte würden Sie beim Haushaltsplan setzen?“ Das Leitungsteam stellte die Ergebnisse am Ende mit sichtlicher Freude vor. Man werde sich von den kreativen Ergebnissen inspirieren lassen. Der kreative Austausch verdeutlichte, dass der Leocampus ein Ort werden will, der von gemeinsamer Gestaltung lebt – offen, lebendig und von Gott getragen.

Ein Ort der Begegnung und Zukunft

Nach dem offiziellen Teil ging der Abend in ein lebendiges Beisammensein über, bei dem Studierende, Mitarbeitende und Gäste miteinander ins Gespräch kamen. Es war spürbar: Der Leocampus ist mehr als ein Ausbildungsort – er ist eine Gemeinschaft, in der Kirche von morgen Gestalt annimmt.

Erzbischof Bentz hatte dies bereits in seiner Predigt auf den Punkt gebracht: „Der Leocampus steht für das katholische Sowohl-als-auch: Glaube und Vernunft, Denken und Liturgie, Gebet und Alltag, Priester- und Laienberufung, Frauen und Männer. Nicht gegeneinander, sondern miteinander.“

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