„Die Freude des Berufenen ist das Lächeln Gottes in seinem Gesicht“
Den Auftakt des Abends bildete eine feierliche Eucharistiefeier in der Kirche des Leokonvikts, die Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zelebrierte. In seiner Predigt ging der Erzbischof auf das Leitwort der Feier „Keiner lebt sich selber – wir leben dem Herrn“ (Röm 14,7–8) ein. Berufung, so Bentz, sei „kein spirituelles Karriereprojekt“, sondern eine Antwort auf Gottes Suche nach dem Menschen. „Die Freude des Berufenen ist das Lächeln Gottes in seinem Gesicht“, sagte er und betonte, dass Berufung immer in Beziehung wachse – in Offenheit, Gemeinschaft und gegenseitiger Verantwortung.
Der Leocampus, so Bentz weiter, sei ein starkes Zeichen gegen Engführung und Abgrenzung: „Glaube darf kein Insiderprojekt sein. Berufung muss aus der Mitte des Lebens heraus geschehen – in Berührung mit den Fragen, Zweifeln und Hoffnungen unserer Zeit.“ Damit beschrieb er die Grundidee des neuen Campus: ein Ort, an dem verschiedene Berufungen und Lebensentwürfe gemeinsam wachsen dürfen.
Musikalisch wurde die Feier festlich begleitet – mit Orgelklängen von Tobias Leschke, Gesang der Popkantoren um Nils Kollmeier und der Mitwirkung vieler Studierender als Messdienerinnen, Lektorinnen und Sänger. Am Ende spendete Erzbischof Bentz den Anwesenden den Segen – als Zeichen für den gemeinsamen Aufbruch.