(Aachen, 26. Juni 2026) Das katholische Hilfswerk Misereor hat in Aachen das Hungertuch für die Jahre 2027 und 2028 vorgestellt. Es trägt den Titel „Weg ins Ungewisse“ und wurde von dem aus London stammenden und in Frankreich lebenden Künstler Bruce Clarke geschaffen. Das Hungertuch knüpft an eine jahrhundertealte christliche Tradition an und kommt als zentrales Element der weltkirchlichen Bildungs- und Pastoralarbeit zum Einsatz.
Clarkes Werk kreist inhaltlich um eine sehr aktuelle Frage: Was hält Menschen zusammen, wenn vermeintliche Sicherheiten brüchig werden, bewaffnete Konflikte die Welt erschüttern, autoritäre Kräfte immer stärker werden und die Polarisierung von Gesellschaften zunimmt?
Das neue Hungertuch sendet diesbezüglich auch Hoffnungszeichen aus. „Seine Kernbotschaft lautet: Zukunft entsteht dort, wo Menschen sich einander zuwenden, Verbindung wagen und sich gegenseitig tragen“, sagt Hannah Braucks, Bildungsreferentin bei Misereor. „Das Bild setzt damit einen klaren Akzent auf Beziehung, Verantwortung und die Hoffnung, dass gemeinsames Weitergehen auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist.“