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© Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
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Mehr oder weniger? Pastoralwerkstatt stellt die Frage neu

190 Mitarbeitende diskutierten mit Erzbischof Bentz in Werl, wo Kirche in der Transformation gewinnt – und wo im Erzbistum Paderborn bereits heute ein Mehr erfahrbar ist

Mehr oder weniger? Diese Frage war mehr oder weniger das durchgängige Thema der diesjährigen Pastoralwerkstatt in der Stadthalle in Werl. Es war das jährliche Strategiemeeting des Bereichs Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat. 190 Mitarbeitende sind gekommen – aus dem Generalvikariat und der Kategorialseelsorge, den Bildungseinrichtungen und Dekanaten, Gemeindeverbänden und Kita GmbHs, von der Caritas und Ehe-, Familien- und Lebensberatung.

Sie alle hat Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seinem Impuls dazu motiviert, in der Transformation des Erzbistums Paderborn mehr auf das zu schauen, was mehr wird. Und weniger auf das, was weniger wird.

© Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn

Er sagte: „Natürlich wird es weniger Ressourcen geben, weniger Personal, weniger Präsenz in der Fläche. Aber: Wo gibt es ein Mehr an eigenverantwortlichen Entscheidungen? Ein Mehr an Geistlichkeit? Ein Mehr an diakonischer Nähe zu Menschen, die ausgegrenzt sind? Wo gibt es dieses Mehr an Vielfalt der Liturgie?“

Weiter sagte der Erzbischof: „Wenn wir uns danach ausstrecken, wo von Gott her mehr möglich sein könnte, ist Transformation eine Chance.“ Damit greift der Erzbischof auch auf sein diesjähriges Bischofswort vor, das am Wochenende veröffentlicht wird und den Titel „WIR WOLLEN MEHR“  trägt.

Die Redaktion des WIR-Portals hat während der Pastoralwerkstatt mit fünf Teilnehmenden gesprochen und gefragt:  Wo entdecken Sie dieses Mehr? Welche Chancen bietet die Transformation in Ihren Augen?

© Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn

Worin bestehen die Chancen der Transformation?

Tanja Schmitz, Leitung der Kita St. Bonifatius in Dortmund-Schüren

„Ich sehe Chancen, dass wir an weniger Orten wieder mit mehr Menschen gemeinsam den Glauben leben können. Unsere Kita ist jetzt schon ein Ort für Familiengottesdienste, die wir zusammen mit dem Familienzentrum in Dortmund-Aplerbeck feiern. Im Advent feiern wir Andachten an unserer Außenkrippe, zu denen wir Menschen aus der gesamten Pfarrei einladen. Wir öffnen die Kita für alle und vernetzen uns.“

Portrait Tobias Kroll © Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
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Bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit vor Ort

Tobias Kroll, stellv. Geschäftsführer des Gemeindeverbands OWL

„Momentan arbeiten wir mit einigen Rahmenbedingungen, die nicht gut aufeinander abgestimmt sind. Das wird sich durch die Transformation verbessern, wodurch es möglich wird, sich neu zu fokussieren. Ich sehe auch die Chance, dass die Menschen vor Ort mehr Energie in alternative Angebote investieren können, weil nicht mehr überall die ganze Bandbreite bereitgestellt werden muss.“

Portrait Wiltrud Schulte © Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
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Mehr zugängliche Formate in der Liturgie

Wiltrud Schulte, Mitarbeiterin in der Abteilung bilden + tagen

„Die Veränderungen bieten die Chance, dass man wieder mehr auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht. Früher waren die Kirchen voll, aber das ist ja schon lange nicht mehr so. Jetzt müssen wir mehr schauen, was die Menschen brauchen. Ich persönlich sehe den Bedarf, dass die Liturgie in manchen Formaten zugänglicher werden sollte. Ich verstehe auch manche biblische Texte nicht auf Anhieb und kann die Botschaft nicht direkt in mein Leben transportieren.“

Portrait Elke Krämer © Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
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Mehr direkter Kontakt zur Zielgruppe

Elke Krämer, Referentin für Jugend und Familie im Dekanat Höxter

„Durch den Transformationsprozess ändert sich die berufliche Rolle der Dekanatsjugendreferenten. Wir werden weniger für Multiplikatoren zuständig sein und haben daher die Chance, mehr im direkten Kontakt mit Jugendlichen zu sein. Zu schauen, was sie für ein gelingendes Leben brauchen und wie wir sie dabei unterstützen können. Außerdem habe ich das Gefühl, dass in den bisherigen Strukturen sich immer weniger Mitarbeiter in der Pastoral engagiert haben, die eine Passion für Jugendarbeit hatten. Da sehe ich die Chance, dass junge Menschen wieder mehr erleben, dass Kirche ein Interesse an ihnen hat.“

Portrait Daniel Born © Tobias Schulte / Erzbistum Paderborn
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Liturgie, Glaubensbildung und Einsatz für Schwache

Daniel Born, Referent für Pastoral der Caritas beim Diözesancaritasverband

„Die Chance liegt darin, jetzt innezuhalten und sich auf das Wesentliche zu fokussieren: Wie Kirche den Menschen dienen kann. Aus meiner Sicht sind dabei drei Punkte zentral: Liturgie, Glaubensbildung und der Einsatz für die Schwachen in unserer Gesellschaft. In Deutschland leben viele Menschen in Notlagen, in der alltäglichen Wahrnehmung geht das aber unter. Da sollte Kirche den Blick weiten für die Benachteiligten.“

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Redakteur

Tobias Schulte

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