Eigentlich ist es unglaublich und ich wundere mich jedes Mal aufs Neue: dass nach den langen Wintermonaten, in denen in unseren Breiten die Natur wie tot zu sein scheint, auf einmal überall Leben sprießt. Die gestutzten Sträucher hinter meinem Haus schlagen aus, sind jetzt schon wieder mit frischgrünen Blättern versehen. Andere müssen bald beschnitten werden, sonst ufern sie aus.
Wie gut tut all das Grün! Wie gut tun die bunten Farben der Blumen! Welch ein Wunder ist es, dass die kleinen Knospen, die irgendwann im Winter sichtbar wurden, sich so entfalten und vor neuem Leben strotzen. Aus kleinsten Anfängen sprießt überall unbändiges Leben.
Diese Botschaft der Natur im Frühling passt gut zum Osterfest, das bei uns hierzulande in diese besondere Zeit fällt. Wie ein Samenkorn wurde der tote Jesus ins Grab gelegt – und er ist auferstanden! Seine Jünger konnten das im Anfang nicht begreifen. Er selbst musste ihnen als der Auferstandene begegnen und sie an diesen Glauben heranführen. Erst war es eine kleine Schar, die diesen Glauben annahm. Aber sie wuchs und breitete sich letztlich über die ganze Erde aus.