Unter dem Thema „Glauben.Gemeinsam.Gestalten“, dem Motto des Transformationsprozesses im Erzbistum Paderborn, bot der Abend einen klaren Blick darauf, wie Pastoral, Gremienarbeit und kirchliche Gemeinschaft in der Zukunft zusammenwirken könnten.
Der Abend begann mit einer herzlichen Begrüßung durch Propst Meinolf Kemper, gefolgt von einem geistigen Einstieg. Das Bibelwort, nachdenkungswürdige Impulse und ein daran anschließendes Gebet schufen eine ruhige, verbindende Atmosphäre und Einführung für die folgenden Themen.
Die Orientierungsfrage: Was brauchen die Menschen vor Ort, um Glauben zu leben?
Die selbst aus Essentho stammende Dr. Katharina Lammers Lammers, Referentin für den Prozess Diözesaner Weg 2030+ im Generalvikariat, präsentierte zentrale Aspekte der Bistumsentwicklung und legte dar, wie der Bistumsprozess in Pastoral und Verwaltung umgesetzt werden soll. Der Abschnitt bot Fakten, Hintergründe und erste Orientierungspunkte für die Teilnehmenden, wie Strukturen weiterentwickelt, Ressourcen gestaltet und Teilhabe gefördert werden können. Lammers betonte sehr deutlich, dass es nicht darum gehe, umzusetzen, was der Einzelne möchte, sondern genau hinzuschauen, welche Menschen vor Ort leben und was sie für einen gelebten Glauben benötigen.
Im Anschluss gab es eine offene Feedbackrunde, die die Teilnehmenden für die Klärung von sachlichen Verständnisfragen nutzten.
In moderierten Kleingruppen tauschten sich die Teilnehmenden über Erfahrungen, Erwartungen und konkrete Impulse für den Pastoralen Raum Marsberg aus. Die Gruppenphasen dienten der Vernetzung, dem Austausch von lokalen „good practices“ und der Erarbeitung erster Ideen für eine partizipative Umsetzung vor Ort. Einzelne Ergebnisse von den verschiedenen Stellwänden sind als Bildpräsentation auf der Homepage www.marsberg-kirche.de nachzulesen.
Eine kurze Pause gab Raum zum Vertiefen einzelner Gespräche und zum informellen Austausch in lockerer Atmosphäre.
Abschließend fassten die Moderatoren die Ergebnisse der Kleingruppen zusammen. In einer kurzen Diskussionsrunde wurden Statements und Feedbacks der Teilnehmenden eingeholt. Besonders viel Applaus erntete Tim Hundt, der für die Jugend sprach: „Bitte nehmt die Jugendlichen in den Blick und bindet sie in den Prozess mit ein. Wer von den Teilnehmenden ist in 20 Jahren noch aktiv? Bitte vergesst die Jugend nicht!“
Stammtisch Zukunft
Anschließend wurde ein Blick in die Zukunft gegeben: In einem „Stammtisch Zukunft“, der sich monatlich trifft und in themenbezogenen Kleingruppen werden konkrete Schritte, Ziele und Projekte weiter skizziert, die für den Pastoralen Raum Marsberg relevant sind. Dazu sind alle Interessierte sehr herzlich eingeladen. Einige Teilnehmenden haben bereits Interesse zur Weiterarbeit bekundet. Das nächste Treffen für den „Stammtisch Zukunft“ ist am Mittwoch, 08.10., um 19.30 Uhr in der Alten Propstei Marsberg.
Der Abend schloss mit einem gemeinsamen Abendlied und dem Segen, der die Teilnehmenden gestärkt in die nächsten Schritte entließ.
Der Infoabend zeigte eindrücklich das Engagement der Gemeinden für eine zukunftsorientierte, glaubensstarke Gemeinschaft. Die große Teilnehmendenzahl von 160 Personen spiegelte das hohe Interesse an Transparenz, Mitgestaltung und Zusammenarbeit wider. Ein großes Ziel war und ist es, wieder mehr den Glauben mit dem Leben der Menschen zu verknüpfen. Der Bistumsprozess ist dafür eine Chance, um die Pastoral ganz neu in den Blick zu nehmen. Die Ergebnisse dieses Abends verschwinden nicht in eine Schublade, sondern dienen als Grundlage, um die Umsetzung der Bistumsentwicklung im Marsberger Raum praxisnah voranzutreiben, so das Versprechen der Organisatoren.