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© Andrey_Popov / shutterstock.com
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Geschlechtergerechtigkeit ist nicht nur ein Frauenthema

Erzbischof Dr. Bentz und Generalvikar Dornseifer sprachen mit der Kompetenzeinheit (KE) Frauen über Geschlechtergerechtigkeit im Bistumsprozess

Welche Rolle spielt Geschlechtergerechtigkeit bei der anstehenden Transformation von Pastoral und Verwaltung? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen der Kompetenzeinheit (KE) Frauen, Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Generalvikar Thomas Dornseifer.

Erzbischof Bentz betonte, wie wichtig gerade jetzt verbindliche Weichenstellungen seien: Die Besetzung der Teilprojekte in den beiden Strängen Pastoral und Verwaltung sei ein entscheidender Baustein, um das Thema Geschlechtergerechtigkeit dauerhaft zu verankern.

Verschiedene Aspekte des Themas Leitung

Zu Beginn des Treffens verwies Stefanie Berns, Abteilungsleiterin Personalentwicklung im Erzbischöflichen Generalvikariat, auf die Fortschritte, die bereits erreicht wurden. „Die Zahl weiblicher Führungskräfte im Generalvikariat hat sich gut entwickelt – diesen Trend dürfen wir in der Transformation nicht verlieren“, sagte sie.

Marie-Simone Scholz, Gemeindereferentin in Paderborn und Referentin für innovative Frauenpastoral, nahm besonders die künftige Besetzung der Leitungsteams in den Blick: Maximal 25 Seelsorgeräume wird es geben, und die Besetzung der neuen Dreier-Leitungsteams für diese Räume sei ein großes Thema beim pastoralen Personal. Scholz wünschte sich ein ermutigendes Signal für Frauen, sich auf mögliche Stellen zu bewerben.

Generalvikar Dornseifer verwies darauf, dass unter den Verwaltungsleitungen viele Frauen vertreten seien. Da jede Leitung im Seelsorgeraum auch eine Verwaltungsleitung umfassen werde, eröffne sich hier ein guter Zugang. Auch Erzbischof Bentz sah weitere Perspektiven: Leitung finde nicht nur im Leitungsteam statt, sondern auch an verlässlichen Orten, Knotenpunkten oder in fachlichen Zuständigkeiten. Hier brauche es verschiedene Modelle – und vielfältige Beteiligung.

Geschlechtergerechtigkeit geht über Stellenbesetzungen hinaus

Dr. Annegret Meyer, koordinierende Leiterin des Bereichs Pastorale Dienste, betonte, dass Geschlechtergerechtigkeit über Stellenbesetzungen hinausgehe. Es brauche eine wachsende Bewusstseinsbildung: „Das Thema muss immer selbstverständlicher werden – und es ist kein reines Frauenthema.“ Auch andere gesellschaftliche Gruppen seien in Fragen der Beteiligung mitgedacht.

Erzbischof Bentz unterstützte diesen Impuls und machte deutlich, dass es bei gerechter Teilhabe nicht um Frontstellungen, sondern um gemeinsame Verantwortung gehe. Die KE Frauen könne im Erzbistum eine wichtige Rolle dabei spielen, für das Thema zu sensibilisieren – jetzt im Zuge der Transformation und darüber hinaus.

Erste Planungen Frauenfachkonferenz

Weiterhin informierte Kathrin Waldhoff, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Alter beim Diözesan-Caritasverband, über eine landesweite Initiative in Nordrhein-Westfalen. Unter dem Titel „Fachkräftepotenziale heben“ sollen Hindernisse aufgedeckt werden, die Frauen daran hindern, beruflich aktiver zu werden. Ziel ist es, konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln – auch in der freien Wohlfahrtspflege wie der Caritas.

Marie-Simone Scholz stellte außerdem erste Planungen für die Frauenfachkonferenz am 21. Februar 2026 in Dortmund vor. Die Veranstaltung richtet sich besonders an ehrenamtlich engagierte Frauen. „Die Teilnehmerinnen sollen Impulse mitnehmen, die sie ganz praktisch für ihr Leben und ihr Engagement nutzen können“, sagte Scholz. Das Programm befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Info Kompetenzeinheit Frauen

Die KE Frauen besteht aus Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Bereichen des Generalvikariates und des Diözesancaritasverbandes. Eingerichtet wurde sie im Jahr 2019, nach der 1. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn. In Kompetenzeinheiten arbeiten Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen an strategischen Fragen zusammen. Durch solche Netzwerk-Zusammenarbeit sollen strategische Herausforderungen und Chancen bearbeitet werden.

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn
Redaktion

Dr. Claudia Nieser

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