Fragt man heute in einer beliebigen Fußgängerzone der Region die Menschen, welche Institution sich aktiv dem Thema „Queere Lebensweisen“ widmet, würde wohl nur selten die katholische Kirche genannt. Dabei gibt es im Erzbistum Paderborn den Diözesanen Arbeitskreis „Queersensible Pastoral“. Dieser hatte jetzt gemeinsam mit der Abteilung bilden + tagen und dem Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V. zu einem Fachtag ins Liborianum Paderborn geladen.
Der Titel „Himmelweit offen?! – Kirche für trans* und inter* Menschen“ und darin besonders das Fragezeichen kennzeichneten den Tenor der gut besuchten Veranstaltung. Im Kern ging es um die Frage, ob queere Lebensweisen in der Kirche angekommen sind. Der gesellschaftliche Diskurs zu dem Thema wird in unserem Land teilweise verbissen geführt – auch aufgrund einer politischen Entwicklung, die Toleranz und das gesellschaftliche Miteinander auf eine harte Probe stellt.
Immer noch begegnen lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* geschlechtliche Menschen Vorurteilen und auch Unwissenheit. Und so war der Fachtag auch dazu geeignet, Wissenstransfer anzuschieben und für Verständnis zu werben. Die Teilnehmenden beleuchteten verschiedene Aspekte einer queersensiblen Arbeit und begegneten wertschätzend nichtheteronormativer Lebensweise.
Die Auseinandersetzung mit Intergeschlechtlichkeit, Transidentität und Non-Binarität war ein zentraler Inhalt des Tages. Erfahrungsgemäß gibt es hier nach wie vor viel Unkenntnis und durchaus auch Ablehnung.