Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2026 präsentieren Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bistum Limburg, dem Erzbistum Paderborn, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie der Universität Witten/Herdecke neue Materialien, die die Teilhabe an Religion und Spiritualität gezielt stärken sollen. Aufbauend auf der bereits veröffentlichten digitalen Handreichung „Ich habe Fragen – Ich möchte mitmachen. Meine Spiritualität begleitet“ liegt diese nun auch als Print-Version in Form eines Wendehefts vor und wird durch ein praxisorientiertes Karten-Set ergänzt. Beide Materialien sind darauf ausgerichtet, Barrieren abzubauen, Gespräche über spirituelle Bedürfnisse zu erleichtern und konkrete Wege zu eröffnen, Teilhabe im Alltag zu gestalten. Das Wendeheft ist bewusst in Alltagssprache und Einfacher Sprache konzipiert und macht Teilhabemöglichkeiten in verschiedenen Lebensbereichen greifbar.
Das ergänzende Karten-Set bietet einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema, lädt zur Auseinandersetzung ein und unterstützt dabei, individuelle Teilhabewünsche zu formulieren sowie konkrete Umsetzungsschritte zu entwickeln. „Teilhabe an Religion und Spiritualität sind Grundrechte für alle – unabhängig von Behinderungen“, erklärt Jochen Straub. Anja Fecke aus dem Erzbistum Paderborn betont: „Das Projekt setzt ein klares Zeichen gegen Barrieren in Kirche und Gesellschaft und stärkt eine selbstbestimmte Teilhabe am religiösen Leben und im spirituellen Alltag.“ Auch aus wissenschaftlicher Perspektive wird die Relevanz unterstrichen: „Spiritual Care ist ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Begleitung“, sagt Prof. Dr. med. Arndt Büssing von der Universität Witten/Herdecke.