In einer Zeit, in der viele Kirchen vor der Schließung stehen und ganz sicher nur noch wenige neue Kirchen gebaut werden, ist es da nicht ein bisschen vermessen, von einer neuen Gründerzeit in der Kirche zu sprechen und in Veranstaltungen und bei Mitmachaktionen an den Gründerinnen- und Gründergeist zu appellieren? Volker Birke aus dem Team des Labor E im Bereich Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat verneint entschieden: „Gerade jetzt brauchen wir kreative Köpfe, Gründungsinitiativen und sprühende Ideen. Und vor allem brauchen wir Vernetzung unter den Menschen, die etwas Neues in ihrer Kirche und mit ihrer Kirche vorhaben.“
Zu diesem Zweck lädt das Team des Labor E am 26. September 2025 zur ersten Gefährtenschmiede ein. Passend zum Vorhaben findet das Treffen in der Kulturschmiede in Fröndenberg statt. Die Veranstaltung ist kostenlos und prinzipiell offen für alle haupt- und ehrenamtlichen Engagierten in der Flächenpastoral.
Wo große Veränderungen anstehen, braucht es Gefährtinnen und Gefährten
Gedacht und gemacht ist die Gefährtenschmiede jedoch hauptsächlich für Engagierte aus Räumen, in denen größere und einschneidende Veränderungen anstehen – sei es, dass Kirchen geschlossen werden oder aber, dass die Kirche droht, von gesellschaftlichen oder auch städtebaulichen Entwicklungen an den Rand gedrängt zu werden. Exemplarisch benennt Volker Birke die „Paderborner Konversion“, wo auf dem 54 Hektar großen ehemaligen Barker-Areal ein neues Quartier mit vielen Wohnungen entstehen wird. „Dass dort eine neue Kirche gebaut wird, können wir uns abschminken“, spricht Volker Birke Klartext. Kirche müsse vielmehr mit anderen Mitteln in das neue Stadtviertel getragen werden.