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© Nadja Ikonomopoulos / Erzbistum Paderborn
© Nadja Ikonomopoulos / Erzbistum Paderborn

Blutspende kann sehr gesellig sein!

Neben Kolleginnen und Kollegen auf der Bahre liegen und ein gutes Werk tun, das kann nicht verkehrt sein, oder? Das dachten nicht wenige und so gab es bei der 2. Blutspendeaktion im Koma-Haus des Generalvikariats des Erzbistums Paderborn schon 56 Spendenwillige, fast doppelt so viele wie in 2026.

Für einen Frühtermin sei dies eine gute Zahl, meint das Team vom DRK Münster und dem Ortsverein Paderborn, das sein Equipment in gleich vier Räumen des Konrad-Martin-Hauses (KOMA) aufgebaut hatte.  Ein großer LKW stand vorm Haus, insgesamt waren fünf Hauptamtliche und drei Ehrenamtliche im Einsatz.

Habe ich genügend getrunken? Habe ich gut geschlafen? Solche Fragen stünden logischerweise mit im Raum bei der Entscheidung, morgens zu gehen. Allerdings kann so ein Termin im Büro auch die Hemmschwelle senken. Das sagt Daniel Schröter aus dem Bereich Bauen. Es ist seine zweite Spende, auch im vergangenen Jahr war er bei der ersten Blutspende-Aktion im KOMA-Haus erstmals dabei. „Ich habe schon oft gedacht, da müsste man mal hingehen. Hier habe ich es dann endlich gemacht. Es ist eine schöne Sache!“ Er ergänzt: „Wenn man hier umfällt, weiß man auch, dass sich niemand drüber lustig macht.“ Antwort aus der Kollegenschar: „Dann kommst Du in die Bütt!“

Es herrscht eine ausgelassene Stimmung, man frotzelt mit den Kollegen (und freut sich aufs Brötchen in der Koma-Lounge). „Nur nette Leute hier“, sagen auch die Mitarbeitenden vom DRK-Team. Und schön hell sei es.

„Ich finde die Aktion super, total gut für die Mittagspause!“

Heike Meyer, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Blutspenderin

Aufbau, Spende, Verpflegung, Dokumentation: Viele DRK-Mitarbeitende im Einsatz

„Guckt mal welchen Aufwand sie hier für uns betreiben, was sie alles aufgebaut haben, dass es uns gut geht“, sag Simone Höhl, Bereich Finanzen/Pastorale Dienste. Normalerweise geht sie in ihrem Heimatort Blut spenden. In der Schützenhalle. „Beides ist nett. Man trifft Menschen und tut noch was Gutes. Das ist eine feine Sache.“ Und schon ist sie durch mit der Spende, die meist zehn Minuten dauert. Kollegin Dominique Hölscher (Bereich Schule & Hochschule / Finanzen) legt sich neben sie und bekommt noch etwas Beistand, bis die Nadel in der Ader ist: „Es ist meine zweite Spende. Ich bin schon etwas aufgeregt“, sagt sie.

Achim Wirth (Bereich Pastorale Dienste) liegt auf der Bahre nebenan. Er hat heute seine 30. Blutspende und geht sonst in der Stadt zu Blutspendeterminen, zum Beispiel in die Paderhalle. „Es ist das erste Mal bei meinem Arbeitgeber.“

Wirklich bis zur Spende schaffen es an diesem Tag 51 von 56 Angemeldeten, darunter acht Erstspenderinnen und -spender. Erkältungen oder auch ein Zahnarzttermin am Tag zuvor bremsten einige leider aus.

Zahnarzttermin? Ja, genau, wer zum Beispiel eine professionelle Zahnreinigung oder auch nur einen Kontrolltermin hatte, darf 24 Stunden nicht spenden.

Schönes Ziel: Gemeinsam im Herbst 2027 der Zahl von 100 Spendern nahe kommen

Das traf alles auf die Autorin nicht zu, auch sie durfte spenden. Als Folgespenderin. Der letzte Blutspendetermin war am 5. März 2007. Und doch waren die Daten noch im PC! Dass die Spende erfolgreich war, zeigt der Fotobeweis. Die Aufregung wurde schnell weggelächelt!

Also, nix wie wieder hin im nächsten Jahr. Dann findet die Aktion auf jeden Fall zum dritten Mal statt, wieder im Herbst, sagt Organisatorin Alexandra Müller vom Team Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Neue Kollegen kennen lernen, nett verwöhnt werden und mit einem guten Gefühl wieder an den Schreibtischen gehen? Wer ist 2027 mit dabei? Noch näher an die 100 zu kommen, das wäre doch was!

Ein Beitrag von:
Sonja Funke

Sonja Funke

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