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Bielefeld, Waldeck und Emschertal erproben nächste Schritte im Bistumsprozess

Im Bistumsprozess „Glauben. Gemeinsam. Gestalten.“ des Erzbistums Paderborn stehen die drei Lernräume fest.

Erfahrungen sollen allen Seelsorgeräumen zugutekommen

Mit Bielefeld, Waldeck und Emschertal stehen die drei Lernräume im Erzbistum Paderborn fest. In ihnen werden zentrale Elemente des Bistumsprozesses „Glauben. Gemeinsam. Gestalten“ frühzeitig erprobt. Die Erfahrungen können auch den weiteren Seelsorgeräumen zugutekommen.

Zum 1. Advent 2026 werden im Erzbistum Paderborn alle 21 Seelsorgeräume errichtet. Drei von ihnen übernehmen dabei eine besondere Rolle. Die Seelsorgeräume Bielefeld, Waldeck und Emschertal starten als Lernräume. Die Erzbischöfliche Leitungskonferenz hat diese drei Seelsorgeräume als Lernräume favorisiert und nach Rückbindung in die Pastoralteams und Gremien haben die Übergangsleitungen bestätigt, dass man sich vor Ort gut vorstellen kann, auch Lernraum zu sein.

Im Seelsorgeraum Bielefeld übernehmen Gemeindereferentin Regina Beissel und Pfarrer Norbert Nacke die Aufgabe als Übergangsleitung gemeinsam. Übergangsleiter im Seelsorgeraum Waldeck ist Pfarrer Edgar Zoor, im Seelsorgeraum Emschertal Pfarrer Dr. Nils Petrat.

In den Lernräumen werden zentrale Schritte auf dem Weg zur künftigen Gestalt der Seelsorgeräume zuerst umgesetzt und begleitet. Dazu gehört die Installation eines Leitungstrios. Außerdem beginnen die drei Seelsorgeräume zuerst mit der Ausgestaltung der Profilphase 2, dem „Innenausbau“ des Seelsorgeraumes mit Pastoralem Zentrum und verlässlichen Orten. In dieser Phase entwickeln sie ihr pastorales Profil weiter und klären, welche Schwerpunkte sie auf Grundlage der Lebensthemen der Menschen in ihrem Seelsorgeraum künftig setzen möchten.

Auch die Fusion der Kirchengemeinden wird in den Lernräumen frühzeitig vorbereitet, so dass angestrebt wird, dass eine Fusion in den Lernräumen zum 01.01.2028 stattfinden wird.

Darüber hinaus erproben die Lernräume Ergebnisse aus den Teilprojekten des Bistumsprozesses. Dazu gehören auch Themen, bei denen pastorale und administrative Fragen ineinandergreifen. Die zuständigen Fachstellen des Erzbistums begleiten diesen Prozess. Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort werten sie aus, was sich bewährt, wo nachgesteuert werden muss und welche Erkenntnisse sich auf andere Seelsorgeräume übertragen lassen.

Die Bezeichnung Lernraum macht dabei deutlich, dass eine gemeinsame Entwicklung im Mittelpunkt steht und die Menschen auf den Ebenen der Seelsorgeräume und auf Bistumsebene wechselseitig voneinander lernen können. Die drei Seelsorgeräume sammeln Erfahrungen unter realen Bedingungen und entwickeln die vorgesehenen Strukturen und Arbeitsweisen weiter. Auch Rückmeldungen zu Schwierigkeiten und offenen Fragen gehören ausdrücklich zu diesem Prozess.

 „Die Lernräume helfen uns, Erfahrungen ernst zu nehmen, Abläufe zu prüfen und dort nachzuschärfen, wo es nötig ist. Bielefeld, Waldeck und Emschertal stehen stellvertretend für unterschiedliche Ausgangslagen im Erzbistum. Was dort gelernt wird, soll allen Seelsorgeräumen zugutekommen.“
Generalvikar Dr. Michael Bredeck

Die übrigen 18 Seelsorgeräume werden ebenfalls zum 1. Advent 2026 errichtet und der Grundstein der Entwicklung der nächsten Jahre gelegt.

Auch die geistliche Dimension der Übergangszeit spielt in den Lernräumen eine wichtige Rolle. In den kommenden Monaten geht es nicht nur um neue Abläufe und Zuständigkeiten, sondern auch um die Frage, wie die Seelsorgeräume zusammenfinden, welche pastoralen Schwerpunkte sich entwickeln und wie Kirche unter veränderten Bedingungen nah bei den Menschen bleibt. Die Ankerzeit, die zu Beginn des neuen Kirchenjahres für alle Seelsorgeräume startet, soll helfen, sich geistlich zu verorten.

Weitere Informationen veröffentlicht das Erzbistum Paderborn fortlaufend auf www.bistumsprozess.de.

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