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© Olper Franziskanerinnen
© Olper Franziskanerinnen

Aufbrüche ins Leben – Übergänge gestalten Ordenstag 2026 im Erzbistum Paderborn

Unter dem Thema: „Aufbrüche ins Leben. Franziskus und die Kunst des Transitus“ lud der Vorstand der Paderborner Ordenskonferenz (POK) ins Mutterhaus der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung nach Olpe ein.

Rund 100 Ordensschwestern und -brüder aus 22 verschiedenen Gemeinschaften aus dem ganzen Erzbistum Paderborn folgten gerne der Einladung am Samstag, 11. Oktober, um gemeinsam zu feiern, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig im Glauben zu stärken.

Festvortrag über die Übergänge im Leben des Menschen

Den Beginn bildete die gemeinsame Eucharistiefeier mit Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens.

Anschließend hielt Sr. Jakoba Zöll, Olper Franziskanerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, den Festvortrag zum Thema. Am Beispiel des hl. Franziskus gab es so manche Denkanstöße für unser eigenes Leben, das von vielen Übergänge geprägt wird: auf der Suche nach Sinn, bei Leiderfahrung, wenn äußere Bedingungen sich gewollt oder ungewollt verändern und zuletzt der Übergang, der Transitus im Sterben, in ein ewiges Leben bei Gott.

Diese Übergänge, so Sr. Jakoba, brauchen oft Zeit, lösen viele Unsicherheiten aus und das „Neue“ liegt oft nicht deutlich vor einem. Übergänge wollen gestaltet werden und sind Aufbrüche in ein anderes Leben.

Begegnungen, Austausch und Einblicke ins Mutterhaus

Beim gemeinsamen Mittagessen und Kaffeetrinken gab es reichlich Möglichkeit zum Austausch. Eine Schwester meinte: „Ich kannte wenige, aber im Gespräch hatte ich das Gefühl, als wenn man sich schon lange kannte“.

Eine andere meinte: „Ich war zuletzt vor 40 Jahren hier im Mutterhaus, als Novizin zum Noviziatsseminar“. Das sind Äußerungen, die zeigen, wie sehr sich Ordenschristen an diesem Tag untereinander verbunden fühlten.

Nachmittags konnte man zwischen verschiedenen Angeboten wählen, eine Gelegenheit, die renovierten Räume des Mutterhauses und deren Einrichtungen kennen zu lernen wie das Kinderhospiz und das Josefshaus als erste Einrichtung der Gemeinschaft. Was damals als Waisenhaus begann, ist heute eine moderne stationären Einrichtung der Jugendhilfe für über 200 Kinder und Jugendliche. Dazu gehören auch die Erlebnisscheune und drei Alpakas auf dem Gelände des Mutterhauses, die dann die Gruppe auf dem Rückweg bis zur Mutterhauspforte begleiteten. Um 16.00 Uhr endete der gemeinsame und inspirierende Tag mit einer feierlichen Vesper.

 

„Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt“, meinten viele der Teilnehmenden bei der Verabschiedung.

Ein gelungener Tag der Freude, mit vielen guten Begegnungen!

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