Die digitale „Aktuelle Stunde“ war bewusst als Dialogformat angelegt. Neben kompakten Informationen gab es Raum für Rückfragen, Einordnungen und Perspektiven aus unterschiedlichen Teilen des Erzbistums. Dabei wurde spürbar: Die Pastoraltransformation ist mehr als eine organisatorische Veränderung. Sie berührt gewachsene Gewohnheiten, vertraute Orte, Verantwortlichkeiten und die Frage, wie Kirche künftig nah bei den Menschen bleibt. Zugleich zeigte der Abend, dass die 21 Seelsorgeräume, die in der Regel aus einer Pfarrei bestehen werden, nicht als fertige Antwort zu verstehen sind, sondern als Rahmen, den es jetzt von der Basis her mit Leben zu füllen gilt. Dazu, wie dies gelingen kann, kamen besonders viele Fragen aus dem Publikum.
„Der Seelsorgeraum ist ein gemeinsamer Rahmen, in dem Gemeinden, Einrichtungen, Verbände und Initiativen weiterhin ihren Platz haben sollen,“ so Generalvikar Dr. Michael Bredeck. Dabei werde nicht jeder Ort alles anbieten können. Umso wichtiger sei es, Schwerpunkte zu setzen, Angebote zu profilieren und das zu stärken, was vor Ort gewachsen sei und Menschen auch heute noch verlässlich erreiche. „Der Glaube an Jesus Christus lebt dort, wo Menschen beten, feiern, helfen, trösten, zuhören und das Evangelium konkret werden lassen.“