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Zur Fastenzeit: Sich fest machen im Glauben

Zur Fastenzeit: Sich fest machen im Glauben

Blog-Beitrag von Generalvikar Alfons Hardt

Das Wort „Fasten“ kommt vom Mittelhochdeutschen „vasten“ und hat dann die Bedeutung „fest“ bekommen. Deshalb geht man davon aus, dass das Wort „Fasten“ ursprünglich wohl bedeutete, an den (Fasten)-Geboten festzuhalten. Genau das versuchen fastende Menschen ja auch heute: Sie wollen an den Vorsätzen festhalten, die sie sich für die 40 vorösterlichen Tage gesetzt haben.

Vielfältiges Fasten

Dabei geht es zumeist um Verzicht oder Einschränkungen – aber längst nicht mehr nur im Hinblick auf bestimmte Nahrungsmittel, sondern man denke auch an Beispiele wie das Handy- oder auch an Plastik-Fasten für mehr Nachhaltigkeit. Eine andere Blickrichtung des Fastens geht hin zu einem bewussteren Konsum: kein gänzlicher Verzicht, sondern vielleicht ein bewussterer dankbarer Genuss von scheinbar selbstverständlichen Dingen.

Woran halten wir eigentlich fest?

Wenn wir vom Wortursprung des Fastens, dem Festhalten, ausgehen, eröffnet das noch eine ganz neue Denk-Perspektive für die Fastenzeit: Woran halten wir eigentlich im Alltag fest? Woran lohnt es sich, festzuhalten? Was ist es aber auch nicht wert, daran festzuhalten? Wo ist es vielleicht sogar destruktiv, wenn wir daran festhalten?
Wir können für diese Fragen Antworten in unserem ganz persönlichen Leben suchen. Wir können die Fragen in Bezug auf die Gewohnheiten stellen, die unser Zusammenleben mit anderen Menschen oder unsere Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen prägen. Und nicht zuletzt stellen sich diese Fragen vielleicht besonders dringlich in unseren Kirchengemeinden.

Ballast loslassen

In unseren Gemeinden stehen viele Menschen an einem wichtigen Scheideweg: An welchen Angeboten muss festgehalten und woran kann und sollte nicht mehr festgehalten werden? Diese Entscheidung muss getroffen werden – weil sonst über kurz oder lang ein Zustand der Zermürbung droht. Vielleicht kann die Fastenzeit hier ein Impuls sein, über das „Loslassen“ von Ballast nachzudenken, der mehr hindert, als dass er nützt. Denn es gilt, unseren Glauben und die Frohe Botschaft mit Freude weiterzugeben und nicht mit zunehmender Resignation und Erschöpfung.

Zuversicht trotz aller widrigen Umstände

Aus dieser Feststellung ergibt sich für die Fastenzeit ein weiterer Denkanstoß: Worin machen wir uns eigentlich fest? Wir bereiten uns in der Fastenzeit auf das Osterfest vor, auf das Fest der Auferstehung, aus dem sich unsere Glaubens-Hoffnung nährt. Ostern ist die wichtigste Grundlage, warum wir als Christen trotz aller widrigen Umstände immer Zuversicht haben dürfen. Deswegen ist es gut, sich gerade in der Fastenzeit festzumachen in unserem Glauben und in dieser Hoffnung.

„Fastenimpulse“ im Wir-Portal

Ein sehr lohnenswertes Angebot können Sie in dieser Fastenzeit auf unserem Wir-Portal finden: Im Themenspecial „Fastenimpulse“ gibt es für alle Fastensonntage eine Vielzahl von Anregungen, die Sie durch die Fastenzeit begleiten können – von Impulsen und umfangreichen Materialien über Vorschläge für Wort-Gottes-Feiern bis hin zu Musikbeiträgen, sowohl klassisch als auch aus dem Bereich der Popularmusik. Hier geht es direkt zu den Angeboten. Ich lade Sie herzlich ein, diese wertvolle Zusammenstellung in der Kirchengemeinde oder auch ganz persönlich für die Vorbereitung auf das Osterfest zu nutzen.

Die Fastenzeit ist nicht nur eine „feste“ Zeit im Jahreskreis. Sie ist vor allem eine Zeit, sich im eigenen Glauben „festzumachen“. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute Tage in der Vorbereitung auf das Osterfest!

Ihr Generalvikar Alfons Hardt

„Wir bereiten uns in der Fastenzeit auf das Fest der Auferstehung, aus dem sich unsere Glaubens-Hoffnung nährt. Ostern ist die wichtigste Grundlage, warum wir als Christen trotz aller widrigen Umstände immer Zuversicht haben dürfen. Deswegen ist es gut, sich gerade in der Fastenzeit festzumachen in unserem Glauben und in dieser Hoffnung.“

Generalvikar Alfons Hardt

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