Verkostung von Bibelpassagen und Wein
Samstag, 19 Uhr, vor der Tür der Scharnhorster Kirche. Wallek und Janocha stehen frohgemut in der warmen Abendluft und warten auf die, die da kommen. Ein frohes „Hallo“ erklingt, als die ersten Frauen und Männer um die Ecke biegen. Man begrüßt sich freundschaftlich mit Umarmungen oder Händeschütteln. Die Vorfreude auf den Abend ist spürbar. Sie nimmt noch zu, als die 14 Teilnehmenden – von jung bis alt – in die Kirche eintreten und die zur gemütlichen Runde aufgestellten Stühle und Beistelltische im Seitenschiff der Kirche in Augenschein nehmen. Auf den Tischchen stehen Gläser, kleine Schüsseln sind mit Snacks gefüllt. In der Mitte des Raumes sind blau-weiße Tücher drapiert. Darauf befindet sich eine brennende Kerze, ein Strauß Blumen, ein liegendes Kreuz und eine aufgeschlagene Bibel. In den Ecken des Raumes schaffen Scheinwerfer eine wohlige Atmosphäre des Sonnenuntergangs. Ein Beamer wirft die Darstellung einer griechischen Landschaft an die Stirnwand. Das ist kein Zufall: „Griechischer Wein“ ist das „Wein und Bibel“- Treffen an diesem Abend überschrieben. Es soll um den Paulus-Brief an die Philipper gehen. Und weil der Ort Philippi in der Nähe des heutigen Kavalla, einer Stadt in Griechenland, liegt, haben Stefan Wallek und Thomas Janocha diesen Titel gewählt.
Eins macht Wein-Liebhaber Wallek sofort klar. „Griechischer Wein“ werde es an diesem Abend nur einen geben, einen süß-milden Samos, gleich zu Beginn. Mit dem Befüllen der kleinen Aperitif-Gläser beginnt die Verkostung des Weines, die „Verkostung“ der Bibel-Passagen lässt nicht lange auf sich warten. In welcher Situation war Paulus, als er den Brief an die Philipper schrieb? Was wollte er damit bewirken? Welche Besonderheit hat die Gemeinde in Philippi aufzuweisen?