Strukturen sind Mittel, nicht das Ziel
Die hohe Zustimmung zur Transformation ist allerdings mit klaren Erwartungen verbunden. Ihr Gelingen hängt für die Befragten nicht allein an neuen Organisationsformen und Strukturen: „Strukturen werden vielmehr als Mittel verstanden, um pastorales Handeln neu auszurichten“, so Professor Dr. Christoph Jacobs.
Für die jungen Seelsorgenden bedeutet das vor allem eine geistliche Vertiefung kirchlichen Handelns. Leitend sei die Vision einer Kirche, „die Menschen deshalb nahekommt, weil sie aus dem Evangelium lebt“.
Unsicherheit über den Weg
Neben dieser grundsätzlichen Zustimmung fördert die Befragung auch Unsicherheiten mit Blick auf den Transformationsprozess zutage. „Dabei geht es weniger um das Ziel des Prozesses, sondern um seine Umsetzung und Gestaltung“, so Professor Jacobs. „Zum Beispiel wird wiederholt misstrauisch gefragt, ob Partizipation tatsächlich ernst gemeint sei.“
Weitere Unsicherheiten betreffen die zukünftige Zusammenarbeit in den Pastoralteams, das Leitungsverhalten und die Teamfähigkeit sowie die Frage, wie unterschiedliche Haltungen konstruktiv miteinander verbunden werden können.