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© optimarc / Shutterstock.com
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Netzwerken Wie geht das konkret?

Erfahrene Netzwerkerinnen und Netzwerker machen beim Online-Forum in der Reihe „Kultur im Wandel“ Mut zum Ausprobieren und betonen eine dienende Haltung im Sozialraum.

Wie kann Kirche im Sozialraum wirksam handeln und tragfähige Kooperationen aufbauen? Die-se Frage stand im Mittelpunkt des Online-Forums „Netzwerken konkret. Pastoral wirksam in Sozialräumen agieren“, das von der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung und der Abteilung Glauben im Dialog des Erzbischöflichen Generalvikariates Paderborn im Rahmen der Reihe „Kultur im Wandel“ durchgeführt wurde. Die Veranstaltung brachte Haupt- und Ehren-amtliche aus kirchlichen und sozialen Arbeitsfeldern zusammen, um praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Netzwerkarbeit zu gewinnen.

Im Forum wurde deutlich: Netzwerken ist ein zentraler Schlüssel, um kirchliche Präsenz im lokalen Umfeld zu stärken und gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die Teilnehmenden erhielten Impulse von erfahrenen Netzwerkakteurinnen und -akteuren aus unterschiedlichen pastoralen Kontexten:

Christoph Fortmeier, Gemeindereferent in Lippstadt, gab Einblicke in die Arbeit der AG karitativ, einem Netzwerk für Diakonie in Lippstadt, das kirchliche, soziale und kommunale Akteure zusammenführt.

Marie-Luise Bittger, ehemals Gemeindereferentin im Pastoralverbund Corvey, berichtete vom Runden Tisch der Religionen sowie von ihren Erfahrungen in der Geflüchtetenarbeit, wo interreligiöse Kooperationen und pragmatische Hilfsnetzwerke entscheidend sind.

Sören Becker, Pastoralreferent im Pastoralen Raum Paderborn, zeigte auf, wie Kirche auf Konversionsflächen und in Neubaugebieten der Stadt Paderborn neue Formen der Präsenz und Zusammenarbeit entwickeln kann.

Mut zum Ausprobieren und neue Wege in der Netzwerkarbeit

Ein wiederkehrendes Motiv der Veranstaltung war der Mut zum Ausprobieren. Netzwerkarbeit lebe davon, „erstmal zu machen“ – auch auf die Gefahr hin, dass etwas nicht gelingt. Scheitern wurde ausdrücklich als Chance für Lernprozesse verstanden, die Kooperationen langfristig stärkten.

Zugleich hoben die Referentinnen und Referenten die Notwendigkeit einer klaren Haltung hervor: Selbstbekehrung statt Fremdmission. Kirche wirke im Sozialraum nicht durch das Ausrollen eigener Programme, sondern indem sie sich selbst öffne, zuhöre und bereit sei, die eigenen Perspektiven zu hinterfragen. In diesem Sinne wurde auch das Bild des „Zeltens wie Paulus“ aufgegriffen: flexibel, beweglich, nah bei den Menschen – statt „Burgen zu bauen“, die Distanz schaffen.

Diese Grundhaltung münde in eine Pastoral der eigenen Zurückhaltung. Netzwerkarbeit orientiere sich nicht an institutionellen Interessen, sondern an der Frage: Was brauchen die Menschen vor Ort? Kooperationen würden dann fruchtbar, wenn Kirche bereit sei, sich einzubringen, ohne den Anspruch zu erheben, im Mittelpunkt zu stehen.

Fazit: Das Online-Forum zeigte, wie Kirche durch sozialräumliche Netzwerkarbeit an Wirksamkeit gewinnt. Die Veranstaltung ermutigte dazu, mutig zu handeln, aus Erfahrungen zu lernen und Kooperationen in einer dienenden, menschenorientierten Haltung zu gestalten.

Info: Online-Reihe „Kultur im Wandel“

Die Reihe „Kultur im Wandel“ möchte interessierte Menschen in den Austausch bringen und Anregungen zur Umsetzung im eigenen Umfeld bieten.

Das nächste Online-Forum zum Thema „Kirchenentwicklung verdichtet – Erfahrungen und Einsichten aus dem Bistum Limburg“ findet statt am 4. Mai 2026 von 19:00-20:30 Uhr.

Infos und Anmeldung unter: www.kefb.de/kurse/kurs/S01PBPK051

Die Teilnahme ist kostenfrei. Herzliche Einladung!

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