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© Anna Lena Drees / Erzbistum Paderborn
© Anna Lena Drees / Erzbistum Paderborn

Geht Gemeinde auch digital?

Interessierte loten in Werl Chancen für Kirchenentwicklung im Netz aus

Hast du Netz? Diese Frage könnte bald nicht nur die eigene Internetnutzung betreffen, sondern auch den eigenen Glauben. So lautet jedenfalls die Vision der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Barcamps „Digitale Gemeinde“ am 17. Mai in Werl. Das Besondere an dem Format Barcamp ist die Partizipation aller, die dabei sind. Denn jede und jeder kann Themen setzen, an denen dann andere fachkundige oder interessierte Personen mitarbeiten. Der Arbeitskreis „Digitale Gemeinde“ im Erzbistum Paderborn möchte so Vernetzung, Austausch und Innovation fördern.

Neue Räume öffnen Kirche digital gestalten Ideen spinnen

Die knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus allen Teilen des Erzbistums, um ihre Erfahrungen mit anderen Engagierten zu teilen und neue Ideen für ihre digitale Praxis zu entdecken.

Zu Beginn begrüßen Tanja Espinosa und Volker Birke aus dem Vorbereitungsteam nicht nur die diesmal analog versammelten Internetakteure, sondern skizzieren in ihrer Gegenwartsanalyse die Herausforderungen der Glaubenskommunikation: „Wir leben in einer Zeit, in der sich Gemeinde neu erfinden darf, nicht weil sie kaputt ist, sondern weil sich Menschen, Räume, Lebenswelten, Kommunikationsformen und Zugänge verändern.“ Deshalb müssten neue, digitale Formate entwickelt werden, damit auch Kirche inmitten der alltäglichen Internetnutzung einen Platz findet.

Digitales Grußwort des Erzbischofs

Ganz auf dieser Linie liegt auch das Grußwort von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz. Er bestärkt die Versammelten und gibt ihnen gleichzeitig einen Auftrag mit auf den Weg: „In einem digitalen Zeitalter, spielt das Leben in digitalen Entwicklungen. Und wir sind dann nah bei den Menschen, wenn wir auch digital bei den Menschen sind.“ Das gemeinsame Denken und Überlegen könne neue Ideen und Motivation für innovative Projekte bringen, so lautet jedenfalls der Wunsch des Paderborner Erzbischofs für den Tag.

Künstliche Intelligenz, Digitalpastoral, Weggemeinschaft: Die Themen der Sessions

So vielfältig die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind, so unterschiedlich klingen auch ihre eingebrachten Themen. In insgesamt vier Runden können diese dank der Methode des Barcamps alle zur Sprache kommen. Ein Schwerpunkt kreist um die Chancen und Gefahren künstlicher Intelligenz (KI) für digitale Kirchenentwicklung. Kann ChatGPT besser predigen als unser Pfarrer? Kann KI trösten? Und welche Chancen bietet sie für eine digitale Gemeinde?

Ein anderes ausgiebig diskutiertes Thema ist das Potenzial der Digitalisierung für einen besseren Service in der Seelsorge. Die Ideen reichten von Messbestellungen über eine deutschlandweite Pilgerplattform bis hin zu Best-Practice-Portalen.

„Ein bereichernder Tag“ 3 x Daumen hoch!

Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nach dem Tag hoch zufrieden. Alexandra Schmied, Kirchenvorstandsmitglied aus Gütersloh, nimmt ganz konkrete Ideen mit nach Hause. Ganz oben auf der Liste stehen digitales Bibelteilen und die Partizipation junger Menschen. Nicht nur zufrieden, sondern „extrem positiv überrascht“, verabschiedet sich auch Franz-Josef Klausdeinken, Ehrenamtlicher aus Soest, vom Barcamp: „Für uns ist das zentrale Thema Schöpfungsverantwortung und Sozialraumorientierung im digitalen Raum.“ Für Karolina Müller, Gemeindeassistentin in Steinheim, war das Treffen in Werl eine Hilfe, out of the box zu denken: „Wie digitale Gemeinde aussehen kann, ohne die Vorstellung der Gemeinde, die man so kennt, dass man ein bisschen außerhalb dessen denkt, was man so gewohnt ist. Das wird eine spannende Herausforderung!“

Mehr als ein Zufall: Zufriedene Organisatoren

Die Initialzündung für das Werler Barcamp war eher Zufall: Alexander Müller, Gemeindereferent in Attendorn, hatte selbst an einem solchen Format in Bonn teilgenommen. Umso zufriedener zeigte er sich als Teil des Vorbereitungsteams, da neben der Netzwerkarbeit auch das Konzept für eine digitale Gemeinde vorgestellt und weiterentwickelt werden konnte. Die Ziele der Organisatoren des Barcamps sind ambitioniert. Folgende Zukunftsvision wurde in den Raum gestellt und den Teilnehmenden mit auf den Weg gegeben: Vielleicht gibt es ja neben den klassisch – analogen Seelsorgeeinheiten – bald auch eine digitale?!

Ein Beitrag von:
© Besim Mazhiqi
Anna Lena Drees
Redakteurin

Anna Lena Drees

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