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Zukunft für das Erzbistum

Das im Jahr 2014 veröffentlichte Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn soll Orientierung geben und deutlich machen, in welche Richtung sich das Erzbistum Paderborn entwickeln soll. Es führt aus, welche theologischen und pastoralen Leitmotive und welche grundlegenden Haltungen dabei von besonderer Bedeutung sind.

„Haltungen“ sind dabei ein wichtiges Stichwort. Denn jene Haltungen, die das Zukunftsbild als wichtig herausstellt, bedeuten für die Kirche von Paderborn einen Kulturwandel. Dieser betrifft alle Ebenen: die Verwaltungseinrichtungen Erzbischöfliches Generalvikariat und Gemeindeverbände, die Pfarreien und Pastoralverbünde (Pastorale Räume) sowie Dekanate, Schulen, Bildungshäuser, Kindertageseinrichtungen. Er betrifft Führungskräfte, Hauptamtliche und Ehrenamtliche gleichermaßen.

Die Welt, in der wir leben: säkular, plural, individualistisch

Das Erzbistum Paderborn strebt einen Kulturwandel nicht aus Selbstzweck an, sondern reagiert auf einen Wandel in der Gesellschaft. Diese ist säkular, plural und individualistisch geprägt, die Auswirkungen sind auch innerhalb der Kirche zu spüren. Diese sind zum Beispiel (vgl. Zukunftsbild, S. 22ff.):

  • Traditionsabbruch
  • Akzeptanzverlust des christlichen Glaubens auch bei Getauften
  • Tendenz zur Vermischung verschiedener religiöser Traditionen
  • das Denken vieler Christen in den Kategorien von Angebot und Nachfrage
  • freie Wahl des Abstandes zur „offiziellen Kirche“ und der genutzten Angebote, oft abhängig von den Erfahrungen mit Kirchenvertretern

Eine Kultur der Wertschätzung und des Aufeinander-Hörens

Generell ist es ein Anliegen des Zukunftsbildes, eine Kultur der Wertschätzung und des Aufeinander-Hörens sowie eine Mentalität der Dienstleistung zu etablieren, wofür alle Menschen im Erzbistum Verantwortung tragen. Das Zukunftsbild benennt mehrere Schlüsselthemen, die dem angestrebten Kulturwandel Konturen geben. Zum Beispiel:

Pluralität: Die Lebenswirklichkeiten und -entwürfe der Menschen sind heute höchst unterschiedlich und vielfältig. In ihrem Zukunftsbild verpflichtet sich die Kirche von Paderborn dazu, dies ernst zu nehmen, wertzuschätzen und mit differenzierten Angeboten auf diese Situation zu reagieren.

Vertrauen und Verantwortung: Wenn die Meinungen und Zielsetzungen innerhalb der Kirche immer vielfältiger werden, ist es umso wichtiger, dass sich alle, denen die Kirche am Herzen liegt, mit Vertrauen begegnen. Eine Kultur des Vertrauens bedeutet, dem Gegenüber mit positiven Erwartungen zu begegnen und ihm trotz unterschiedlicher Ansicht einen guten Willen zu unterstellen. Zu einer Kultur des Vertrauens gehört auch, einem anderen zuzutrauen, dass er eine übernommene Aufgabe gut bewältigen wird und daher Verantwortung übernehmen kann.

Entscheiden, Kommunikation und Partizipation: Entscheidungen werden nicht „von oben herab“ oder „im stillen Kämmerlein“ getroffen, sondern erfordern Kommunikation mit den Beteiligten und deren Partizipation, damit sie Akzeptanz finden. Vor allem bei schwierigen Entscheidungen ist eine geistliche Fundierung des Prozesses wichtig.

Führen und Leiten in der Kirche: Für Frauen und Männer, die im Erzbistum Paderborn führen und leiten, sind ihre Ämter und Aufgaben kein Selbstzweck, sondern Dienst zum Aufbau der Kirche. „Sie sollen Charismen entdecken und wecken, sie sollen ermutigen, befähigen, begleiten, sammeln und Einheit stiften. Ihr Handeln soll dabei partnerschaftlich, dialogisch, kommunikativ, kooperativ und situativ sein.“

Der Kulturwandel im Erzbischöflichen Generalvikariat

Ein wichtiger Meilenstein des Kulturwandels im Erzbischöflichen Generalvikariat war die letzte Sitzung der Hauptabteilungsleiterkonferenz (kurz HAK) am 24. Juli 2018, jahrzehntelang gemeinsam mit dem Verwaltungsrat prägende Entscheidungsstruktur der erzbischöflichen Behörde. Seit September liegen die Entscheidungen bei vier Management-Teams: Ressourcen, Dienste, Entwicklung und ein direkt beim Generalvikar angesiedeltes Management-Team.

Das erste, unmittelbare Ziel dieser Veränderung: einfache Kommunikationswege, schnellere Entscheidungen, kürzere Abstimmungswege. Das große, übergeordnete Ziel: Das EGV will sich vom Verwalter zum Dienstleister für die Pastoralen Räume wandeln. Der Aufbau der Pastoralen Räume bedeutet für die Haupt- und Ehrenamtlichen, die in den Pfarreien des Erzbistums leben und arbeiten, eine große Veränderung. Um dem gerecht zu werden, muss sich auch das Generalvikariat verändern: in seinen Strukturen, seinen Arbeitsweisen, seiner Organisationskultur und durch das Selbstverständnis jedes einzelnen Mitarbeiters.

Das Generalvikariat erarbeitet eine eigene Strategie und setzt damit Schwerpunkte für seine künftige Arbeit. In diesem Zuge wurde definiert, welche Leistungen die bischöfliche Behörde anbietet. Heraus kam eine sogenannte Prozesslandkarte, die statt eines Abteilungsorganigramms die zentralen Leistungen darstellt, die im EGV erbracht werden. In der Mitte stehen Prozesse mit „hoher Kundenwirksamkeit“ wie die Sicherstellung territorialer Pastoral oder das Betreiben katholischer Schulen. Hinzu kommen Arbeitsfelder, die es erst möglich machen, dass diese Kernprozesse funktionieren, zum Beispiel „Personal einsetzen und begleiten“ oder „Zentrale Infrastruktur bereitstellen“.

Entscheidend für einen Veränderungsweg sind die Menschen, die ihn gehen. Dazu haben mehr als 100 Führungskräfte aus dem Generalvikariat die Fortbildungsreihe „Fokus Führung“ absolviert. Gemeinsam mit anderen Führungskräften aus dem Erzbistum haben sie dort Techniken für Führungshandeln in komplexen und unter sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen kennengelernt.

Teil des Kulturwandels ist es auch, dass man im Generalvikariat über die eigene Behörde hinausblickt, sich gemeinsam mit den Gemeindeverbänden auf Schwerpunkte einigt und mit ihnen die Vorstellungen von guter Arbeit für die Pastoralen Räume zusammenbringt. Ein zentraler Schritt ist die Einführung von Verwaltungsleitungen in den Pastoralen Räumen. Dazu gehört auch die konsequente Beteiligung von Menschen aus den Gemeinden des Erzbistums („Kunden“ der Kirchenverwaltung) an den Vorhaben.

Blog Generalvikar

Generalvikar Alfons Hardt nimmt regelmäßig zu aktuellen Themen Stellung, gibt Einblicke in die sich verändernden Abläufe im Erzbischöflichen Generalvikariat und informiert die Mitarbeiterschaft über für sie relevante Themen.

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