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Wort-Gottes-Feier in der 4. Fastenwoche 2020

Vorzubereiten: Brennende Osterkerze, kleine Kerzen für jeden Teilnehmer

 

Lied zur Eröffnung: GL 275 (Selig, wem Christus auf dem Weg begegnet)

Kreuzzeichen

Liturgischer Gruß
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. Der Himmel und Erde erschaffen hat.

Einführung
Auf unserem Weg hin zum Osterfest haben wir bereits mehr als die Hälfte geschafft. Auf vielfältige Weise ist uns Christus in dieser Zeit schon begegnet: im Gebet, im Lesen der Schrift, im Gespräch mit einem anderen Menschen, einem guten Wort. Immer wieder ruft er uns in diesen Wochen zur Umkehr und spendet uns „Licht und Hoffnung“, wie es gerade im Lied hieß. Auch jetzt in dieser Feier dürfen wir Christus in seinem Wort begegnen, uns von ihm ansprechen lassen. Rufen wir zu ihm:

 

Kyrie: GL 134

Herr Jesus Christus, du bist das Licht der Welt, das alle Dunkelheit erhellt. – (gesungen) Herr, erbarme dich.

Du erhellst unser Leben und öffnest unsere Augen für dich. – (gesungen) Christus, erbarme dich.

Du lässt uns als Kinder des Lichtes leben. – (gesungen) Herr, erbarme dich.

 

 

Eröffnungsgebet (MB 307):

Lasset uns beten:
Gott. Dein Wort bringt Licht und Freude in die Welt. Es macht das Leben reich, es stiftet Frieden und Versöhnung. Gib, dass wir es nicht achtlos überhören. Mach uns aufnahmebereit. Bring dein Wort in uns zu hundertfältiger Frucht. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

 

Ruf vor dem Evangelium:
V/A     Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! (GL 176,3)

V         Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, hat das Licht des Lebens.

A         Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!

 

Evangelium             Joh 9,1-41

 

Wiederholung des Rufes GL 176,3

 

Gedanken zur Auslegung
Liebe macht blind, so sagen wir schon mal. Und wir meinen damit, dass Verliebte nur noch Augen füreinander haben und alles andere um sich herum vergessen. Liebe macht blind.

Im Anschluss an das heutige Evangelium kann man den Satz etwas anders formulieren: Sünde macht blind. Mit dieser Aussage soll natürlich nicht die Eingangsfrage der Jünger bejaht werden, ob der Blindgeborene selbst oder seine Eltern gesündigt hätten. Mitnichten. Vielmehr geht es um den weiteren Verlauf der Geschichte und wieder einmal, wie so oft in den Evangelien, um die Gruppe der Pharisäer. Sie sehen nur den Verstoß gegen das Gesetz, dass Jesus am Sabbat, dem Tag der Ruhe, den Blinden geheilt hat. Sie lehnen Jesus ab, setzen sich von ihm ab: „Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält“ (V. 16). So blicken die Pharisäer nur auf ihre eigene Überzeugung; das Gute aber, das Jesus dem Blinden getan hat, sehen sie nicht. Denn „Sehen“ ist auch eine innere, auf den anderen Menschen bezogene wertschätzende Haltung. Eine solche Haltung aber fehlt den Pharisäern. Sie sehen nur sich und ihre eigene Überzeugung vom Gesetz. Damit aber sondern sie sich bewusst von Jesus ab. Diese Sünde macht sie blind. Ihre Blindheit hat dann Konsequenzen für den Geheilten. Denn er übernimmt nicht die Position der Pharisäer, sondern verteidigt Jesus. Er will ihnen eine andere Sichtweise vermitteln: „Wenn dieser nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können“ (V. 33). Sie aber wollen nicht und verstoßen ihn aus der Gemeinschaft.

Die Eltern des Blindgeborenen sind nicht viel besser als die Pharisäer. Statt dankbar für die Heilung ihres Sohnes zu sein, haben sie Angst, aus der Synagoge, also aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Die Angst um ihr eigenes Wohl, macht sie blind für das Wohl ihres Kindes. Also auch sie kreisen, wie die Pharisäer, nur um sich selbst. Das ist ihre Sünde, die sie blind für ihr eigenes Kind macht.

Jesus hingegen geht es nicht um sich selbst, sondern um das Wohl das anderen, in diesem Fall des Blindgeborenen. Hierin zeigt sich seine Liebe zu den Menschen – eine Liebe, die nicht blind, sondern wirklich sehend macht.

Auf dem Weg nach Ostern hin ist es ja vielleicht eine Überlegung wert, ob wir selbst nicht manchmal zu den Blinden, den Blindgewordenen gehören, die nur sich selbst und nicht den anderen, nur die eigene Überzeugung und nicht die der anderen sehen. Sollten wir so mit Blindheit geschlagen sein, wird Ostern hoffentlich der Punkt sein, an dem uns die Augen aufgehen und wir IHN, Jesus, im anderen erkennen.

 

Stille

 

Deutender Ritus:

In gut zwei Wochen wird zu Beginn der Osternachtsfeier die brennende Osterkerze in die dunkle Kirche getragen werden. Ihr Licht durchbricht die Dunkelheit des Raumes, so wie Christus die Dunkelheit der Welt oder unseres Lebens. Denn er sagt von sich: Ich bin das Licht der Welt. Bei unserer Taufe wurde die Taufkerze an der Osterkerze entzündet, um zu symbolisieren: Jeder Getaufte hat Anteil an Christus, wird von ihm erleuchtet und soll selbst als Licht in der Welt leuchten. Ich lade Sie ein, nach vorne zur Osterkerze zu kommen und hier das Licht der Osterkerze, das Licht Christi erneut zu empfangen.

 

Alle Teilnehmer, die möchten, kommen zur Osterkerze und erhalten dort vom Leiter / von der Leiterin der Feier eine an der Osterkerze entzündete Kerze. Dazu kann er / sie sprechen: „In dir leuchte das Licht Christi“, „Du bist von Christus erleuchtet“, „Christus leuchte dir auf allen Wegen deines Lebens“ oder einen anderen Zuspruch.

 

Litanei von der Gegenwart Gottes:  GL 557, 1+2+13

 

Wechselgebet „König des Lebens“ (GL 900,6)

 

Fürbitten und Vater unser

Fürbitten aus dem Andachtsabschnitt „Krankheit und Not“ (GL 680,5; ab Mitte der Seite)

 

All unsere Bitten lasst uns zusammenfassen in dem Gebet, das uns Jesus gelehrt hat:

Vater unser …

 

Segensbitte und Entlassung

Der allmächtige Gott, der alle Dunkelheit dieser Welt und unseres Lebens zu erhellen vermag segne und begleite uns auf unseren Wegen. Das gewähre uns unser guter Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

Singet Lob und Preis.

Dank sei Gott, dem Herrn.

 

Ggf. Schlusslied: GL 360 (Macht weit die Pforten in der Welt)

 

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