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Corona und die Kirche

Corona ist nur das Brennglas, das alles vergrößert

Es gibt eine gute und eine beunruhigende Nachricht

Was lernen wir aus Corona? Corona wirkt wie ein Brennglas: Es macht Dinge größer. Es bündelt und stellt scharf. Manche Entwicklungen sehen wir jetzt überdeutlich. Es gibt eine gute Nachricht und eine beunruhigende. Die gute zuerst: Als Kirche werden wir in der Krise in vielen Formen gebraucht. Doch was uns beunruhigen sollte: Als Kirche waren wir für die Menschen oft unsichtbar. Wir müssen uns ehrlich der Frage stellen: Wo war ich relevant? Wo habe ich Sinn gestiftet?

Wie auch immer die Antwort lautet: Als Kirche sind wir gelähmt, immer, wenn wir den einen Fehler wiederholen: Nämlich, wenn wir versuchen, neue Situationen mit altem Werkzeug zu bearbeiten – mit alter Sprache, alten Strukturen, alten Angeboten.

Dynamik nicht als Ausnahmezustand, sondern als Grundvoraussetzung

Im Lockdown mussten wir erfinderisch und flexibel sein, wenn wir etwas bewirken wollten. Diese wache Dynamik brauchen wir nicht als Ausnahmezustand, sondern als Grundvoraussetzung – für uns als Christinnen und Christen, aber auch für uns als Bistum. Unsere Angebote und Aktivitäten haben dort funktioniert, wo sich die Kirche an den akuten Bedürfnissen der Menschen orientiert. Wo sie Prioritäten dort setzt, was die Situation verlangt. Wo sie ganz bewusst raus geht zu den Menschen.

Hier ist Kirche in ihrem Kern-Anliegen aufgetreten: Menschen traten in Verbindung – zueinander und zu Gott. Diese Frage muss uns permanent begleiten: Wie können wir künftig solche Verbindungen immer wieder neu herstellen?

­­­­Zentrale Aussagen:

  • Als Kirche werden wir in der Krise in vielen Formen gebraucht. Doch was uns beunruhigen sollte: Als Kirche waren wir für die Menschen oft unsichtbar.
  • Als Kirche sind wir gelähmt, immer, wenn wir den einen Fehler wiederholen, nämlich dann, wenn wir versuchen, neue Situationen mit altem Werkzeug zu bearbeiten.
  • Unsere Angebote und Aktivitäten haben dort funktioniert, wo sich die Kirche an den akuten Bedürfnissen der Menschen orientiert.