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„Wir wollen immer besser werden“

Erzbischöfliches Generalvikariat arbeitet weiter an seiner Familienfreundlichkeit – und wurde erneut ausgezeichnet
Foto: Evgeny Atamanenko / Shutterstock.com Foto: Evgeny Atamanenko / Shutterstock.com
News
22. Juni 2021

„Wir wollen immer besser werden“

Erzbischöfliches Generalvikariat arbeitet weiter an seiner Familienfreundlichkeit – und wurde erneut ausgezeichnet

Eine familienfreundliche Personalpolitik – das ist längst kein Luxus mehr, sondern ein Begriff, der fest in der Arbeitswelt etabliert ist. „In Auswahlgesprächen merken wir immer wieder, wie wichtig es Bewerberinnen und Bewerbern ist, Arbeit und private familiäre Aufgaben gut unter einen Hut zu bekommen“, sagt Lisa Kaißer, Leiterin des Teams Personalgewinnung im Erzbischöflichen Generalvikariat und Themenverantwortliche für Beruf und Familie. „Da ist es gut für uns, dass wir inzwischen ziemlich gut abschneiden, wenn es darum geht, Beruf und Privatleben zusammenzubringen.“

Dass das Generalvikariat tatsächlich gute Bedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bietet, bezeugt seit 2008 das Zertifikat „audit berufundfamilie“. Dies bekam es nun erneut bestätigt: Am 22. Juni 2021 erhielt das Generalvikariat zum fünften Mal eine Auszeichnung für seine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.

"Wir bleiben weiter im Auditierungsverfahren"

„Seit der vierten Auszeichnung im Jahr 2018 dürfen wir das Zertifikat dauerhaft tragen“, stellt Lisa Kaißer nicht ohne Stolz fest. „Gemeinsam mit der Bistumsleitung haben wir uns trotzdem dafür entschieden, weiter im Auditierungsverfahren zu bleiben. Das Thema ist uns wichtig. Wir wollen noch besser werden. Unsere Mitarbeitenden sollen sich darauf verlassen können, dass wir uns nicht auf Vorhandenem ausruhen.”

Längst sind bei der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik des Generalvikariates nicht nur Mitarbeitende mit Kindern im Blick. „Sie bezieht sich genauso auf Kolleginnen und Kollegen, die pflegebedürftige Angehörige betreuen“, erklärt Lisa Kaißer. Und es gehe inzwischen auch generell um eine gute Work-Life-Balance. Das sei wichtig, um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bekommen und zu halten.

audit berufundfamilie

Die berufundfamilie Service GmbH ist Anbieter des audit berufundfamilie / audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen. Zudem entwickelt es systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Das audit wird von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen.

 

Viel Bewegung in den vergangenen Jahren

Flexible Arbeitszeiten und eine gute IT-Ausstattung zählen bei den Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mittlerweile zum Standard. In den vergangenen Jahren weitete man zudem die Möglichkeit zur Heimarbeit über das ganze Erzbistum aus – schon bevor Corona kam. „Tatsächlich hat die Pandemie dieser Maßnahme dann einen Schub gegeben“, sagt Lisa Kaißer. „Es hat uns auch gezeigt, wie flexibel und motiviert unsere Mitarbeitenden sind. Die Umstellung aufs digitale Arbeiten – vielfach im Homeoffice – hat wunderbar geklappt.“

Noch eine neue Maßnahme gibt es inzwischen: Führungsstellen mit einer Teilzeitoption auszuschreiben. „Vier Führungstandems gibt es schon“, so Lisa Kaißer. „Zum Beispiel in der Abteilung ‚Pastoral in verschiedenen Lebensbereichen‘ im Bereich Pastorale Dienste. Dort leiten zwei Frauen gemeinsam. Dabei hat sie die Personalentwicklung zu Beginn begleitet.“

Nächste Schritte sind schon im Blick

Nächste Schritte für eine noch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind bereits im Blick: „Wir wollen das mobile Arbeiten weiter entwickeln. So soll beispielsweise die IT-Ausstattung für neue Mitarbeitende künftig direkt für das mobile Arbeiten ausgelegt sein“, kündigt Lisa Kaißer an. „Auch Maßnahmen zur Bewahrung der Schöpfung wollen wir weiterhin im Fokus behalten. Etwa Ressourcen einzusparen, indem Meetings wenn möglich auch weiterhin digital durchgeführt werden. Oder indem wir die Angebote von digitalen Lernplattformen noch ausweiten. Auch flexible Bürokonzepte können wir uns vorstellen.“

Ein großes Thema sei zudem die Entwicklung weiterer Möglichkeiten, um individuelle Arbeitszeitmodelle zu gestalten. Insbesondere mit Blick auf die Förderung von Frauen in Führungspositionen ist dies ein wichtiger Aspekt. „Personalgewinnung und Personalentwicklung arbeiten zu diesen Themen eng zusammen, um Synergien zu erzeugen und die Themen gemeinsam voran zu bringen“, erläutert Stefanie Berns, Abteilungsleiterin der Personalentwicklung. Erster Ansatzpunkt sind hier die Ergebnisse des Frauen-Karriere-Indexes, mit dem sich das Erzbischöfliche Generalvikariat vor kurzem hat bewerten lassen.

„Das alles sind wichtige Maßnahmen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben“, so Lisa Kaißer. „Natürlich liegen uns als katholischer Kirche Familien am Herzen. Indem wir weiterhin im Auditierungsverfahren bleiben, wollen wir genau das signalisieren.“

Ein Beitrag von:
Redakteurin

Dr. Claudia Nieser

 
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