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Sich auf Gott zubewegen

Sich auf Gott zubewegen

Der Adventskranz mit seinen vier Kerzen, von denen wir Woche für Woche eine entzünden, macht deutlich: Der Advent ist eine Zeit der Erwartung. Als Christen warten wir darauf, die Ankunft des Herrn in dieser Welt zu feiern. Wir denken daran, dass Gott Mensch geworden ist und uns nahe sein will – weit über die feierlichen Tage des Weihnachtsfestes hinaus, in den Herausforderungen unserer Zeit und unseres Alltags. Deshalb ist es ein starkes Signal, dass wir in diesem Jahr am ersten Advent nicht nur in die Vorweihnachtszeit gestartet sind, sondern als Kirche in Deutschland zu unserem synodalen Weg und als Ortskirche von Paderborn zum nächsten Diözesanen Forum aufgebrochen sind.

Das Diözesane Forum wird versuchen, die Arbeitsstände des Synodalen Weges aufzugreifen. Es geht um die Zukunftsfähigkeit unserer Kirche. Um das, was wir unter der Führung des Heiligen Geistes an notwendigen Veränderungen anpacken müssen – aber sicher auch um das, worüber wir in der Ortskirche von Paderborn nicht allein entscheiden können, weil es auf der Ebene der Weltkirche verhandelt werden muss.

Viele Erwartungen, Jesus als gemeinsame Mitte

Viele Menschen aus dem ganzen Erzbistum Paderborn werden sich beim Diözesanen Forum begegnen – Menschen unterschiedlichen Alters, mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Erwartungen, Enttäuschungen und Hoffnungen. Kirche ist und war schon immer vielfältig. Doch es macht derzeit den Anschein, als werde die Verständigung darüber, was noch „katholisch“ sei, immer konfliktreicher. Ich hoffe und wünsche mir, dass es uns allen beim bevorstehenden Forum und auch darüber hinaus gelingt, in einen konstruktiven Dialog zu treten und uns zuzuhören. Helfen kann und wird uns dabei, uns von Jesus als unserer gemeinsamen Mitte leiten zu lassen.

 

Ausschau halten nach Gott

Vor zehn Jahren, im November 2009, fand das erste Diözesane Forum mit Erzbischof Hans-Josef Becker statt. Das damalige Leitwort passt in meinen Augen sehr gut in den Advent: „Denn wir schauen aus nach dir“ (Ps 33,22). Auch damals stand über dem Forum die Zuversicht, den Herrn zu suchen und auf seinen Geist zu vertrauen. Erzbischof Becker ermutigte die Forumsteilnehmer damals, sich immer wieder neu „nach Gott auszustrecken“ – ein Bild, das mir besonders eindrücklich in Erinnerung geblieben ist. Dazu möchte ich Sie alle in der Adventszeit und am Beginn des Weges zum Diözesanen Forum einladen: hinzuhören auf das, was Gott uns sagen will – und dadurch vielleicht auch ein besseres Gehör für das zu bekommen, was unser Gegenüber uns sagen möchte.

Erste Weg-Erfolge

Wenn wir darauf blicken, was die beim ersten Diözesanen Forum formulierten Schwerpunkte der pastoralen Entwicklung bis 2014 in unserem Erzbistum waren, kann man fragen: Was ist davon geblieben? Was wurde erreicht? Geblieben ist in jedem Fall die geistliche Verortung unseres Entwicklungsprozesses. Geblieben ist auch die hohe Bedeutung der Berufung aller Getauften. Geblieben ist nicht zuletzt die Frage von Prioritäten und Nachrangigkeiten, die wir wohl gemeinsam noch konsequenter anpacken müssen, um uns nicht im „Hamsterrad“ totzulaufen.

 

Mit Zuversicht aufbrechen

In diesem Kontext können wir auch auf Erreichtes stolz sein: Wo 2009 noch überlegt wurde, wie Seelsorger vor Ort entlastet werden können, sind heute erste Verwaltungsleiterinnen und -leiter im Einsatz und das Projekt wird bistumsweit sukzessive ausgerollt. Ein wichtiger Schwerpunkt beim Forum 2009 war die „Sorge um die Neuentdeckung, Vertiefung und Vitalisierung des Glaubens an Gott“, wie Erzbischof Becker es damals formuliert hat. Der ganze Bereich „Evangelisierung“, wie er sich durch unser Team vom „Labor E“ nun im Generalvikariat personalisiert oder beispielsweise durch den gerade erschienenen Reader zum Thema manifestiert, ist ein weiteres positives Ergebnis unserer Entwicklung. Wir können also durchaus zuversichtlich zum nächsten Forum aufbrechen.

Die Herausforderungen für unsere Kirche waren 2009 groß und sie sind heute, zehn Jahre später, noch größer geworden. Aber wenn wir uns öffnen für den Geist Gottes, der Gutes unter und zwischen uns Menschen bewirken will, dann werden wir diese Herausforderungen mit Gott an unserer Seite angehen können. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit und einen guten Weg zum Diözesanen Forum 2020 in Paderborn.

Ihr Generalvikar Alfons Hardt

“Dazu möchte ich Sie alle in der Adventszeit und am Beginn des Weges zum Diözesanen Forum einladen: hinzuhören auf das, was Gott uns sagen will – und dadurch vielleicht auch ein besseres Gehör für das zu bekommen, was unser Gegenüber uns sagen möchte.”

Generalvikar Alfons Hardt

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