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24
Dezember
2019
24.Dezember.2019

Mumsaleth – ein Esel auf Mission

Lea Rybakowski mit ihrer Hauptfigut "Esel Mumsaleth". (Foto: Franziska Elsner)
Lea Rybakowski mit ihrer Hauptfigut "Esel Mumsaleth". (Foto: Franziska Elsner)
Redaktion

Wie ist das Projekt entstanden? Wie kamen Sie auf die Idee?

Lea Rybakowski

Mumsaleth hat mir aus einer schwierigen Lage heraus geholfen. In meiner Tätigkeit als Messdiener-Gruppenleiterin habe ich mich vor der Aufgabe gesehen, den Kindern zu vermitteln, dass das Messdiener-Dasein mehr als die gemeinsamen “Spielstunden” umfasst. Fragen wie: “Was heißt es eigentlich Christ zu sein?” “Warum gehen wir in den Gottesdienst?” “Was feiern wir an Ostern, Weihnachten oder Pfingsten?” bedürfen einer fundierten Antwort, die den Kindern verständlich vermittelt werden muss. Mumsaleth hilft mir, diese Fragen zu beantworten. Wir sind seit Dezember 2016 gemeinsam unterwegs.

Redaktion

Warum haben Sie sich für die Figur des Esels entschieden?

Lea Rybakowski

Tatsächlich kam nicht ich auf den Esel, sondern der Esel auf mich. Ursprünglich war der drollige Esel einfach nur Platzhalter auf einer Jungschar-Zeitung. Aber seitdem ist er mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Als wir dann im Rahmen der Messdiener-Arbeit im Winter 2016 vor der Frage standen, wie wir den Kindern einen neuen Zugang zur Weihnachtsgeschichte schaffen können, kam mir der Esel wieder in den Sinn. So ist unsere erste Geschichte entstanden: Mumsaleth und Weihnachten.

Wichtig war dabei, die Kinder aktiv in die Geschichte einzubinden. Sie sollten die Chance haben, Teil der Erfahrung zu sein, ohne dabei den Inhalt der biblischen Erzählung zu verfälschen. Aufgrund der positiven Rückmeldung und vieler weiterer Anfragen von Kinder-Gruppen, sah ich mich dazu berufen, dieses Projekt weiter fortzuführen.

Redaktion

Esel und Ochs gehören zu vielen Krippendarstellungen. Wo spielt der Esel in der Bibel noch eine Rolle?

Esel Mumsaleth

Der Esel spielt in der Bibel eine “tragende” Rolle. Jawohl! Er wird insgesamt 90 Mal ausdrücklich genannt. Für die Menschen damals haben Esel insgesamt eine sehr wichtige Rolle in ihrem Alltag gespielt. Dass wir Esel in fast jeder Krippendarstellung zu sehen sind, geht auf einen Propheten zurück, der schon lange vor der Geburt Jesu gelebt hat. Jesaja heißt dieser Prophet! Und der hat gesagt, dass selbst Ochsen und Esel wissen wer ihr Herr ist und wo seine Krippe steht. Sie wissen, zu wem sie gehören! Menschen vergessen das immer wieder. Deswegen kann ich ihnen helfen, zurück zu finden zu der Krippe mit dem kleinen Jesus, der ja auch ihr Herr ist.

Redaktion

Wen möchten Sie erreichen? Wer sind die Zielgruppen?

Lea Rybakowski

Entstanden sind die Geschichten ursprünglich für Grundschul-Kinder. Wir waren  bei Gemeinden, Grundschulen und bei verschiedenen Veranstaltungen. Mittlerweile hatten wir aber auch die Gelegenheit, Kinder zu erreichen, die außerhalb dieser Alterspanne liegen.

Die wohl außergewöhnlichste Gruppe, bei der wir zu Gast waren, war das Kinder-Hospiz Balthasar in Olpe. Das hat uns vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Wir hatten großen Spaß daran, diesen Kindern ein tolles Erlebnis zu bereiten. Gerade dieses Projekt hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder zu hören und zu antworten.

Wir erleben es auch als großes Geschenk, selbst immer wieder mehr zu verstehen, was es heißt, sein Leben auf Jesus auszurichten. Auch Erwachsene können sich so immer wieder neu inspirieren lassen.

Lea Rybakowski mit Esel "Mumsaleth". (Foto: Franziska Elsner)

Redaktion

Wie fühlst Du Dich in Deiner Mission, Kindern von Jesus zu erzählen?

Esel Mumsaleth

Großartig! Ich darf sooo viele tolle Kinder kennenlernen und mit ihnen mein Herzens-anliegen teilen. Das ist ein riesengroßes Geschenk, aber natürlich auch eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.

Redaktion

Warum ist die Kunstfigur Mumsaleth so wichtig, dass Kinder den christlichen Glauben besser verstehen und erleben können?

Lea Rybakowski

Maria ist damals auf einem Esel nach Bethlehem gekommen und hat dort Jesus zur Welt gebracht. Von der Geburt Jesu bis zu seinem Einzug in Jerusalem spielen Esel im Leben Jesu eine wichtige Rolle. Esel sind ein ungewöhnliches Reittier für einen König, der auch so ganz anders ist, als wir es erwartet hätten. Mumsaleth hilft heute auch, die Kinder zu ihrem Retter und Freund zu bringen beziehungsweise Jesus zu den Kindern zu bringen. Es ist keine Einbahnstraße, sondern geht immer in beide Richtungen.
Dabei stellt Mumsaleth die Fragen der Kinder und schafft so einen Anknüpfungspunkt.

Natürlich ist das nicht der einzige Weg, den christlichen Glauben zu vermitteln, aber einer durch den Gott schon viel Segen geschenkt hat. Dafür sind wir sehr dankbar.

Redaktion

Wie schaffst Du es, dass Dir die Kinder besonders gut zuhören?

Esel Mumsaleth

Ein entscheidender Vorteil ist, dass ich so große Ohren habe. Bevor mir jemand zuhören kann, höre ich erstmal genau hin. Wenn ich dann weiß, was die Kinder bewegt, kann ich sie dort abholen, wo sie stehen. Zusammen machen wir uns dann auf den Weg und haben viel Spaß. Auch ich lerne immer wieder dazu und die Kinder helfen mir jedes Mal spielerisch weiter.

Redaktion

Wie ist Ihre Beziehung zu Mumsaleth? Können Sie den Charakter der Spielfigur skizzieren?

Lea Rybakowski

Mumsaleth und ich sind ein Team bei unserer Arbeit im “Soul-Saving-Business”. Wir inspirieren einander und haben beide unsere Stärken und Schwächen, mit denen wir uns ergänzen können. Neben seinen großen Ohren hat Mumsaleth auch ein mindestens genauso großes Herz. Mumsaleth weiß nicht alles, aber er ist immer interessiert daran neue Dinge zu lernen. Er ist bereit sich helfen zu lassen und anderen zu helfen. Seine Familie und seine Freunde sind ihm besonders wichtig. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und lernen spielerisch Jesus Christus besser kennen.

Redaktion

Auf welchen Auftritt freust Du Dich am meisten?

Esel Mumsaleth

Am meisten freue ich mich darauf zu euch zu kommen! Wir freuen uns auf neue Gruppen, die wir besuchen können und mit denen wir gemeinsam das Abenteuer des Glaubens erleben können.

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