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16
Oktober
2019
16.Oktober.2019

Glaube an Gott ist für Jugendliche weniger wichtig

Die Shell Jugendstudie 2019 stellt Sichtweisen, Stimmungen und Erwartungen von Jugendlichen in Deutschland dar

Beziehungen und ein gutes Familienleben bleiben für Jugendliche im Jahr 2019 die bedeutendsten Lebensinhalte, sie fordern vermehrt die Durchsetzung ihrer Interessen und Ansprüche, Religion nimmt hingegen einen immer niedrigeren Stellenwert in ihrem Leben ein. Dies sind einige zentrale Ergebnisse der Shell Jugendstudie 2019, die Lebenssituationen, Einstellungen und Orientierungen der jungen Generation in den Blick nimmt. An der repräsentativen Studie haben 2.572 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren teilgenommen.

Die Studie zeigt, dass die junge Generation in Deutschland ihr Interesse an Politik, vor allem am politischen Engagement, im Vergleich zum Jahr 2002 weiter ausbaut. Sie erachten es für wichtig, ihre Stimme zu erheben, um ihre eigenen Anforderungen an Politik und Gesellschaft deutlich zu benennen. Die Forderung zur konkreten Umsetzung ihrer Interessen wird nicht zuletzt in den großen, öffentlichen „Fridays für Future“-Demonstrationen deutlich. Aus diesem Grund trägt die Studie den Untertitel: „Eine Generation meldet sich zu Wort.“

„Junge Menschen wissen, dass Entscheidungen von heute die Zukunft beeinflussen und sie wollen daran beteiligt sein. Sie fordern zu Recht, dass ihnen nicht nur zugehört wird, sondern, dass ihre Forderungen auch Folgen haben“, verdeutlicht in diesem Zusammenhang Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

„Die Institution Kirche wird von insgesamt mehr als zwei Drittel aller Jugendlichen positiv gesehen. Der Anteil der Jugendlichen, für die der Glaube an Gott tatsächlich wichtig ist, liegt mit fast einem Drittel allerdings deutlich niedriger und hat seit 2002 sogar leicht abgenommen.“

So groß das Interesse und Engagement in Politik und Gesellschaft ist, nimmt es laut der Studie in anderen Bereichen weiter ab: „Die große Mehrheit der Jugendlichen ist Mitglied einer Religionsgemeinschaft“, heißt es in der offiziellen Zusammenfassung. „Der Anteil der Jugendlichen, für die der Glaube an Gott tatsächlich wichtig ist, liegt mit fast einem Drittel allerdings deutlich niedriger und hat seit 2002 sogar leicht abgenommen.“

Dagegen wird aber „die Institution Kirche von insgesamt mehr als zwei Drittel aller Jugendlichen – unabhängig davon, ob konfessionell gebunden oder nicht – positiv gesehen: 69 Prozent finden es gut, dass es die Kirche gibt (75 % der katholischen, 79 % der evangelischen und sogar 45 % der konfessionslosen Jugendlichen)“, verlautbart die Studie weiter.

An den wichtigen Themen im Leben der Jugendlichen hat sich seit 2002 nicht viel geändert. Gute Freunde, auf die ich mich verlassen kann, führen die Rangliste der zentralen Lebensinhalte an. Es folgen eine vertrauensvolle Partnerschaft, ein gutes Familienleben, umweltbewusstes Verhalten, ein hoher Lebensstandard und die Durchsetzung eigener Bedürfnisse.

Auf die gesellschaftliche Zukunft angesprochen, äußerst sich mehr als die Hälfte der Jugendlichen eher positiv. Diese Stimmungslage greift auch Studienleiter Prof. Dr. Mathias Albert von der Universität Bielefeld resümierend auf: „Obwohl die Jugendlichen optimistisch in ihre persönliche und die gesellschaftliche Zukunft blicken, sehen sie doch, dass es Zeit ist, zu handeln.“ Die Botschaft der Jugend an ältere Generationen ist: „Wir bleiben zuversichtlich, aber hört auf uns, und achtet jetzt auf unsere Zukunft!“

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